barrierefreiBehinderungSoVD-Gütesiegel

Kieler Fachhochschule für gute Planung ausgezeichnet

Dreifache Ehrung an der FH Kiel: Der Sozialverband Schleswig-Holstein hat sowohl den Mediendom (Planetarium) als auch das Computermuseum und den Bunker-D mit seinem „Gütesiegel für ein besonderes Engagement für die Teilhabe von behinderten und älteren Menschen in der Gesellschaft“ ausgezeichnet. „Damit wollen wir die tolle Arbeit der Fachhochschule insbesondere für Menschen mit Behinderung würdigen“, so Sven Picker, stellvertretender Landesvorsitzender des Sozialverbands Schleswig-Holstein.

 

„An ältere und behinderte Mitmenschen gedacht“

Beim Mediendom besonders hervorzuheben sind der vor kurzem installierte Aufzug, der teilweise abgesenkte Empfangstresen und die schwellenlose Erreichbarkeit des Vorführraumes. Für Rollstuhlfahrer wurden im engen Kuppelraum eigens Stellplätze frei gelassen – alle Wege von der Straße zum Gebäude sind darüber hinaus ohne Schwellen zu erreichen.

Auf Augenhöhe mit Kindern und Rollstuhlfahrern: Auch der Tresen im Computermuseum ist abgesenkt.

 

Das Computermuseum wurde in einem ehemaligen Bunker verwirklicht. Es verfügt über eine auch für Rollstuhlfahrer ausreichend breite, automatische Eingangstür sowie über einen modernen Fahrstuhl, dessen Bedienelemente farblich kontrastreich gestaltet und mit Brailleschrift versehen sind. Zusätzlich gibt es eine akustische Meldung für die einzelnen Stockwerke – ebenfalls ein guter Service für Menschen mit Sehbehinderung. Selbstverständlich gibt es vor dem Gebäude einen Behindertenparkplatz.

 

Unter Denkmalschutz und barrierefrei

Der Bunker-D stammt aus dem Zweiten Weltkrieg und wurde 2015 aufwendig umgebaut. Ein Behindertenparkplatz ist in unmittelbarer Nähe vorhanden. In das Gebäude gelangt man durch eine automatisch öffnende Tür. Auf allen Durchgangstüren im Bunker finden sich kontrastreiche Elemente, so dass die Türen auch von Menschen mit Sehbehinderung gut wahrgenommen werden. Im Bunker gibt es unter anderem ein Kino, eine Bar sowie Ausstellungsräume. Da ein vorbildlich gestalteter Aufzug vorhanden ist, sind sämtliche Bereiche auch für Menschen mit unterschiedlichen Handicaps zu erreichen. Nach einem Besuch des Sozialverbands im Frühjahr wurde zudem an der Innenseite der Tür zum barrierefreien WC ein Rückholgriff angebracht.

 

„Die Fachhochschule Kiel hat mit der barrierefreien Gestaltung des Mediendoms, des Computermuseums und des Bunker-D Vorbildliches geleistet und die drei Gebäude auch für Menschen mit verschiedenen Handicaps zugänglich gemacht. Wir freuen uns darüber sehr, denn jedes barrierefreie Gebäude ist ein Baustein auf dem Weg in eine inklusive Gesellschaft“, sagte Sven Picker. Der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung, Prof. Dr. Ulrich Hase, lobte die Fachhochschule für ihr Engagement in Bezug auf die Barrierefreiheit und erklärte, dass gerade bei Inklusion in Hochschulen noch viel auf den Weg zu bringen sei und die Fachhochschule Kiel als gutes Beispiel dienen könne.

 

Ulrich Hase übergibt die Urkunde zum SoVD-Gütesiegel an FH-Präsident Beer (Foto: Eduard Thomas)

 

Prof. Dr. Udo Beer bedankte sich für die Auszeichnung und sagte: „Die Fachhochschule Kiel bekennt sich in ihren Leitsätzen zur Diversität. Es erfüllt mich mit Stolz, dass unsere Bemühungen auf diesem Feld offenbar von Dritten bemerkt werden. Es ist mir eine Ehre, das Gütesiegel des Sozialverbandes in Empfang zu nehmen.“

 

Auf dem Foto sind zu sehen (v.l.n.r.): Klaus-Michael Heinze (Kanzler FH Kiel), Hans Böttcher (im Rollstuhl, Experte beim SoVD für Barrierefreiheit), Prof. Dr. Udo Beer (Präsident FH Kiel), Alfred Bornhalm (stellvertretender Kreisvorsitzender des SoVD in Kiel), Sven Picker (stellvertretender Landesvorsitzender des SoVD Schleswig-Holstein), Prof. Dr. Ulrich Hase (Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung).

 

Mit der Auszeichnung an der FH Kiel hat der Sozialverband in Schleswig-Holstein mittlerweile 239 Einrichtungen für eine barrierefreie Gestaltung geehrt. Das renommierte Gütesiegel gibt es seit 1975.

 

Der Sozialverband Deutschland hilft in sozialen Angelegenheiten. Wir vertreten unsere Mitglieder bis zum Sozialgericht, etwa bei Fragen rund um den Schwerbehindertenausweis.

 

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