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Anruf von der Krankenkasse: Auf diese Dinge müssen Sie achten

 

Das Telefon klingelt. Am andere Ende der Leitung ist eine nette Dame von Ihrer Krankenkasse und trällert mit freundlicher Stimme: „Guten Tag Herr …, hier ist Melanie … von der …kasse. Aus meinen Unterlagen weiß ich, dass Sie jetzt schon seit mehr als drei Monaten krankgeschrieben sind. Da wollte ich mal hören, ob wir Ihnen irgendwie helfen können.“

 

Vorsicht bei gut gemeinten Empfehlungen

Solch ein Dialog spielt sich deutschlandweit ständig ab. Meist geht es bei solchen Anrufen um das Krankengeld: Wird ein Angestellter in Deutschland krank, erhält er in der Regel zunächst die sogenannte Lohnfortzahlung. Der Arbeitgeber zahlt das Gehalt ganz normal weiter, obwohl die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter offiziell arbeitsunfähig ist. Nach üblicherweise sechs Wochen läuft die Lohnfortzahlung aus, der Arbeitgeber zahlt keinen Lohn mehr. Jetzt springt die Krankenversicherung ein. Sie zahlt aber nicht das alte Nettogehalt, sondern das sogenannte Krankengeld.

 

Wenn Sie also Krankengeld beziehen, erhalten Sie weniger Geld als sonst. 70 Prozent Ihres Bruttogehalts, höchstens aber 90 Prozent des Nettoeinkommens. Eine Berechnungshilfe zum Krankengeld finden Sie online an verschiedenen Stellen, zum Beispiel bei der TK. Achten Sie in dieser Zeit vor allem darauf, dass Sie der Krankenkasse (und dem Arbeitgeber) lückenlos ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen vorlegen. Denn entsteht hier eine Lücke, kann die Krankenkasse die Zahlung des Krankengeld von einem auf den anderen Tag völlig legal einstellen.

 

 

Krankengeld: Vermeiden Sie um jeden Preis eine Lücke

Warum aber soll sich die Krankenkasse telefonisch bei Ihnen melden, wenn Sie regelmäßig Ihre gelben Scheine einreichen? Das haben wir beim Sozialverband uns anfangs auch gefragt. Das oben beschriebene Phänomen begann vor einigen Jahren, und zwar gleichzeitig bei mehreren gesetzlichen Krankenkassen. Versicherte werden telefonisch kontaktiert oder persönlich in die Geschäftsstelle der Krankenversicherung eingeladen. Woher kommt dieser plötzliche Service-Gedanke, den man als gesetzlicher Versicherter in der Regel nicht gewöhnt ist?

 

Die Antwort ist einfach: Die Zahlung von Krankengeld ist für die Kassen kostspielig. Fallen Arbeitnehmer über mehrere Monate aus, kommen für die Krankenkassen mit der Zeit hohe Beträge zusammen. Maximal läuft das Krankengeld 78 Wochen. Wenn sich also Mitarbeiter der Krankenkassen bei Ihnen melden, während Sie Krankengeld erhalten, ist Vorsicht geboten.

 

 

Erhalten Sie Krankengeld, müssen Sie auf einige Punkte achten. Besonders beim Anruf der Krankenkasse.

 

Prüfen Sie die Aussagen der Krankenkasse

Zahlreiche Mitglieder des Sozialverbands haben uns geschildert, wie Kassen-Mitarbeiter ihnen vorschlugen, einen Rentenantrag zu stellen. In bestimmten Fällen kann es medizinisch und finanziell sinnvoll sein, einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen. Die Frage, ob dies angemessen ist, entscheidet jedoch nicht die Krankenkasse. Daher sollten Sie ein solches „Angebot“ auf jeden Fall mit einem Fachmann besprechen. Halten Sie mit Ihren Ärzten Rücksprache. Kontaktieren Sie Ihre Beratungsstelle im Sozialverband. Denn die Krankenkasse hat sehr wahrscheinlich einen nicht ganz uneigennützigen Hintergedanken: Wird eine Erwerbsminderungsrente gezahlt, entfällt das Krankengeld. Und die Kasse ist fein raus.

 

Wie gesagt: Die Erwerbsminderungsrente kann eine Option sein. Aber hier sind verschiedene Fragen zu prüfen: Liegen die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen vor? Ist es tatsächlich ausgeschlossen, dass Sie irgendwann wieder arbeiten gehen? Und: Oftmals ist die Erwerbsminderungsrente deutlich niedriger als das Krankengeld.

 

Noch hellhöriger sollten Sie werden, wenn der Vertreter der Krankenkasse Vorschläge macht wie: „Jetzt sind Sie schon so lange krank, zu Ihrer alten Arbeitsstelle geht es doch sehr wahrscheinlich nicht mehr zurück, oder? Wenn Sie kündigen, können Sie Arbeitslosengeld beantragen.“ Auf solch ein Angebot sollten Sie niemals eingehen. Erstens erhalten Sie bei der Arbeitsagentur nur Leistungen, wenn Sie vermittelbar  – also arbeitsfähig – sind. Außerdem hat kein Mitarbeiter der Krankenkasse, auch nicht der Vorstandsvorsitzende, das Recht, Ihnen eine Kündigung ans Herz zu legen.

 

Wenn Sie Krankengeld erhalten, sollten Sie diese Punkte stets im Hinterkopf behalten.  Und wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Sozialverband. Wir unterstützen Sie im Umgang mit Ihrer Krankenkasse – von der Beratung, über den Widerspruch bis zur Klage am Sozialgericht.

 

Am Ende vom Krankengeld - Wenn es zwischen Krankengeld, Rente und Arbeitsagentur um die Existenz geht

Wie verhalte ich mich, wenn das Krankengeld ausläuft? Welche Auswirkungen hat das Auftreten einer neuen Erkrankung? Weitere wertvolle Tipps finden Sie in meinem kompakten Ratgeber „Am Ende vom Krankengeld – Wenn es zwischen Krankengeld, Rente und Arbeitsagentur um die Existenz geht“. Damit Sie während und nach dem Bezug von Krankengeld keine bösen Überraschungen erleben.

 

Der Sozialverband Schleswig-Holstein hilft in sozialen Fragen. Wir vertreten unsere Mitglieder bis zum Sozialgericht, zum Beispiel bei Problemen mit der Erwerbsminderungsrente oder dem Behindertenausweis.

 

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8 Gedanken zu „Anruf von der Krankenkasse: Auf diese Dinge müssen Sie achten

    1. Die TK ruft sogar schon an bevor man im bezug von kg ist . bei mir wäre es erst nächste woche soweit und heute morgen ruft da eine frau an auf dem ab, die ich zurück rufen soll. dabei habe ich erst kürzlich per einschreiben mitgeteilt von solchen anrufen abstand zu nehmen !!

      1. Bin auch noch nicht im KG Bezug, erst ab 18.02.2019 Die Dame von der TK teilte mir mit das Mann 2 Tage KK bezahle aber keine weitere AU mehr akzeptieren werde. Einfach Unglaublich

  1. Hallo SoVD
    Darf die Krankenkasse mich einbestellen,um mich zu sehen,ob ich wirklich krank(Depression,Psyche)bin.Ich beziehe schon einige Monate Krankengeld,und mache auch Psychotherapie,erstmal 12 Sitzungen.Die Krankenkasse ruft mich einmal im Monat an.Beim letzten Anruf vor einer Woche,haben die gesagt,das ich einen Termin bekomme,um bei denen antanzen zu sollen,und sie würden einen Rehabeauftragter dazuziehen bzw ins Boot mit reinnehmen.Wenn der Rehabeauftragter jetzt sagt,ich solle in die Rehaklinik gehen,muss ich dann in die Klinik hingehen?
    Und dann hat der Krankenkassenfuzi noch gesagt,dass der Rehabeauftragte beim nächsten BEM-Gespräch im Betrieb dabei sein will.Geht das so einfach,ohne meine Bewilligung bzw Einverständniss?
    Herzliche Grüsse Helge Matra

  2. Bei mir rief auch die TK an eine Dame die letzten Donnerstag ich habe mich bemüht eine lückenlose Krankmeldung zu bekommen hatte nach einem Beschluss des MDK die eben halt forderten dass ich zum 10.04 wieder gesund geschrieben bin also eine sogenannte Spontanheilung habe Widerruf eingelegt und habe auch ein ärztliches Attest des Chirurgen beigelegt heute den 905 obwohl meine Krankmeldung lückenlos waren die eine Krankheit ist dann aufgehoben aber ich bin seit im letzten Jahr auch eigentlich depressionskranke habe mich um einen Facharzt bemüht und sogar gehe ich am 14.5 in eine Tagesklinik um aber diese acht Tage zu überbrücken sollte mich mein mein hausarzt weiterhin krankschreiben das ist auch überhaupt kein Problem jetzt riecht mich heute eben diese Frau da von der MDK an nicht von 14.5 in eine Tagesklinik um aber diese acht Tage zu überbrücken sollte mich mein mein hausarzt weiterhin krankschreiben das ist auch überhaupt kein Problem jetzt riecht mich heute eben diese Frau da von der Krankenkasse an ich müsste jetzt noch für die acht Tage einen Widerspruch haben und von meiner Hausärztin obwohl ich zu einer ganz anderen Erkrankung einen Widerspruch eingelegt habe ich bin jetzt also total perplex was die TK sich alles so einfallen ist die TK meinte auch ich sollte doch meinen meinen Arbeitsplatz kündigen dann könnte ich ja zum Arbeitsamt gehen daraufhin habe ich zu denen gesagt wenn ich das tun würde würde ich das mit der Tagesklinik absprechen ich würde jetzt erstmal in diese Therapie gehen um weiter nach zu schauen jeden zweiten Tag kommt jetzt einen Anruf von der TK und ich fühle mich total unter Druck gesetzt aber eigentlich möchte ich den jetzt sagen sie sollen sich schriftlich bei mir melden weil diese Telefonanrufe muss ich nicht annehmen ich muss nicht tagtäglich für die TK zur Verfügung stehen am Telefon weil die rufen ja auch auf mein Handy an kann ich da irgendetwas machen

  3. Habe heute von meiner Krankenkasse Post erhalten,war geschockt , arbeite sehr lange im erzieherischen Bereich einer Kinderkrippe, habe es mit dem Rücken,konnte Wochenlang nicht schlafen,weil ein Nerv mit eingeklemmt war, und noch ist, jetzt soll ich sagen,wie lange das noch geht und was ich dagegen unternehme

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