Gemeinsam stark für gute Pflege!

Unsere Kampagne

Gemeinsam mit der AWO möchten wir die Öffentlichkeit auf Probleme in der deutschen Pflegeversicherung aufmerksam machen. Wir machen uns für bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in den Pflegeeinrichtungen stark. Darüber hinaus kämpfen wir für Verbesserungen bei der häuslichen Pflege: Die meisten Menschen möchten auch pflegebedürftig möglichst lange zu Hause bleiben. Obwohl der Gesetzgeber einige neue Möglichkeiten geschaffen hat, benötigen die pflegenden Angehörigen vor allem mehr finanzielle Unterstützung.

Zu unseren Aufgaben gehört außerdem, die Bevölkerung über Neuerungen in der Pflege zu informieren. Als große Herausforderung betrachten wir dabei den 01.01.2017: Dann werden aus drei Pflegestufen fünf Pflegegrade. Auch das System der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst (MDK) wird sich hierdurch ändern. Die wichtigsten Punkte haben wir für Sie in einem kleinen Faltblatt zusammengefasst:

Pflegestärkungsgesetz II

 

Gemeinsam stark für gute Pflege!

Prominent besetzte Diskussionsrunde in Elmshorn

Pflege-Talk zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung in Elmshorn

2017 tritt die zweite Stufe des Pflegestärkungsgesetzes in Kraft. Vor diesem Hintergrund führen der SoVD Schleswig-Holstein und der AWO-Landesverband in diesem Jahr eine gemeinsame Kampagne zur Pflege durch. Titel: „Gemeinsam stark für gute Pflege“.

Startschuss der Kampagne war kürzlich in Elmshorn – im Rahmen eines Bürgerdialogs mit hochkarätigen Experten.

Annette Langner, Staatssekretärin im Kieler Sozialministerium, erklärte, das Schleswig-Holstein im Bundesvergleich an der Spitze bei der stationären Versorgung von Pflegebedürftigen liege und die Landesregierung deshalb die häusliche Pflege stärken wolle.

„Pflege gibt es nicht zum Nulltarif!“

SoVD-Bundesvorstandsmitglied Ursula Engelen-Kefer betonte, dass es gute Pflege nicht zum Nulltarif gebe. Sie verwies auf das Beispiel Schweden, wo eine Pflegekraft nur halb so viel Patienten betreuen müsse wie in Deutschland. Außerdem forderte sie die Einführung einer solidarischen Bürgerpflegeversicherung, in die alle einzahlen.

AWO-Landesvorsitzender Wolfgang Baasch ermahnte die politisch Verantwortlichen dafür zu sorgen, dass Pflege im Alter nicht zu Armut führt. Samiah El Samadoni, die Bürgerbeauftragte des Landes, setzte sich kritisch mit dem Begutachtungssystem des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen auseinander. Ebenso wie Anette Langner forderte El Samadoni eine Stärkung der häuslichen Pflege.

„Wir brauchen nicht Quantität, sondern vor allem mehr Qualität“

Pflegewissenschaftler Stefan Köpke forderte mehr Professionalisierung in der Pflege – beispielsweise über mehr Akademiker in den Einrichtungen. In Lübeck haben kürzlich die ersten Nachwuchskräfte ihr Studium aufgenommen, die über einen Bachelor-Abschluss den Weg zur Pflegekraft finden werden. Köpke zusammenfassend: „Wir brauchen nicht nur mehr Quantität, sondern vor allem mehr Qualität.“

Am Ende waren sich die Experten einig: Das Pflegestärkungsgesetz II ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Weitere Verbesserungen müssen aber folgen.

Ihr Ansprechpartner:

Christian Schultz
Referent für Sozialpolitik

Telefon: 0431 / 98 388 – 70
Mail: sozialpolitik@sovd-sh.de