Behinderungen

Unser Beitrag zu mehr Teilhabe – Leistungen für Menschen mit Behinderung

Menschen mit Behinderung haben Anspruch auf eine Vielzahl von Leistungen. Aber wie kann man dies geltend machen? Und was tun, wenn ein Anspruch abgewiesen wird? Fragen Sie uns vom SoVD Schleswig-Holstein! Unsere Beraterinnen und Berater sind fachlich auf dem neuesten Stand. Wir unterstützen Mitglieder mit Behinderungen sachkundig, umfassend und engagiert. Auch gut informiert zu sein und seine Rechte geltend machen zu können, ist eine wichtige Form der Teilhabe.

Unterstützung vom Antrag an

Die meisten Beeinträchtigungen und Behinderungen sind nicht von Geburt an da, sondern entstehen im Laufe des Lebens.* Oft treten körperliche oder seelische Beschwerden plötzlich auf und nehmen allmählich zu, bis sie irgendwann die Lebensgestaltung und Arbeitsleistung beeinträchtigten. Sind sie von Dauer, sollte ein Antrag auf Feststellung einer Behinderung bzw. Schwerbehinderung gestellt werden. Er wird schriftlich beim Landesamt für soziale Dienste (früher: Versorgungsamt) gestellt; wir helfen gern dabei. Sollten Sie mit der Entscheidung des Amts über Ihren Antrag nicht einverstanden sein, können Sie ebenfalls auf den SoVD zählen. Wir prüfen, ob das Amt korrekt gearbeitet hat und formulieren gegebenenfalls gemeinsam mit Ihnen den Widerspruch. In vielen Fällen korrigiert das Landesamt seine Einstufung zugunsten unserer Mitglieder. Falls das nicht passiert, Sie nach unserer Überzeugung jedoch im Recht sind, reichen wir für Sie Klage beim Sozialgericht ein. In der Verhandlung steht Ihnen ein erfahrener Jurist des SoVD zur Seite.

In diesem Fall kann bei der Agentur für Arbeit eine Gleichstellung beantragt werden. Informationen dazu gibt´s bei allen Beratungsstellen des SoVD Schleswig-Holstein.

Nützlich: Merkzeichen im Behindertenausweis

Bei bestimmten Formen der Behinderung hat man Anspruch auf weitere Arten des Nachteilsausgleichs, zum Beispiel Nutzung von Behindertenparkplätzen, Ermäßigung beim Rundfunkbeitrag oder die kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs. Das ist im Schwerbehindertenausweis in Form von Merkzeichen entsprechend eingetragen.

Gut zu wissen

  • Das Landesamt fordert bei den Ärzten medizinische Gutachten an. Für die Bearbeitung des Antrags müssen Sie Ihre Ärzte daher von der Schweigepflicht entbinden.
  • Sprechen Sie schon vor Ihrem Antrag auf Feststellung einer Behinderung mit Ihren Ärzten. Die Arztberichte müssen nämlich möglichst konkret formuliert werden, damit das Landesamt Ihre Behinderung anerkennen kann.
  • Achtung bei der Frist: Nach Erhalt eines Bescheids, mit dem man nicht einverstanden ist, muss der Widerspruch innerhalb von einem Monat beim Amt eingegangen sein.

Häufige Fragen

  • Wie bekomme ich einen Schwerbehindertenausweis?
  • Welche Vorteile bringt mir ein Schwerbehindertenausweis in Alltag und Beruf?
  • Steht mir mit meinen gesundheitlichen Einschränkungen ein Schwerbehindertenausweis zu?
  • Was kann ich tun, wenn das Landesamt den Grad der Behinderung zu gering festsetzt?
  • Wofür stehen die Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis?
  • Werde ich von der Rundfunkgebühr befreit, wenn ich schwerbehindert bin?
  • Ich bin gleichgestellt. Habe ich die gleichen Vorteile wie Menschen mit anerkannter Schwerbehinderung?

Bei all diesen Fragen helfen wir Ihnen!

Aus unserer Beratungspraxis: Höherstufung des Grads der Behinderung nach Klage: ein Fallbeispiel