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SoVD fordert mehr Schutz für Geringverdiener*innen

SoVD-Präsident Adolf Bauer: „Es kann nicht sein, dass Haushalte, die Hartz-IV beziehen bis zu 196 Euro an anderer Stelle einsparen müssen, um ihre jährlichen Stromkosten zu begleichen.“

Berlin. Die explodierenden Energiepreise treiben immer mehr Menschen mit geringem Einkommen in absolute Existenznot. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) fordert daher besseren Schutz und eine finanzielle Unterstützung für Geringverdiener*innen. „Es kann nicht sein, dass Haushalte, die Hartz-IV beziehen bis zu 196 Euro an anderer Stelle einsparen müssen, um ihre jährlichen Stromkosten zu begleichen“, kritisiert SoVD-Präsident Adolf Bauer.

Zwar wird der Hartz-IV-Regelsatz im neuen Jahr steigen – allerdings lediglich um drei Euro. Der Betrag, der Hartz-IV-Empfänger*innen in der Grundversorgung jährlich für Strom fehlt, steigt demgegenüber kontinuierlich weiter an. Waren es 2019 noch 101 Euro, mussten sie 2020 bereits eine Lücke von durchschnittlich 115 Euro ausgleichen. Im kommenden Jahr wird sich der Fehlbetrag mancherorts auf bis zu 196 Euro in der Grundversorgung belaufen. „Die in unseren Augen lächerliche Anhebung der Hartz-IV-Regelsätze reicht nicht einmal aus, um die Inflation auszugleichen. Wie sollen Betroffene dann die zusätzlich enorm gestiegenen Energiekosten bewältigen? Die Politik muss jetzt schnell und entschlossen handeln und Leistungsbeziehenden und Menschen mit geringem Einkommen mit einem unbürokratischen Energiekostenzuschlag finanziell unter die Arme greifen“, so Bauer.

V.i.S.d.P.: Christian Draheim


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