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"Der SoVD ist eine große Familie"

Aktuelles Ehrenamt Über uns

Rund 20 Jahre lang hat Peter Levenhagen den SoVD in Ahrensburg als Vorsitzender geleitet. In dieser Zeit haben sich die Mitgliederzahlen mehr als verdoppelt - von rund 300 auf über 700. Mittlerweile hat er den Vorsitz abgegeben, wir haben mit ihm über diese bewegende Zeit gesprochen.

Peter Levenhagen hat den SoVD in Ahrensburg 20 Jahre lang als Vorsitzender geleitet.

Herr Levenhagen, was war Ihr Antrieb für 20 Jahre Ehrenamt?

Mir war immer wichtig, dass wir hier in Ahrensburg vor Ort etwas für die älteren Leute tun. Viele Menschen sind im Alter einsam, deswegen haben wir immer großen Wert auf unsere Veranstaltungen gelegt. Auch unsere Reisen sind in Ahrensburg immer sehr gut angekommen.

Und natürlich hat mir das Spaß gemacht. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass unser ältestes Mitglied auch bei vielen Fahrten mit dabei war - und der Herr war damals schon 100 Jahre alt.

Wie sind Sie denn überhaupt zum SoVD gekommen?

Eingetreten bin ich 1996, damals war ich noch berufstätig - als Maschinenführer im Springer-Verlag. Ich bin bis heute noch in der Gewerkschaft. Und in diesem Sinne waren die Werte, für die der SoVD steht, für mich überzeugend. Ich hatte kein sozialrechtliches Problem. In den SoVD bin ich eingetreten, weil mir die Arbeit des Verbands einfach wichtig war.

Und wann haben Sie ein Ehrenamt im SoVD übernommen?

Das war schon zwei Jahre später. Der damalige erste Vorsitzende suchte nach einem Stellvertreter - mit der Perspektive, mittelfristig den Ortsverband in Ahrensburg zu übernehmen. Weil ich damals kurz vor der Rente stand, habe ich zugesagt. Ich hatte Lust auf diese neue Aufgabe.

Leider ist dann ganz plötzlich der Vorsitzende verstorben. Das werde ich nie vergessen: Freitag kam der Anruf und schon am Montag musste ich diese schlimme Nachricht auf der Mitgliederversammlung verkünden. Das war nicht einfach, aber ich bin nach und nach in dieses Amt hineingewachsen. Fast 20 Jahre war ich dann in Ahrensburg Vorsitzender, bis Anfang 2018.

Was bedeutet der SoVD für Sie persönlich?

Mein Tenor war immer: Wir sind hier eine große Familie. Und das habe ich auch immer vesucht zu vermitteln. Früher war es noch so, dass ich als Vorsitzender des Ortsverbands bei den Sprechstunden in Ahrensburg dabei sein durfte. Hier lassen sich die Mitglieder sozialrechtlich von einer fachkundigen Mitarbeiterin aus Bad Oldesloe beraten - über Rente, Pflege oder auch den Schwerbehindertenausweis. Da musste ich sehr häufig Tränen sehen. Es gibt wirklich sehr traurige Schicksale, besonders wenn jemand schwer erkrankt. Und in solchen Situationen habe ich immer wieder gemerkt, wie wichtig der Sozialverband für die Menschen ist.

Gab es auch Ereignisse, die Sie an Ihrem Ehrenamt zweifeln ließen?

Nein, das kann ich klar sagen. Ich war immer gern im SoVD engagiert, im Kreisverband wirke ich ja nach wie vor als Beisitzer mit.

Natürlich gibt es bei der Arbeit mit Menschen immer mal wieder Probleme. Hin und wieder gab es auch mal richtig Streit, als Vorsitzender musst Du da eben schlichten. Aber so etwas kommt selten vor, die positiven Begegnungen mit Menschen überwiegen deutlich.

Was war denn Ihr absolutes Highlight in den 20 Jahren beim SoVD?

Das war die Großveranstaltung zum 100. Geburtstag des Sozialverbands in Neumünster. Da waren wir mit mehreren Tausend Mitgliedern in den Holstenhallen, mit einer grandiosen Rede des langjährigen Vorsitzenden Sven Picker. Gefühlt war ganz Schleswig-Holstein auf den Beinen, ein wirklich toller Tag - ich bin froh, dass ich dort dabei sein konnte.

Ehrenamtlich arbeiten wäre auch für Sie ein Thema? Dann melden Sie sich bei:

Christian Schultz
Referent für Sozialpolitik
Telefon: 0431 / 65 95 94 - 22
Mail: sozialpolitik(at)sovd-sh.de

Der Sozialverband Schleswig-Holstein hilft in sozialen Fragen. Wir vertreten unsere Mitglieder bis zum Sozialgericht, zum Beispiel bei Problemen mit der Erwerbsminderungsrente oder dem Behindertenausweis.

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