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Für Menschlichkeit und Vielfalt

Mit der gemeinsamen Erklärung „Wir für Menschlichkeit und Vielfalt“ zum Auftakt des Superwahljahres 2021 zeigen Hunderte von Verbänden und Initiativen klare Haltung gegen Rassismus und Rechtsextremismus.

Über 400 beteiligte Organisationen warnen vor Hetze und Stimmungsmache rechter Akteur*innen wie der AfD und ähnlicher Bewegungen. Mit Sorge beobachten die Verbände, wie versucht wird, eine Stimmung zu erzeugen, die Hass und Gewalt nicht nur gegen Menschen mit Behinderung sowie mit psychischer oder physischer Krankheit schürt, sondern gegen alle, die sich für eine offene und vielfältige Gesellschaft engagieren.

Adolf Bauer: Einsatz für bunte und gerechte Gesellschaft

Der Aufruf warnt vor einer Diskursverschiebung nach rechts, die zugleich Ausgrenzung, Diskriminierung und Stigmatisierung von Menschen mit Behinderung und psychischen Beeinträchtigungen bedeutet.

„Wir stehen für Millionen Menschen in Deutschland, die das Auftreten und die Ziele von Parteien wie der Alternative für Deutschland (AfD) und anderer rechter Bewegungen entschieden ablehnen.“ Abschließend heißt es: „Wir sagen NEIN zu jeglicher Ideologie der Ungleichwertigkeit von Menschen. Die Würde des Menschen ist unantastbar!“

Zum Aufruf

Neben vielen anderen lokalen und bundesweiten Verbänden und Initiativen beteiligt sich auch der Sozialverband Deutschland (SoVD) an dem Aufruf. SoVD-Präsident Adolf Bauer verwies dabei besonders auf die Erfahrungen aus der Coronapandemie:

„Die vergangenen Monate haben uns erneut deutlich vor Augen geführt, wie wichtig es ist, dass wir uns für die Rechte sozial benachteiligter Menschen einsetzen. Menschen mit und ohne Behinderungen brauchen gleichermaßen gerechte Teilhabechancen! Ich bin davon überzeugt, dass dies auch zum sozialen Frieden und zur Bekämpfung von Extremismus beiträgt. Wir wollen eine gerechte und bunte Gesellschaft.“

Lehren aus der Krise ziehen

Dafür müssten Lehren aus der Pandemie gezogen werden, insbesondere für eine Politik hin zu Inklusion und sozialem Ausgleich:

„Die Corona-Krise hat an vielen Stellen schonungslos soziale Ungerechtigkeiten aufgedeckt. Alleine die Tatsache, dass viele behinderte Menschen sich abgehängt und vergessen fühlen zeigt, dass der Weg hin zu einer inklusiven Gesellschaft noch weit ist“, so Bauer.

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