Sozial-Infos

Sozial-Infos

Informationen zu sozialen Themen

Informationen zu sozialen Themen

Bildnachweis: M. Schuppich – Fotolia

Der Sozialverband Deutschland sieht es als seine Aufgabe an, insbesondere seine Mitglieder über Neuigkeiten im Sozialrecht zu informieren. Aus diesem Grund finden Sie in dieser Rubrik in unregelmäßigen Abständen Beiträge über Änderungen und Besonderheiten in der Sozialgesetzgebung.

 

Pflegestärkungsgesetz II – Die wichtigsten Änderungen in der gesetzlichen Pflegeversicherung zum 01.01.2017

Seit Januar 2017 gilt ein neuer Begriff für Pflegebedürftigkeit. Nicht nur Menschen mit körperlichen Einschränkungen können dann Leistungen der Pflegeversicherung erhalten; auch Bürgerinnen und Bürger mit Problemen im geistigen oder kommunikativen Bereich erhalten dann einfacher Geld und Unterstützung.

Was passiert mit meiner alten Pflegestufe? Bekomme ich mehr Geld? Oder vielleicht weniger? Die wichtigsten Fragen beantworten wir mit unseren Faltblättern.

Pflegestärkungsgesetz II - Alle Änderungen im ÜberblickSozialinfo - Von der Pflegestufe zum Pflegegrad

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser Flyer „Wenn die Rente nicht reicht“

Die Grundsicherung im Alter verunsichert viele ältere Menschen. Die wichtigsten Fragen beantwortet der neue Flyer des SoVD Schleswig-Holstein.

Flyer Wenn die Rente nicht reicht - SoVD Schleswig-Holstein

 

Achtung beim Krankengeld

Achtung beim Krankengeld

Eine kleine Lücke in der Krankschreibung gefährdet den kompletten Anspruch auf Krankengeld. Das Video des ARD-Magazins „Report Mainz“ zeigt die Gefahr.


Achtung beim Krankengeld - Mehr Infos

Achtung beim Krankengeld

Gefährliche Lücke in Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Unachtsamkeit gefährdet Zahlung des Krankengelds

Das Krankengeld der Gesetzlichen Krankenversicherung ist ein wichtiger Baustein im deutschen Sozialversicherungssystem: Sind Menschen über einen längeren Zeitraum krank und können ihren Beruf nicht ausüben, springt die Versicherung mit dem Krankengeld ein. Bis zu 78 Wochen lang erhalten die Betroffenen so 70 Prozent ihres Bruttolohns. Der Krankenversicherungsschutz läuft in dieser Zeit beitragsfrei weiter.

Achtung beim Arzt

So die Theorie. Voraussetzung für die Gewährung von Krankengeld ist eine Bescheinigung über Arbeitsunfähigkeit, die im Regelfall der Arzt oder eine Klinik ausstellt. An dieser Stelle heißt es aber: Aufpassen! Die Bescheinigung über Arbeitsunfähigkeit muss lückenlos vorliegen.

Lückenlose Krankschreibung nötig

Ein Beispiel: Herbert K. ist bis einschließlich Mittwoch krankgeschrieben. Seit Einführung des Versorgungsstärkungsgesetzes ist er aufgefordert, spätestens am darauffolgenden Werktag, also Donnerstag, seinen Arzt aufzusuchen. Ist aber zum Beispiel die Praxis unvorhergesehen geschlossen, und Herr K.  erscheint nun erst am Freitag (also dem übernächsten Werktag) beim Arzt, ist es zu spät – eine Lücke ist in der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung entstanden. Die Krankenkasse kann nun völlig rechtens die Zahlung des Krankengeldes einstellen.

Fatale Folgen für die Betroffenen

Für die Betroffenen eine Katastrophe. Denn auch vom Arbeitsamt gibt es kein Geld – sie sind ja krankgeschrieben und stehen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Selbst die Rückdatierung der Krankschreibung durch den Arzt wird von den Krankenkassen nicht anerkannt. Beim Bezug von Krankengeld ist also immer auf eine lückenlose Krankschreibung zu achten.

Gesetzesänderung überfällig

Der SoVD meint: Das Versorgungsstärkungsgesetz hat die Situation zwar deutlich entschärft. Denn vorher mussten Betroffene am letzten Tag der Krankmeldung (in unserem Beispiel also bereits am Mittwoch) eine Folgebescheinigung erlangen.

Eine Lücke in der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung darf dennoch nicht dazu führen, dass die Leistung komplett gestrichen wird. Vernünftig wäre eine Regelung, in der das Krankengeld ausschließlich für die entsprechende zeitliche Lücke ruht.

Ihre Meinung

Sie haben Ähnliches erlebt? Was sagen Sie dazu, dass bereits eine kleine Unachtsamkeit beim Arzt ausreichen kann, den Anspruch auf Krankengeld vollständig zu verlieren? Schreiben Sie uns gern – entweder über Facebook oder direkt in unsere Geschäftsstelle.

Ihr Ansprechpartner:

Christian Schultz
Referent für Sozialpolitik
Telefon: 0431 / 98 388 – 70
Mail: sozialpolitik@sovd-sh.de


Bildnachweis: ARD