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Diese 13 Zahlen können für Sie wichtig im Sozialrecht sein

Diese 13 Zahlen können für Sie im Sozialrecht wichtig werden

Von der Rente über die Kranken- und Pflegeversicherung bis hin zum Arbeitsmarkt: Jeder von uns bekommt es irgendwann in seinem Leben das eine oder andere Mal mit dem Sozialrecht zu tun. Solange alles so läuft wie erhofft, machen wir uns darüber nur wenig Gedanken. Tauchen jedoch Probleme auf, wird es kompliziert.

 

Welche „sozialen Rechte“ muss ich kennen?

In einer nicht repräsentativen Umfrage gibt eine Mehrheit der Befragten an, das deutsche Sozialrecht lasse viele Menschen im Ernstfall im Regen stehen. Auch in unseren Sozialberatungsstellen treffen wir regelmäßig auf Bürgerinnen und Bürger, die schlechte Erfahrungen mit Sozialbehörden machen mussten. Damit Sie nicht auch eines Tages in eine der zahlreichen Fallen und Lücken des Sozialrechts geraten, haben wir eine Übersicht erstellt.

 

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1 Monat

Sie haben den Bescheid einer Sozialbehörde (zum Beispiel der Krankenkasse oder vom Landesamt für soziale Dienste) erhalten und sind mit dem Inhalt nicht einverstanden? In solch einem Fall haben Sie einen Monat Zeit, um Ihren Widerspruch bei der entsprechenden Behörde einzureichen.

 

2 Jahre früher …

… können Sie ohne Abschläge in Altersrente gehen, wenn Sie als schwerbehindert gelten, Ihr Schwerbehindertenausweis also einen GdB von mindestens 50 aufweist.

 

Was passiert, wenn das Krankengeld ausläuft?

 

3 Jahre Blockfrist

Erkranken Sie längerfristig an ein und derselben Krankheit, folgt auf die Lohnfortzahlung das Krankengeld. Doch was geschieht, wenn auch das Krankengeld ausläuft, wenn Sie „ausgesteuert“ werden? Erst nach Ablauf einer Blockfrist von drei Jahren können Sie für diese Krankheit wieder Geld von der Krankenkasse bekommen.

 

5 Pflegegrade …

… haben zum Beginn des Jahres 2017 die früheren drei Plegestufen abgelöst. Wie genau diese vom Medizinischen Dienst (MDK) erfasst werden, lesen Sie in unserem kostenlosen Pflegetagebuch.

 

6 Wochen Lohnfortzahlung

Wenn Sie angestellt sind und erkranken, muss Ihr Arbeitgeber das Gehalt weiterzahlen. Maximal sechs Wochen sind hier drin, wenn das Arbeitsverhältnis seit mindestens vier Wochen besteht. Leiden Sie innerhalb von zwölf Monaten an derselben Krankheit, addieren sich die einzelnen Krankheitstage – die Frist von sechs Wochen gilt also über zwölf Monate.

 

Mit einem GdB von 30 kann möglicherweise eine Gleichstellung beantragt werden

 

GdB von 30

Sie haben eine Behinderung, im Behindertenausweis ist allerdings nur ein Grad der Behinderung (GdB) von 30 vermerkt? In diesem Fall können Sie unter Umständen bei der Agentur für Arbeit eine Gleichstellung beantragen. Welche Vorteile das für Sie haben kann, lesen Sie hier.

 

GdB von 50

Ihr Grad der Behinderung (GdB) beträgt mindestens 50? Dann gelten Sie als schwerbehindert, können früher ohne Abschläge in Rente gehen und erhalten im Angestelltenverhältnis mehr Urlaubstage.

 

67 Jahre …

… beträgt die Regelaltersgrenze für Menschen, die ab 1964 geboren wurden. Bei älteren Jahrgängen wird die Regelaltersgrenze in Stufen angehoben. Weitere Informationen finden Sie bei der Deutschen Rentenversicherung.

 

Wie ist das mit der Regelaltersgrenze?

 

72 Euro …

… beträgt der Jahresbeitrag im Sozialverband Schleswig-Holstein für einzelne Mitglieder. Selbstverständlich können Sie auch sechs Euro monatlich zahlen. Bei welchen Fällen und Schwierigkeiten wir helfen können, lesen Sie hier.

 

78 Wochen Krankengeld

Ihr Arbeitgeber muss nur sechs Wochen lang weiterzahlen, wenn Sie Ihren Job krankheitsbedingt nicht ausüben können. Anschließend muss Ihre Krankenkasse übernehmen, maximal 78 Wochen lang. Achtung: Die Zeit, in der Sie Lohnfortzahlung erhalten haben, zählt hier bereits mit.

 

100 Meter weit …

… fortbewegen. Das ist die maximale Strecke, die Betroffene selbstständig zurücklegen können dürfen, um in Schleswig-Holstein den gelben Parkausweis zu beantragen. Zusätzliche Voraussetzungen: ein Grad der Behinderung (GdB) von 70 und das Merkzeichen „G“.

 

Wo darf zusätzlich geparkt werden?

 

125 Euro …

… beträgt der monatliche Entlastungsbetrag der gesetzlichen Pflegekassen. Sie bekommen ihn bei Vorliegen eines Pflegegrades – allerdings nur wenn die betroffene Person zu Hause gepflegt wird. Eingesetzt werden kann der Entlastungsbetrag zum Beispiel für die Bezahlung von Tagespflege, für die Zeit zum Vorlesen oder anderen Hilfen in der Freizeit.

 

5000 Euro …

… beträgt die Grenze des „Schonvermögens“, wenn Sie Grundsicherung nach dem SGB XII beantragen müssen. Mit anderen Worten: Wenn Sie mehr angespart haben, müssten Sie einen Teil dieses Geldes zunächst verbrauchen. Mehr zum Thema, finden Sie in unseren 5 Fragen zur Grundsicherung im Alter.

 

Der Sozialverband Deutschland hilft in sozialen Angelegenheiten. Wir vertreten unsere Mitglieder bis zum Sozialgericht, unter anderem bei Auseinandersetzungen rund um das Thema Rente und Behinderung.

 

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