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Junge Menschen mit Behinderung lernen für den ersten Arbeitsmarkt

Das Haus Windschur in St Peter-Ording erhält den Integrationspreis des Sozialverbands

St. Peter-Ording im Juli. Herrliches Wetter. Auf dem Weg zum Strand erhebt sich linkerhand ein schmuckes kleines Hotel, das Haus Windschur. Zurzeit sind hier fünf Azubis beschäftigt – alles junge Leute mit einer Behinderung.

 

Hotel aus St. Peter-Ording erhält den Integrationspreis des SoVD 2018

Das Haus Windschur ist Bestandteil des Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerks (TSBW), in dem schon seit vielen Jahren Menschen mit Behinderung ausgebildet werden. In St. Peter-Ording lernen junge Leute mit körperlichen und/oder geistigen Behinderungen die praktischen Feinheiten für ihre Lehre in der Hauswirtschaft. 2007 wurde das Hotel eröffnet, ist mittlerweile über viele Monate im Voraus ausgebucht.

 

„Unser Betrieb wird von den Gästen super angenommen“, freut sich Udo Rex, Ausbildungs- und sozialpädagogischer Leiter im TSBW. „Das hat in hohem Maße mit der sehr guten Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Haus Windschur zu tun.“ Drei bis vier Monate seiner Ausbildung verbringt jeder Azubi in St. Peter-Ording. Die übrigen Praxis-Phasen werden entweder in anderen Gastro-Betrieben des TSBW oder in der Privatwirtschaft absolviert.

 

SoVD-Integrationspreis 2018 geht an hauswindschur in St Peter-Ording
Integrationspreis 2018 für das Haus Windschur in St. Peter-Ording. Auf dem Bild zu sehen (v.l.n.r.): Hans-Georg Fohrmann (SoVD-Ortsverband St. Peter-Ording, Udo Rex (Ausbildungsleiter im BBW Husum), Mario Eggers (Vorsitzender der AG der Schwerbehindertenvertretungen SH), SoVD-Landesvorsitzende Jutta Kühl, Einrichtungsleiter Thomas Kröger, Petra Lenius-Hemstedt (SoVD-Kreisvorsitzende Nordfriesland) und Sven Picker (stellvertretender SoVD-Landesvorsitzender)

 

Dafür haben die Betreiber des Hauses Windschur nun den Integrationspreis des Sozialverbands Schleswig-Holstein erhalten. SoVD-Landesvorsitzende Jutta Kühl: „Hier wird seit Jahren Hervorragendes für die Inklusion geleistet. Das ist für uns Grund genug, diesen besonderen Preis zu vergeben.“

 

„Hervorragendes für die Inklusion“

Thomas Kröger ist Betriebsleiter im Haus Windschur und arbeitet jedes Jahr mit neuen Auszubildenden zusammen: „Die jungen Leute machen ihre Arbeit wirklich gut. Das zeigt sich unter anderem daran, dass wir sehr viele Stammgäste haben. Unsere Kunden schätzen das Personal hier in St. Peter – sowohl die Kollegen mit als auch ohne Behinderung.“

 

Die Macher hinter dem Haus Windschur leisten jedoch weit mehr für die Inklusion. Auch in Sachen Barrierefreiheit ist die Einrichtung vorbildlich: Die Übergänge sind ebenerdig. Ein großer Aufzug? Selbstverständlich vorhanden. Die Badezimmer sind top – auch aus Sicht von Gästen mit körperlichen Einschränkungen.

 

Die Betten im Haus Windschur lassen sich der Länge nach verschieben
Die Betten im Haus Windschur lassen sich der Länge nach verschieben

 

Mario Eggers ist Vorsitzender der AG der Haupt-Schwerbehindertenvertretungen im Land und bei der Vergabe des SoVD-Integrationspreises seit vielen Jahren dabei. In St. Peter-Ording sagte er: „Wir wollen ein Land des Miteinanders, in dem immer weniger Menschen behindert werden, sondern für alle mehr möglich gemacht wird. Wer Inklusion will, sucht Wege und das Haus Windschur hat schon seit langer Zeit einen ausgezeichneten Weg gefunden.“

 

Der Sozialverband Deutschland hilft in sozialen Angelegenheiten. Wir vertreten unsere Mitglieder bis zum Sozialgericht, unter anderem bei Auseinandersetzungen rund um das Thema Rente und Behinderung.

 

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