Krankenversicherung

Ihr Ansprechpartner bei Ansprüchen an die Krankenkasse: Wenn es um Krankengeld, Hilfsmittel, Reha geht

Gesetzlich krankenversicherte Mitglieder können sich bei allen Problemen mit ihrer Kasse beim SoVD Schleswig-Holstein beraten lassen. Etwa wenn es um den fortgesetzten Anspruch auf Krankengeld geht, um die Erstattung der Kosten von Heil- und Hilfsmitteln oder wenn eine Kur abgelehnt wurde. Wir helfen Ihnen gern dabei, Ihre berechtigten Ansprüche geltend zu machen.

Krankengeld
Wenn Arbeitnehmer für einen längeren Zeitraum arbeitsunfähig erkrankt sind, erhalten sie zunächst sechs Wochen lang vom Arbeitgeber die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Danach sind bei gesetzlich Versicherten die Krankenkassen zuständig. Sie zahlen bis zu 78 Wochen lang Krankengeld. Immer wieder kommen Fälle vor, in denen eine Krankenkasse die Krankengeldzahlung mit der Begründung einstellt, die Patienten seien nicht mehr arbeitsunfähig – auch wenn der behandelnde Arzt etwas anderes sagt. Dann sollten Sie so schnell wie möglich die Sozialberatung des SoVD einschalten.

Hilfsmittel
Eine häufige Klage in unseren Beratungsstellen: Die Krankenkasse will die Kosten für bestimmte Hilfsmittel nicht übernehmen, zum Beispiel für ein Hörgerät oder ein künstliches Gelenk. Allerdings hat man nach Erhalt des Ablehnungsbescheids der Kasse einen Monat Zeit, Widerspruch einzulegen. Diese Frist sollten Sie gut nutzen! Der Sozialverband prüft für Mitglieder den Einzelfall und geht mit ihnen in den Widerspruch, falls Aussicht auf Erfolg besteht. Wird ein berechtigter Widerspruch abgelehnt, vertritt der SoVD das Mitglied sogar am Sozialgericht.

Kuren
Sie haben bei Ihrer Krankenkasse oder der Rentenversicherung eine medizinische Rehabilitationsmaßnahme, umgangssprachlich Kur, beantragt? Die Krankenversicherung lehnt ab? Wenden Sie sich gern an uns! Wir überprüfen mit Ihnen gemeinsam, ob und wie man gegen den Bescheid vorgehen kann. Auch wenn der Rechtsweg beschritten werden muss, unterstützen und vertreten wir Sie.

Arbeitsunfähigkeit lückenlos nachweisen!

Die Erkrankung muss während der gesamten Krankheitszeit lückenlos durch Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (AU-Bescheinigung, „gelber Schein“) nachgewiesen werden. Entsteht eine Lücke, kann die Kasse die Krankengeldzahlung sofort einstellen. Also spätestens am Werktag nach dem letzten Tag, für den Sie krankgeschrieben sind, beim Arzt vorstellig werden!

Gut zu wissen

  • Eine Anschluss-Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung muss nicht vom selben Arzt ausgestellt sein. Ist Ihr Arzt im Urlaub, gehen Sie zur Vertretung oder im Notfall auch ins Krankenhaus.
  • Das Krankengeld beträgt nur 70 Prozent des monatlichen Bruttoverdienstes bzw. höchstens 90 Prozent vom Nettoeinkommen.