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Superreiche verursachen viele CO2-Emissionen

Die reichsten 1 Prozent der Bevölkerung versuchen ein Sechstel des weltweiten Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes, zeigt ein Oxfam-Studie.

Flugzeug in der Luft vor Wolken
Über den Wolken ist die Freiheit vielleicht grenzenlos; der CO2-Ausstoß eines Privatjets ist aber leider auch erheblich. Foto: Lee Rosario / pixabay

Die Hilfsorganisation Oxfam hat berechnet, wie hoch der CO2-Ausstoß der Superreichen ist und wie er sich auf das 1,5-Grad Ziel der Vereinten Nationen auswirkt.

Um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen dürfte laut Oxfam jeder Mensch 2030 noch 2,3 Kilogramm Kohlenstoffdioxid pro Jahr verursachen. 

Die Pro-Kopf-Emissionen des reichsten Prozents der Weltbevölkerung würden laut der Studie 2030 um ein 30-Faches über dem Wert liegen, der mit dem 1,5-Grad-Ziel verträglich sei. Das entspräche 16 Prozent des globalen CO2-Ausstoßes und sei zudem höher als die Emissionen der ärmsten 50 Prozent der Weltbevölkerung zusammen.

Fragwürdiger Weltraumflug

Ins Gewicht fielen dabei extravagante Hobbies wie private Weltraumflüge wie kürzlich von Amazon-gründer Jeff Bezos. »Mit einem einzigen Weltraumflug verursacht ein Milliardär mehr Emissionen, als jemand aus der ärmsten Milliarde Menschen in einem ganzen Leben zusammenbringt«, stellt die Oxfam-Klimaexpertin Nafkote Dabi fest.

Doch auch jenseits der globalen Skala ist der CO2-Fußabdruck wesentlich vom finanziellen Status abhängig. „Mit steigendem Wohlstand wächst der ökologische Fußabdruck“, erklärte SoVD-Präsident Adolf Bauer in einem Statement zum Klimagipfel.

Der Verband setzt sich dafür ein, sozial unausgewogene Subventionen wie das Dienstwagenprivileg abzubauen und Menschen mit großen Einkommen stärker an der Finanzierung der Energiewende zu beteiligen.

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