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Neue Hinzuverdienstgrenze in der gesetzlichen Rente ab 2023

Aktuelles Rente Behinderung Armut

6300 Euro. So hoch war bis zum Beginn der Corona-Krise die Hinzuverdienstgrenze bei Erwerbsminderungsrenten und vorgezogenen Altersrenten. Alles, was darüber lag, sorgte unter dem Strich für eine Kürzung Ihrer Rente. Doch damit soll bald Schluss sein. Denn die Bundesregierung plant eine kräftige Anhebung dieser Richtwerte.

Neue Hinzuverdienstgrenzen in der gesetzlichen Rente ab 2023

Neben der gesetzlichen Rente hinzuverdienen, ist seit jeher möglich. Und ab Erreichen der Regelaltersgrenze müssen Sie auch keine Angst davor haben, dass Sie - zumindest teilweise - umsonst arbeiten. Denn ab diesem Zeitpunkt werden sowohl Erwerbseinkommen als auch die Rente komplett ausgezahlt. Ohne dass etwas gekürzt wird.

Erhöhte Hinzuverdienstgrenze in der Corona-Krise

Doch das gilt nicht bei vorgezogenen Altersrenten oder einer Rente wegen Erwerbsminderung. Bis vor Kurzem durften Sie in diesem Fall lediglich 6300 Euro pro Jahr verdienen. Lag Ihr Einkommen darüber, sorgte das automatisch für eine Rentenkürzung.

Um während der Corona-Pandemie Personalengpässe aufzufangen, hat der Gesetzgeber bereits 2021 eine deutlich höhere Hinzuverdienstgrenze verabschiedet. Zumindest bei der vorgezogenen Altersrente. So wurden aus 6300 Euro satte 46.060 Euro.

Woher diese Zahl kommt? Hierbei handelt es sich um das 14-fache der "monatlichen Bezugsgröße". Diese wird jedes Jahr festgelegt und spiegelt das Durchschnittsentgelt in der gesetzlichen Rentenversicherung im vorvergangenen Kalenderjahr. Allerdings nur in den alten Bundesländern.

Zurück auf 6300 Euro soll es nun nicht mehr gehen. Stattdessen soll die neue Grenze auch in Zukunft Gültigkeit haben. Das bedeutet: Auch im Jahr 2023 können Sie bis zu 46.060 Euro neben Ihrer vorgezogenen Altersrente hinzuverdienen, ohne eine Kürzung befürchten zu müssen.

Für die kommenden Jahre ist dann stets das 14-fache der monatlichen Bezugsgröße maßgeblich.

Deutlich höhere Hinzuverdienstmöglichkeiten auch bei EM-Rente

Doch nicht nur in der vorgezogenen Altersrente wird es Veränderungen geben. Auch wenn Sie eine EM-Rente beziehen, können Sie in Zukunft deutlich mehr durch einen Nebenjob hinzuverdienen.

Denn bei voller Erwerbsminderungsrente gilt ab 2023 ein Wert von 3/8 dieser Zahl. Aktuell sind das 17.272,50 Euro. Also ein Vielfaches von der aktuellen Grenze von 6300 Euro. Bei der teilweisen EM-Rente dürfen Sie 2023 doppelt so viel verdienen - also 34.545 Euro.

Achtung: Selbstverständlich müssen Sie bei der Erwerbsminderungsrente immer Ihr sogenanntes "Restleistungsvermögen" auf dem Schirm haben. Das bedeutet: Mehr als 15 Stunden in der Woche dürfen Sie dauerhaft nicht arbeiten, ansonsten gefährden Sie Ihre Rentenzahlungen. Die deutlich höheren Grenzwerte werden in der Praxis also nicht für alle Rentnerinnen und Rentner eine entscheidende Rolle spielen.

Fazit

An die großzügigen Werte bei der vorgezogenen Altersrente haben wir uns mittlerweile gewöhnt - deren Verstetigung war zu erwarten. Wirklich neu sind die neuen Hinzuverdienstdeckel für die EM-Rente - insbesondere für die volle Erwerbsminderungsrente.


Kommentare (63)

  • user
    Michael R.
    am 02.10.2022

    Ich hatte geplant, da ich als besonders Langzeitversicherter ab 01.11.23 in Rente gehen kann, noch bis 30.04.24 Vollzeit zu arbeiten (dann 25 Jahre in der Firma beschäftigt), ohne vorher Rente zu beantragen. Wenn die neuen Regelungen 2023 und 2024 so greifen, wie erklärt, kann ich dann die Rente zum 01.11.2023 doch beantragen und trotzdem bis 30.04.2024 weiter voll arbeiten, ohne das ich Abzüge bei der Rente hätte?

    • user
      Christian Schultz
      am 04.10.2022

      Hallo Michael, ob sie auch in der vorgezogenen Altersrente in Ihrer Firma weiterarbeiten können, hängt von Ihrem Chef ab. Theoretisch können Sie nun ab 2023 unbegrenzt hinzuverdienen - auch in der Altersrente für besonders langjährig Versicherte. Ob das sinnvoll ist, müsste man sich natürlich im Detail anschauen.

  • user
    Evy
    am 29.09.2022

    Hallo, ich beziehe seit 2014 eine volle Erwerbsminderungsrente. Nun befinde ich mich seit Juni 22 für die nächsten 2 Jahre in einer beruflichen Reha und erlerne einen neuen Beruf. Hierfür bekomme ich weiterhin monatlich meine Rente, Übergangsgeld in Höhe von 56€, Fahrgeld in Höhe von 132€ und eine Mittagessenpauschale in Höhe von 70,30€. Wie würde es sich verhalten wenn ich nun in einem Monat, durch eine über 4 monate vorangegangene Tätigkeit 5000 € ausgezahlt bekomme? Würde dies auf 12 Monate verteilt berechnet werden und hätte es Auswirkungen auf die Rente, das Übergangsgeld, die Mittagessenpauschale oder dem Fahrgeld? Ich freue mich auf eine Rückmeldung. Viele Grüße, Evy

    • user
      Christian Schultz
      am 30.09.2022

      Hallo Evy, leider kann ich diese spezielle Frage nicht beantworten. Da sollten Sie am besten direkt bei der Deutschen Rentenversicherung nachfragen.

  • user
    Martina G.
    am 25.09.2022

    Ich bekomme seit 2016 nach langem Kampf mit der Rentenversicherung die volle Erwerbsminderungsrente. Diese war befristet und wurde dieses Jahr entfristet. Daraufhin bin ich bei meinem letzten Arbeitgeber (von vor der EM-Rente) ausgeschieden und bekam im Frühjahr Urlaub von 2020, 2021 und anteilig 2022 ausgezahlt. Nun wurde meine EM-Rente wegen Überschreitung der 6300 € Hinzuverdienstgrenze gekürzt. Und jetzt wird ab 2023 diese Grenze angehoben aufgrund von Corona etc. Aber das hätte man eigentlich schon ab 2021 machen sollen. Es ist doch ungerecht, zumal Corona und die Auswirkungen ja nicht erst ab 2023 spürbar sind. Natürlich sehe ich das nicht ganz uneigennützig. Mir bleibt von meinem Urlaubsgeld, auf was ich eigentlich Anspruch habe, nach Steuer und RV-Kürzung fast nichts übrig.

  • user
    Rainer Götze
    am 20.09.2022

    Ich bin ab den 01.07.22 Altersrentner für Schwerbehinderte, wieviel Geld darf ich dazu verdienen ohne Abzug von meiner Rente.

    • user
      Christian Schultz
      am 20.09.2022

      In diesem Jahr bis zu 46.060 Euro. Ab 2023 gibt es dann keine Begrenzung mehr, da hat es wieder eine Änderung zum ersten Gesetzentwurf gegeben.

  • user
    Frank
    am 15.09.2022

    Hallo, als Folge einer Long-Covid-Erkrankung soll ich zu 100% Erwerbsminderungsrente bekommen. Mit der Gesetzesänderung steigen auch die Hinzuverdienstmöglichkeiten, was natürlich prima ist. Meine Frage: Muss der Hinzuverdienst zwingend aus einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis stammen oder darf ich auch Einkünfte aus einer bereits seit langem praktizierten (nebenberuflichen) freiberuflichen Tätigkeit erzielen?

    • user
      Christian Schultz
      am 16.09.2022

      Hallo Frank, das geht natürlich auch bei einer selbstständigen oder freiberuflichen Tätigkeit.

      • user
        Rainer Götze
        am 26.09.2022

        Vielen Dank

  • user
    Henning
    am 09.09.2022

    Ich arbeite mit der vollen EU Rente noch 13 Std. /Woche um meinen Lebensunterhalt zu sichern und einen Sinn im Leben zu haben.

    Kann man die EU Rente auch in eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung umwandeln ?

    Falls der RV etwas nicht gefallen würde wegen Arbeitszeiten/Hinzuverdienst, würde sie dann die volle EU Rente in eine teilweise EU Rente umwandeln, oder wird ganz plötzlich der Rentenanspruch total entfallen?

    Danke, Henning.

    • user
      Christian Schultz
      am 12.09.2022

      Eine Rente wegen voller in eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung umzuwandeln: Das ist theoretisch möglich. Die Entscheidung hängt aber an Ihrem sogenannten "Restleistungsvermögen" - also der Anzahl von Stunden, die Sie pro Tag arbeiten können.

      • user
        Henning
        am 14.09.2022

        Danke.

    • user
      Henning
      am 14.09.2022

      Prüft die RV durch einen Medizinischen Dienst/Begutachtung, ob die Rente wegen voller Erwerbs-Minderung in eine Rente wegen Teil Erwerbsminderung umgewandelt wird? Oder machen die es so ohne Med. Dienst?

      Danke,

      Henning.

      • user
        Christian Schultz
        am 15.09.2022

        Das ist unterschiedlich, häufig werden Sie aber zu einem Gutachter-Termin eingeladen.

  • user
    Edgar
    am 07.09.2022

    Wird die Zuverdienstgrenze für die vorgezogene Altersrente nun ab 2023 komplett abgeschafft?

    • user
      Christian Schultz
      am 12.09.2022

      Nein, wie im Beitrag beschrieben. Neue Hinzuverdienstgrenze wird dann die Bezugsgröße sein - aktuell also 46.060 Euro pro Jahr.

      • user
        Kevin
        am 14.09.2022

        Falsch!

        Im Gesetzesentwurf vom 30.08.22 wird angegeben dass die Hinzuverdienstgrenze komplett entfällt.

        Der entsprechende Teil des Paragraph 34 soll komplett entfallen.

  • user
    Carsten Theile
    am 05.09.2022

    Guten Tag, ich beziehe seit 15 Jahren die volle Erwerbsunfähigkeitsrente. Darüber hinaus habe ich mit Grundsicherung "aufgestockt". Wie sieht das jetzt zum 01.01.23 aus? Im Internet finde ich nur eine sehr waage Auskunft.

    "Abgewandelte, vereinfachte Voraussetzungen gelten für Personen, die sich im gesetzlichen Rentenalter befinden oder absehbar für mehr als sechs Monate erwerbsunfähig sind."

    Was heißt das jetzt konkret? Bekomme ich mehr Geld? Muss ich irgendwo einen Antrag stellen?

    Vielen Dank für ihre Mühe.

    • user
      Christian Schultz
      am 05.09.2022

      Hallo Carsten, Anspruch auf Grundsicherung werden Sie voraussichtlich auch weiterhin haben. Wobei hier mit dem Bürgergeld eine weitere Neuerung auf uns wartet, da müssen wir mal schauen. Stand heute müssen Sie jedoch nichts veranlassen.

  • user
    Jan
    am 01.09.2022

    Darf ich als Rentner mit voller Erwerbsminderung im jahre 2023 mehr als 9 stunden wöchentlich arbeiten...wenn das neue gesetz beschlossen wird?

    • user
      Christian Schultz
      am 01.09.2022

      Nein, nur die Hinzuverdienstgrenze steigt. Bei voller EM-Rente dürfen Sie ja gar nicht mehr als drei Stunden am Tag arbeiten.

    • user
      Tina
      am 01.09.2022

      bei voller Erwerbsminderung "unter 15 Stunden wöchentlich"

  • user
    Conny Franke
    am 01.09.2022

    Ich gehe am 01.08.2023 in vorgezogene Altersrente (63+14 Monate). Kann ich dann also rein theoretisch 46.060 € hinzuverdienen?

    Ich würde noch weiter arbeiten wenn das so wäre. Könnte das ja dann meinem Arbeitgeber mitteilen. Ist das schon Gesetz oder kommt das noch?

    • user
      Christian Schultz
      am 01.09.2022

      Hallo Conny, bisher handelt es sich nur um einen Referentenentwurf, das Gesetz ist noch nicht durch. Aber wenn alles so kommt, dann dürfen Sie nächstes Jahr 46.060 Euro zur Rente hinzuverdienen.

      • user
        Ursula Köhne
        am 12.09.2022

        Zum Beispiel.

        Ist man in Altersrente also 65 + 6 mon. Und verdient 1100 eur. Und hat eine Rente von 1100 Euro

        Werden bei der Steuererklärung beides zusammen gelegt und hat eine steuernachzahlung bei den 22000 eur. Verstehe ich das richtig

        Bis jetzt mußte ich immer ca. 800 Euro Steuer nachzahlen

        • user
          Christian Schultz
          am 14.09.2022

          Das mit der Steuer können wir leider nicht beantworten. Als SoVD dürfen wir dazu nicht beraten.

    • user
      Kochloeffel
      am 05.09.2022

      Guten Tag , wie ist die neue Regelung für 2023 für diejenigen die Witwenrente beziehen und eigene Rente erhalten . Bin seit 2019 in Rente wegen Schwerbehinderung . Danke

      • user
        Christian Schultz
        am 06.09.2022

        Da liegt uns zurzeit nichts über eine Änderung vor.

  • user
    Linda
    am 01.09.2022

    Hallo

    Ich erfülle alle Anforderungen am 01.01.2023 in Rente zu gehen würde dann aber normal weiter arbeiten und könnte dann wann ich will aufhören und Abschläge mit einer Einmalzahlung ausgleichen. Sowie ich das verstehe hätte ich dann keine Abschläge zu erwarten da ich ja weiter Rentenbeiträge zahle und den Rest mit einer Einmalzahlung ausgleiche.

    Ist das so? Es hört sich einfach zu gut an wo ist der Hacken.

    Schönen Tag noch Grüße Linda

    • user
      Erwin Bollien
      am 05.09.2022

      Hallo Linda,

      ich habe mich im vergangen Jahr über die Einmalzahlung informiert. Mir wurde vom Versicherungsältesten mitgeteilt, dass man für 5,- € mehr Rente im Monat = 1000,- € Einmalzahlung leisten müsste. Da bin ich der Meinung, dass man das Geld lieber auf dem eigenen Konto lassen sollte und solange weiterarbeiten, bis die Abschläge wegfallen. Wenn man nämlich nur z. B. 3 Jahre Rente bezieht und dann stirbt, ist das ganze Geld weg. So haben die Hinterbliebenen wenigstens noch was davon.

  • user
    Vera Freudig
    am 30.08.2022

    Guten Tag, ich beziehe volle EM Rente und habe einen Minijob - 450€.

    Wenn die Grenze erhöht wird, falle ich dann in die SV Bzw. Steuerpflicht?

    Danke für die Info

    • user
      Christian Schultz
      am 30.08.2022

      Hallo Vera, das hat mit der Erhöhung der Hinzuverdienstgrenzen nichts zu tun.

  • user
    Darko
    am 30.08.2022

    Ich soll anfang nächstes jahr eine ewerbsminderungs rente voll kriegen habe 50% schwerbehinderung,kann ich dann wen das neue gesetz durch ist 17000 euro im jahr dazu verdienen.?

    • user
      Christian Schultz
      am 30.08.2022

      Wenn Sie so viel Geld innerhalb von drei Stunden täglich verdienen können, wäre das möglich.

      • user
        Frank
        am 28.09.2022

        Hallo. Na, ich dachte ich bin blöd schon... EU Rentner sollen oder dürfen mehr verdienen... Aber nicht mehr als 3 Stunden... lach... Stundenlohn von mehreren hundert Euro...Das bekommt ja nochnicht mal im horizontalen Gewerbe... oder kapier ich nun garnichts mehr.. Bin seit 15 Jahren in EU Rente..Habe nie dazuverdient. Allerdings jetzt bekomme ich auch Schnappatmung bei den Preisen....Jetzt noch mal für dumme... Wieviel darf ich dazuverdienen bei Mindeslohn?

        Liebe Grüße Frank

        • user
          Christian Schultz
          am 29.09.2022

          Aktuell 6300 Euro pro Jahr. Das ist in etwa im Rahmen des Minijobs. Ab 2023 dann rund 17.000 Euro.

  • user
    Matti Knido
    am 29.08.2022

    Die geänderte Regelung ist für EU Rentner weniger relevant.

    Maximale Arbeitszeiten von 15 Stunden pro Woche, davon maximal 3 Stunden täglich sind die Bedingungen der DRV.

    Das sind selbst bei Mindeststundenlohn nur ca 750 Eur im Monat. Aber immerhin sind 300 Eur mehr möglich, als nach der alten Regelung.

    Wenn es gesundheitlich möglich ist, kann man das natürlich machen. Aber es ist schon bedenklich, wenn man aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr erwerbsfähig ist und dennoch wieder beruflich einsteigen will um ein Teilzeit Gehalt zu beziehen. Das ist nicht der Grundgedanke einer Erwerbstätigkeitsrente.

    • user
      Ralle Matten
      am 01.09.2022

      Zusätzlich können aber auch Betrieblich Steuerfreie Leistungen hinzukommen. Zbspl. Nachtarbeitszuschlag (max25%). Und in Zukunft kann es zu dem Anpassungen auf Betriebliche Sozial - oder Geldwert Vorteile geben.

  • user
    Ralf kunkel
    am 29.08.2022

    Hallo,

    Wie soll es ab 2024. Was ist da die Berechnungsgrundlage, bzw. Woraus ergibt die sich?

    Herzlichen Dank im voraus für die Antwort.

    • user
      Christian Schultz
      am 30.08.2022

      Da wird dann die im Text genannte Bezugsgröße genommen. Das wird sich in einem ähnlichen Bereich wie aktuell bewegen.

  • user
    Diana G.
    am 29.08.2022

    Thema Hinzuverdienst 2023, wie verhält sich das bei einer Schwerbehindertenrente mit 10,8 % Abzug ?

    Beste Grüße !

    • user
      Christian Schultz
      am 29.08.2022

      Auch da können Sie dann aktuell bis zu 46.060 Euro hinzuverdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird.

  • user
    Isaak Wall
    am 28.08.2022

    Hallo, ich muss noch zwei Jahre arbeiten bis zur Vollrente. Wie sage ich das meinem Arbeitgeber das ich vorzeitig in Rente gehen will und vorhabe weiter zu arbeiten. Mein Arbeitsvertrag läuft noch bis 2024.

    • user
      Christian Schultz
      am 29.08.2022

      Einfach ansprechen. Die meisten Arbeitgeber sind hier sehr entgegenkommend.

  • user
    andreas
    am 27.08.2022

    Hallo, eine individuelle Hinzuverdienstgrenze durch eine starre Regelung von 6/8 zu ersetzen bedeutet für Bezieher einer teilweisen Erwerbsminderungsrente, die vorher als Facharbeiter ein gutes Einkommen erzielt haben, eine deutliche Minderung der Einkünfte und dass unter dem Zeichen "einer deutlichen Verbesserung der Einkommenssituation für Rentner durch dieses Gesetz zu erreichen" Bei mir macht das einige Hundert Euro aus. Kann man dagegen etwas unternehmen?

    • user
      Christian Schultz
      am 29.08.2022

      Das Gesetz befindet sich noch im Anhörungsverfahren, da kann es also noch Nachbesserungen geben.

    • user
      Frank
      am 10.09.2022

      "eine individuelle Hinzuverdienstgrenze durch eine starre Regelung von 6/8 zu ersetzen"

      Das ist falsch, woher stammt der Quatsch?

  • user
    Nina Eaves
    am 27.08.2022

    Wer Erwerbsminderungsrente und Grundsicherung bezieht,hat am Ende genauso wenig wie jetzt auch,wird ja beim Amt alles angerechnet und die Grundsicherung gekürzt.

    Als im Juni'22 die Erwerbsminderungsrente erhöht wurden,wurde mir die Grundsicherung gekürzt. Somit hab ich genauso viel wie vorher. Hatte mich auch auf die Erhöhung der Rente gefreut und gedacht,hat man etwas mehr Geld zur Verfügung,aber Pustekuchen!!!

  • user
    Heike
    am 26.08.2022

    ..ich revidiere mich bezüglich der Hinzuverdienstgrenze 2022. Die Zahl steht nicht expliziert unter dem Punkt vorzeitigen Altersrente, sondern im allg. Teil darüber. Das ist wohl etwas unglücklich abgebildet und für mich missverständlich..

    Hier der Auszug dazu:

    Hinzuverdienstgrenzen

    Vorübergehende Erhöhung der Verdienstgrenze bei Altersrenten

    Für die Jahre 2021 und 2022 liegt die Verdienstgrenze bei vorgezogenen Altersrenten bei 46.060 Euro. Rentnerinnen und Rentner können daher bis zu 46.060 Euro im Kalenderjahr zu ihrer Rente hinzuverdienen, ohne dass diese gekürzt wird. Die Erhöhung der Verdienstgrenzen soll Personalengpässe entgegenwirken, die durch die Corona-Pandemie entstanden sind. Ab 2023 gilt voraussichtlich wieder die ursprüngliche Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro pro Kalenderjahr.

    Die Erhöhung der Verdienstgrenzen gilt nicht für Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten.

    Hinzuverdienstgrenzen bei vorzeitigen Altersrenten

    Für Altersrente, die in voller Höhe gezahlt werden sollen, gilt die Hinzuverdienstgrenze von 6.300,00 Euro pro Jahr. Diese Grenze gilt bundeseinheitlich.

    Überschreiten der Hinzuverdienst diese Grenze, wird ein Zwölftel des Betrags, der über die 6.300,00 Euro hinausgeht, zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet.

  • user
    Niniane
    am 25.08.2022

    Die Antwort auf die nicht gezahlte Energiepauschale für Rentner…. Lass sie doch einfach wieder mehr arbeiten gehen.

  • user
    Kerstin
    am 25.08.2022

    Und nicht nur die Dollarzeichen in den Augen haben. Ein voller Erwerbsminderungsrentner darf trotzdem nur unter 3 Stunden am Tag arbeiten.

    Das wäre ein ganz schöner Stundenlohn ???? Nicht, dass dann die Rente futsch ist, wenn man den Rahmen ausschöpfen will.

    • user
      Frank
      am 10.09.2022

      24,80 Eur, was ab Techniker nicht selten ist.

  • user
    Susanne
    am 25.08.2022

    Wie sieht es aus für Voll Erwerbsgeminderte in Grundsicherung?

    Minijob ist ja so, das aktuell nur 36€ bei 450€ Job behalten werden darf?

    Immerhin musste ich all mein Erspartes verlieren als Single und bin in komplett Armut.

    Bin in der der härtesten Gesetztgebung von 2001-2013 gefallen

    .

    Darf ich jemals wieder finanziell auf die Beine kommen dùrfen?

  • user
    Astrid Diana Triesch
    am 25.08.2022

    Hallo,

    nachdem ich meine ET-Whg. Im 2. OG. gegen eine behinderten- und altersgerechte Immobilie Wechsel musste, würde ich gerne auch die Pflasterung alters- und behindertengerecht anlegen, um mit Gehilfen, Rollator oder Rollstuhl befahrbar zu sein. Die Gemeinde sieht allerdings nur Rasenfugenpflaster, Mindestfugenabstand 1,5 cm, Rasengittersteine, Schotterrasen, wassergebundene Decken oder Kieselbelag als zulässig vor.

    Mir wäre ein Aussenbodenbelag wichtig, der gefahrlos befahren und begangen werden kann und keine Rillen/Dellen, Löcher, Mulden sowie andere Stolperfallen hinterlässt.

    Durch meine rheumatische Erkrankung und meinen Diabetis Typ1 möchte ich natürlich so lang wie möglich in meinem neuen behindertengerechten Zuhause - zurzeit nur im Innenbereich - so lange wie möglich verbringen.

    Vielleicht können Sie mir helfen und einen Rat geben, wie ich weiter verfahren soll. Ich freue mich sehr auf Ihr Feedback.

    Vielen Dank und beste Grüße

    A.D.

    • user
      Christian Schultz
      am 26.08.2022

      Hallo Astrid, da können wir leider nicht explizit beraten. Wenden Sie sich am besten an den Pflegestützpunkt in Ihrer Stadt bzw. in Ihrem Landkreis. Die können häufig auch bei so etwas helfen - oder zumindest einen geeigneten Ansprechpartner vermitteln.

  • user
    Konradowski, Klaus
    am 25.08.2022

    Es ergeben sich weitere Fragen bezüglich Hinzuverdienstgrenzen, so z.B. bei Einkommensanrechnungen für Hinterbliebenenrenten, Renten von der Berufsgenossenschaft bei Ermittlung des Grenzwertes usw.

    Da müsssten m.E. auch die Grenzen angehoben werden, um Ungleichheiten zu vermeiden oder?

    • user
      Christian Schultz
      am 25.08.2022

      Ich kann Ihr Argument verstehen. Im dem genannten Referentenentwurf werden diese Rentenarten allerdings nicht thematisiert.

  • user
    Martina
    am 23.08.2022

    Eine wirklich erfreuliche Nachricht. Allerdings finde ich dazu nichts auf den Seiten der Deutschen Rentenversicherung. Deshalb bin ich diesbezüglich etwas irritiert.

    • user
      Christian Schultz
      am 23.08.2022

      Es handelt sich bisher nur um den Referentenentwurf - das Vorhaben ist aber auch im Koalitionsvertrag genannt. Daher ist davon auszugehen, dass das Gesetz so verabschiedet wird: https://www.sovd.de/sozialpolitik/stellungnahmen/meldungen/referentenentwurf-aenderung-hinzuverdienstgrenzen

      • user
        Heike
        am 26.08.2022

        Guten Tag, ich stimme Martina zu. Auch für 2022 steht davon nichts. Selbst in meiner Rentauskunft Anfang des Jahres stand 6.300 €. Die Dame am Servicetelefon gab auch nur die Auskunft, das sie für die Webseite nicht zuständig sei und ich eben tiefer in die Materie eindringen solle. Ich bin weiterhin irritiert.

        Von der neuen Grenze habe ich durch Zufall über die Stiftung Warentest und jetzt über Ihren Newslette erfahren.

        Danke dafür!

        P.S. Das Wissen über die neue Grenze hat maßgeblich zu meinem Entschluss, Rente zu beantragen, beigetragen.

        • user
          arnold dimmer
          am 15.09.2022

          " Ich bin weiterhin irritiert"

          Ich auch, einfach den Beitrag nochmal langsam lesen, nachdenken & evtl dann verstehen ..... ):

          Das Gesagte ist in "Planung", natürlich steht richtigerweise noch nichts davon in ihren Bescheiden bzw.

          bei der DRV. Ihr Schreiben ist ein Rentenbescheid und kein Horoskop..... -kopf schüttel...- :(

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