BehinderungDer SoVD hilftSozialberatung

Ein typischer Beratungsfall zum Thema Schwerbehinderung

Die Mitglieder des Sozialverbands Schleswig-Holstein kommen mit unterschiedlichen Fragen zu uns. Ein Thema wird besonders häufig in unseren 15 Beratungsstellen angesprochen: Wie ist das mit dem Schwerbehindertenausweis? Und was muss ich machen, wenn „das Amt“ zu der Entscheidung kommt, dass es bei mir nicht reicht?

Ein typisches Beispiel mit erfundenen Akteuren. So oder ähnlich läuft es in unseren Beratungsstellen aber immer wieder ab:

Thomas W. aus dem Kreis Dithmarschen hat sich aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme mit seinem Arzt besprochen. Herr W. leidet an chronischen Schmerzen im unteren Rücken, aus diesem Grund kann er seinen erlernten Beruf als Gerüstbauer nicht mehr ausüben. Der 47-Jährige klagt außerdem über anhaltende Antriebslosigkeit und Schlafstörungen.

Sein Hausarzt empfiehlt ihm, einen Antrag auf Schwerbehinderung beim Landesamt für soziale Dienste (LAsD) zu stellen. Das Formular hierfür kann aus dem Internet heruntergeladen werden. Sieben Wochen nach Antragstellung erhält Herr W. Post: Das Landesamt für soziale Dienste kommt zu dem Schluss, dass er einen Grad der Behinderung (GdB) von 30 erhält. Maßgeblich seien seine Rückenbeschwerden. Die zusätzlichen psychischen Beeinträchtigungen wurden bei der Feststellung nicht weiter berücksichtigt.

Der Sozialverband hilft beim Widerspruch

Da sich Herr W. ungerecht behandelt fühlt, geht er erneut zu seinem Arzt. Dieser rät ihm, Kontakt zum Sozialverband aufzunehmen. Dort erfährt Herr W., dass durchaus ein höherer Grad der Behinderung in Frage kommt. Wichtig sei, dass die Gutachten seiner behandelnden Ärzte deutlich konkreter formuliert werden müssen.

Gemeinsam mit dem SoVD legt Herr W. Widerspruch gegen den Bescheid des Amtes ein. Außerdem bespricht er die Situation mit seinen Fachärzten. Die aktualisierten Gutachten leitet der Sozialverband anschließend ans LAsD weiter.

Nach 14 Tagen kommt der erneute Bescheid mit der Post: Das LaSD stellt diesmal einen Grad der Behinderung von 40 fest. Eine Verbesserung, aber nach Ansicht des SoVD noch keine Anerkennung der tatsächlichen Behinderung von Herrn W.

Klage am Sozialgericht

Deshalb legt Herr W. gemeinsam mit dem Sozialverband Klage vor dem Sozialgericht ein. Im Rahmen der Verhandlung am Sozialgericht Itzehoe entscheidet die Richterin, dass Herrn W. ein Grad der Behinderung von 50 zugestanden werden muss. In der Bearbeitung des Antrags seien die psychischen Probleme des SoVD-Mitglieds nicht ausreichend berücksichtigt worden.

2 Gedanken zu „Ein typischer Beratungsfall zum Thema Schwerbehinderung

  1. Sehr geehrte Damen und Herren, der Vorfall ist hagenau wie bei mir nur mit dem Unterschied das bei mir zusätzlich noch andere Krankheiten zukommen zum Beispiel Kronische Bronchitis hoher Blutdruck Schlafmaske wegen massiver Probleme kaputtes Schultergelenk, und so weiter ich bin auch von 30 auf 40% eingestuft worden unvorstellbar, oder ! Was ich noch schlimmer find ist das ich schon über 2 Jahre hingehalten werde immer mit der Begründung es reicht nicht um auf wenigstens 50 % zu kommen find es ganz traurig das der Kreis Lippe so mit einem umspringen darf . Ihre Meinung würde mich sehr interessieren ob das alles so rechtens ist ,herzlichen Dank ! Mit freundlichen Grüßen Frau Niebuhr. PS. Möchte noch betonen das ich nicht’s möchte was mir nicht zusteht.

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