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Der Kampf gegen Rassismus beginnt im Alltag

SoVD-Präsident Adolf Bauer: „Wir müssen aus der Vergangenheit lernen und soziale Ungerechtigkeiten bekämpfen.“

Berlin. Es ist noch nicht lange her, da hat der Sozialverband Deutschland (SoVD), gemeinsam mit Millionen anderen Menschen, der Opfer des Attentats von Hanau gedacht. Am 19. Februar 2020 wurden dort neun Menschen mit Migrationshintergrund Opfer eines rechtsextremistischen Anschlags. „Wir beobachten mit großer Sorge, dass die Zahl fremdenfeindlicher Straftaten steigt. Davor dürfen wir nicht einfach die Augen verschließen“, sagt SoVD-Präsident Adolf Bauer. Nach aktuellen Angaben des Bundesinnenministeriums wurden im vergangenen Jahr alleine 2322 antisemitische Straftaten registriert. Um solche Taten zukünftig zu verhindern, fordert Bauer anlässlich des Tags gegen Rassismus am 21. März: „Es wird Zeit, dass wir konsequent gegen die Ursachen von Rassismus vorgehen.“ „Jeder Mensch kann etwas gegen Rassismus tun, in dem er oder sie im Alltag bei Diskriminierungen nicht einfach weghört oder wegschaut“, so Bauer.

Der SoVD-Präsident ist zudem davon überzeugt, dass gleichberechtigte Lebensverhältnisse Extremismus verhindern und zum sozialen Frieden beitragen. „Die Vergangenheit zeigt uns, dass es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen sozialer Gerechtigkeit und sozialem Frieden gibt“, sagt Bauer. Und er fordert: „Wir müssen aus unserer Geschichte lernen und dafür sorgen, dass endlich Schluss damit ist, dass Menschen aufgrund ihrer sozialen Herkunft oder ihres sozialen Status ausgegrenzt werden. Menschen müssen überall in Deutschland erleben können, dass die Politik ihnen gleiche Chancen auf ein gutes Leben schafft.  Dafür braucht es aber Investitionen in den Sozialstaat, und zwar in diesen Zeiten mehr denn je“, so Bauer.

Christian Draheim (V. i. S. d. P.)

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