AllgemeinBehinderungDer SoVD hilftGesundheitSozialberatung

Bei diesen 5 Anzeichen kann sich eine Beratung durch den Sozialverband lohnen

 

Mehr als 145.000 Menschen sind Mitglied im Sozialverband Schleswig-Holstein. Nicht alle, aber viele von ihnen sind erstmals zum SoVD gekommen, weil es ein Problem gab. Oft ist es eine Krankheit, die es nach und nach unmöglich macht, den alten Job weiter auszuüben. In vielen Fällen empfehlen Ärzte den SoVD Schleswig-Holstein, wenn eine Behinderung amtlich festgestellt werden soll.

 

Ist es für mich sinnvoll, Mitglied im Sozialverband zu werden?

Die Mitgliedschaft im SoVD ist zwar günstig, aber nicht umsonst. Die Frage, ob es sich lohnt, Mitglied zu werden, ist daher absolut berechtigt. Aus der langjährigen Erfahrung unserer Sozialberatung heraus können wir aber fünf Anzeichen nennen, die sehr stark für einen persönlichen Termin beim Sozialverband sprechen. Wenn Sie sich in einer dieser fünf Situationen wiederfinden, sollten Sie Freunde oder Bekannte ansprechen, die Erfahrungen mit dem SoVD Schleswig-Holstein gemacht haben:

 

1. „Mein Arzt hat mir geraten, einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen. Aber dabei brauche ich Hilfe.“

Viele Menschen entwickeln ab dem 50. Lebensjahr chronische Erkrankungen, die sich im Laufe der Jahre verschlimmern. In vielen Fällen wird man über mehrere Jahre von ein und demselben Facharzt begleitet. Oft spricht der Arzt die Empfehlung aus, einen Behindertenausweis beim Landesamt für soziale Dienste zu beantragen.

 

Bei einem Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 gilt der Antragsteller als schwerbehindert. Damit verbunden sind gewisse Nachteilsausgleiche, etwa im Arbeitsleben oder im Steuerrecht.

 

Wichtig beim Antrag: Es müssen aktuelle Befundberichte Ihrer Ärzte vorliegen, damit das Landesamt Ihre tatsächliche gesundheitliche Situation richtig einstufen kann. Denn nur in den wenigsten Fällen werden Sie einen persönlichen Termin beim Amtsarzt wahrnehmen. Über diese und weitere Punkte, auf die geachtet werden sollte, können Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sozialverbands Schleswig-Holstein Auskunft erteilen.

 

Lohnt sich für mich die Beratung beim Sozialverband? Bei diesen 5 Anzeichen spricht viel dafür.

 

2. „Ich bekomme zurzeit Krankengeld. Jetzt hat meine Krankenkasse geschrieben, dass damit in zwei Wochen Schluss ist.“

Leider häufen sich in unseren 15 Sozialberatungszentren in Schleswig-Holstein solche Hilferufe. Diverse gesetzliche Krankenkassen kündigen ihren Mitgliedern an, dass das Krankengeld in Kürze eingestellt werde. Hintergrund: Der medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) habe nach Aktenlage „festgestellt“, dass eine Arbeitsunfähigkeit nicht mehr vorliege. Und das obwohl die betroffenen Mitglieder lückenlos ihre Bescheinigungen einreichen.

 

Eigentlich unglaublich, ist aber leider wahr. Wenn Sie so etwas erleben, sollten Sie umgehend formlos Widerspruch einlegen. In der weiteren Auseinandersetzung mit der Krankenkasse ist eine Beratung durch den SoVD sehr zu empfehlen. Die Kolleginnen und Kollegen helfen auch bei der Begründung des Widerspruchs. Wenn es sein muss, vertreten wir Sie auch vor dem Sozialgericht.

 

3. „Mit meinem Arzt habe ich besprochen, dass ich aus gesundheitlichen Gründen in Frührente gehen will. Die Rentenversicherung hat den Antrag aber abgelehnt.“

Wer aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in Rente gehen möchte, hat die Möglichkeit eine Erwerbsminderungsrente zu beantragen. Wichtigste Voraussetzung ist, dass der Antragsteller weniger als drei Stunden am Tag arbeiten kann. Egal in welchem Job.

 

Außerdem gelten sogenannte versicherungsrechtliche Kriterien – denn es müssen bestimmte Pflichtbeitragszeiten in der Rentenversicherung erbracht worden sein.

 

 

Ähnlich wie beim Antrag für einen Grad der Behinderung ist die Rentenversicherung auf ausführliche und aktuelle Befundberichte der Ärzte angewiesen. Liegen diese nicht vor, wird der Antrag auf eine Erwerbsminderungsrente häufig abgelehnt. Wenn Ihre berechtigten Ansprüche nicht erfüllt werden, hilft Ihnen der SoVD Schleswig-Holstein. Wir beraten Sie gern.

 

4. „Meine Arbeit in der Fabrik hat mich krankgemacht. Die Berufsgenossenschaft will aber nicht zahlen.“

Dass eine Erkrankung durch die Ausübung Ihres Berufs ausgelöst wurde, muss nachgewiesen werden. Bei vielen Betroffenen entstehen Berufskrankheiten durch das Arbeiten mit bestimmten Stoffen oder Chemikalien.

 

Die Frage, ob es sich um eine Berufserkrankung handelt oder nicht, ist finanziell von hoher Bedeutung. Denn die Renten der Berufsgenossenschaften sind in der Regel deutlich höher als Zahlungen der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sozialverband können hier helfen. Wir prüfen, ob es eine Chance auf die Durchsetzung Ihrer Forderung gibt und helfen Ihnen mit dem Papierkram.

 

5. „Mein Hausarzt sagt, dass mein Pflegegrad zu niedrig ist. Aber die Kasse sieht das anders.“

Seit Anfang 2017 gelten in Deutschland fünf Pflegegrade, zuvor gab es drei Pflegestufen. Welcher Pflegegrad der richtige ist, wird durch ein aufwendiges Verfahren ermittelt – Hilfe zur Orientierung gibt unser aktuelles Pflegetagebuch.

 

Wie so oft ist es auch hier essentiell, dass Sie zu Ihrem Antrag aussagekräftige Befundberichte Ihrer Ärzte vorlegen können. Leider ist es in der Praxis nicht immer so, dass Mediziner solche Gutachten mit der gebotenen Sorgfalt ausfüllen. Worauf hier zu achten ist und welche Fehler unbedingt vermieden werden sollten – auch damit können wir Ihnen beim Sozialverband Schleswig-Holstein helfen.

 

Der Sozialverband Deutschland hilft in sozialen Angelegenheiten. Wir vertreten unsere Mitglieder bis zum Sozialgericht, unter anderem bei Auseinandersetzungen rund um das Thema Rente und Behinderung.

 

Sie wollen regelmäßig über neue Beiträge in unserem Blog informiert werden? 

 

2 Gedanken zu „Bei diesen 5 Anzeichen kann sich eine Beratung durch den Sozialverband lohnen

  1. Hallo,
    Ich bin Jahrgang 1968-habe 80%GdB seit 2012-war schon seit 4 .Lebensjahr schwerbehindert mit über 50%GdB–hab handwerkslehre abgeschlossen -dann bis heute nahezu vollzeitbeschäftigung.

    Da ich Schwindelmigräne habe seit 2011(eigentlich schon seit 1995)–merke ich im Alltag-wie krank ich wirklich bin bedingt durch den Job, obwohl die Ursache eher meiner Schilddrüse zu zuordnen ist.

    Da ich momentan noch gesundheitlich relativ stabil bin,gerade wegen vermehrter Tabletteneinnahme–möchte ich noch einige „gute“ Jahre verbringen ohne Arbeit bevor es schlimmer wird
    . Fakt ist: ich habe von 420 Monaten (35 Jahre Rentenbeitrag) noch 22 Monate nach. Ab Sommer 2020 könnte ich Schwerbehinderte-Rente beantragen .
    Nun sagt aber die Rentenversicherung, die Rentenzahlung kann erst 2033 beginnen ohne Abschläge.

    Wie also die 14 jahre überbrücken bis zur Rentenzahlung ab beendigung der Vollzeitarbeit
    2020 ?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.