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Umfrage zeigt große Mehrheit für Bürgerversicherung

In einer Befragung des ARD-Magazins Monitor sprechen sich mehr als zwei Drittel für eine Bürgerversicherung in der Krankenversicherung aus.

Frau im Rollstuhl sitzt in einem Wartezimmer.
Eine Versicherung für alle: Dieser Ansatz könnte die Finanzierung des Gesundheitswesen sicherstellen. Foto: DC Studio / Adobe Stock

Laut der repräsentativen Umfrage von infratest dimap im Auftrag des Fernsehmagazins fänden 69 Prozent der Befragten die Einführung einer Bürgerversicherung „gut“ oder „sehr gut“. Die Zustimmung ist dabei über Parteigrenzen hinweg groß.  Auch Anhänger*innen von Union und FDP, sprechen sich klar dafür aus, obwohl die Parteien in ihren Wahlprogrammen anders als SPD, Grüne und Linke gegen den Umbau des Versicherungssystems sind.

SoVD hat Bürgerversicherung als Kernforderung

Der SoVD macht sich seit Langem für eine Bürgerversicherung stark und hat deren Einführung auch als eine Kernforderung zur Bundestagswahl formuliert: „Um eine bedarfsgerechte und leistungsfähige Versorgung für alle sicherzustellen, muss ein einheitliches Versicherungssystem auf der Grundlage der gesetzlichen Krankenversicherung geschaffen werden, das alle gerecht in die Finanzierung einbezieht. Damit wird die Finanzierungsbasis gestärkt, die Leistungsfähigkeit verbessert und die Krankenversicherung insgesamt zukunftsfest. Bis dahin müssen die unterschiedlich gelagerten Risiken durch einen Finanztransfer ausgeglichen werden.“

Baustelle Gesundheitswesen

Der Reformbedarf im Gesundheitswesen ist groß. Die Finanzierungslücke bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist zuletzt deutlich gewachsen. Die Bundesregierung hat für 2022 beschlossen, den jährlichen steuerfinanzierten Bundeszuschuss für die Gesetzliche Krankenversicherung um 7 auf 21,5 Milliarden Euro zu erhöhen, um den Beitragssatz stabil zu halten. Doch schon 2023 drohe den Versicherten ein historischer Beitragssprung, so DAK-Chef Andreas Storm. Gründe seien der demografische Wandel und steigende Kosten in der medizinischen Versorgung.

Die nächste Bundesregierung muss das Thema also dringend anpacken.

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