Direkt zu den Inhalten springen

„Beim Ehrenamt im SoVD kann ich selbst gestalten“

Aktuelles Ehrenamt Über uns

Der SoVD Schleswig-Holstein lebt vom Ehrenamt. In unseren über 300 Ortsverbänden läuft alles ohne hauptamtliche Strukturen – deswegen sind wir dankbar für Menschen wie Sylvia Böttcher. Sie ist seit mehreren Jahren die Frauensprecherin im Kreisverband Ostholstein.

Sylvia Böttcher aus Neustadt engagiert sich ehrenamtlich für den SoVD.

Hallo Frau Böttcher, Sie sind jetzt seit vier Jahren auf Kreisebene im SoVD aktiv. Was genau gefällt Ihnen an Ihrem Ehrenamt?

Als ich vor einigen Jahren im Berufsleben kürzer getreten bin und sozusagen die Rente vor Augen hatte, habe ich mich ganz bewusst mit der Frage beschäftigt: Was willst Du dann mit Deiner Zeit machen? Mir war klar, dass ich mich ehrenamtlich einbringen will. Über Bekannte habe ich dann vom SoVD erfahren.

Warum haben Sie sich dann für uns entschieden?

Ich war ja zunächst Frauensprecherin im Ortsverband Neustadt. Das Schöne ist, ich kann im SoVD viel selbst gestalten. Das liegt mir sehr, und das mache ich auch gern. Außerdem bin ich ganz gut darin, andere Leute zusammenzubringen, damit man sich vernetzen kann. Das kommt mir bei meiner Arbeit als Kreisfrauensprecherin natürlich sehr entgegen.

Und Sie waren dann zunächst im Ortsverband aktiv?

Ja, genau – seit 2018. Hier habe ich unter anderem einen monatlichen Frauentreff ins Leben gerufen. Der läuft immer noch, auch mit meiner Nachfolgerin.

Und nun sind Sie als Frauensprecherin für den Kreis Ostholstein zuständig?

Ja, am Anfang wurde auf der Kreistagung eine Stellvertreterin für die damalige Frauensprecherin gesucht. Das konnte ich mir gut vorstellen, weil man da erst einmal mitlaufen und gucken kann. Als die erste Frauensprecherin dann jedoch aus gesundheitlichen Gründen aufgehört hat, habe ich das Amt übernommen.

Wie kann man sich Ihre Arbeit als Kreisfrauensprecherin vorstellen?

Es geht vor allem ums Vernetzen. Ich bringe die Frauensprecherinnen aus den Ortsverbänden zusammen, damit wir uns austauschen können. Wenn etwas gut in einem Ort geklappt hat, dann das ja auch woanders funktionieren.

Leider müssen wir uns jedoch manchmal auch gegenseitig aufbauen – denn die Frauenarbeit wird von einigen im SoVD immer noch etwas belächelt.

Im Ernst? Und wie äußert sich das?

Wir haben zwar ein Budget für die Frauenarbeit. Teilweise ist es aber nicht immer und überall ganz einfach, Veranstaltungen über diese Gelder auszurichten. Das finde ich sehr schade, zumal sich der Verband doch ganz explizit die Frauenarbeit auf die Fahne geschrieben hat.

Und wie läuft die Frauenarbeit in den Ortsverbänden?

Wir haben sehr engagierte Damen in den Ortsverbänden, die meisten sind sehr aktiv und wollen etwas auf die Beine stellen. Einige sind noch nicht so lange dabei und benötigen manchmal Unterstützung – da helfen wir uns dann gegenseitig. Zum Equal Pay Day stehen wir zum Beispiel gemeinsam in der Fußgängerzone hier in Neustadt.

Welche Rückmeldungen bekommen Sie zum SoVD, wenn Sie „nach draußen“ gehen?

Das ist alles sehr positiv. Die Leute erkennen mich mittlerweile als Vertreterin des Verbands. Ich versuche auch, jede Gelegenheit zu nutzen, den SoVD in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Zum Beispiel mit Vorträgen zu unserer politischen Arbeit. Man wundert sich, wie viele Leute noch nichts vom Sozialverband gehört haben – auch bei den älteren Semestern.

Gibt es denn ein Ereignis aus Ihrem Ehrenamt, das Sie besonders berührt hat?

Ja, auf jeden Fall. Das war unser Grifffest hier bei uns im Garten mit Frauen und Kindern aus der Ukraine. Es gab schon vorher eine Gruppe, in der wir uns ausgetauscht haben, um den Frauen den Einstieg hier in Deutschland zu erleichtern. Irgendwann entstand die Idee für das Grillfest. Bis in den späten Abend haben wir gemeinsam zu ukrainischer Musik getanzt. Das war ein ganz besonderes Erlebnis.


Kommentare (0)

Be the First to Comment

Neuen Kommentar schreiben

Das Feld Name muss ausgefüllt sein.
Bitte geben Sie Ihren Namen ein.
Das Feld E-Mail muss ausgefüllt sein.
Die eingegebene E-Mail Adresse ist nicht korrekt.
Der Kommentar darf nicht leer sein.
Bitte stimmen Sie der Datenschutzbestimmungen zu.

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.