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Rente mit Behinderung oder nach 45 Jahren - was ist besser?

Aktuelles Rente Behinderung

Regelmäßige Leser unseres Blog wissen es bereits: Mit aktuellem Schwerbehindertenausweis oder 45 Jahren einer bestimmten Wartezeit bekommen Sie Ihre Altersrente zwei Jahre früher. Und zwar ohne Abschläge. Doch was ist, wenn Sie beide Voraussetzungen erfüllen? Für welche Variante sollten Sie sich entscheiden?

Rente mit Behinderung oder nach 45 Jahren Wartezeit - was ist besser?

Rund die Hälfte aller Deutschen ist im Jahr 2020 deutlich vor dem gesetzlichen Rentenalter in den Ruhestand eingestiegen. Mit 63 oder sogar noch früher. Möglich machen das die verschiedenen Formen der vorgezogenen Altersrente. Wenn Sie ganz allgemeine Informationen über dieses Thema wünschen, empfehlen wir Ihnen dieses Video hier:

Ganz ohne finanzielle Abzüge kommen Sie jedoch nur über zwei Wege in die Altersrente. Mit aktuellem Schwerbehindertenausweis oder nach Komplettierung von 45 Versicherungsjahren. In beiden Fällen steht Ihnen dann die Option offen, genau zwei Jahre vor der sogenannten "Regelaltersgrenze" eine Rente ohne Abschläge zu beziehen.

Schwerbehinderung oder 45-jährige Wartezeit: Was ist besser?

Nehmen wir aber an, Sie haben die Qual der Wahl. Sie verfügen nicht nur über eine anerkannte Schwerbehinderung, sondern darüber hinaus auch über 45 Versicherungsjahre in der Deutschen Rentenversicherung. Wäre eine der beiden Rentenarten höher als die andere? Gibt es klare Kriterien, nach denen Sie sich für eine der beiden Varianten entscheiden sollten?

Zwei wichtige Botschaften:

  1. Beide Rentenarten sind gleich viel wert.
  2. Sie haben gar keine Wahl. Im Gesetz ist klar geregelt, welche Rentenart Sie bekommen.

Zu Punkt 1: Die Höhe Ihrer Rente richtet sich maßgeblich nach der Anzahl Ihrer erreichten Entgeltpunkte und der Frage, ob Sie Abzüge hinnehmen müssen. Abschläge gibt es in unserem Fall keine. Und die Anzahl der Entgeltpunkte ist ebenfalls identisch. Denn diese entstehen ja über die Jahre hinweg durch Ihre Rentenbeiträge. Mehr dazu in unserem Beitrag über die Rentenformel.

Und zu Punkt 2: Wenn sowohl die Rente für schwerbehinderte Menschen als auch die für besonders langjährig Versicherte möglich ist - dann erfolgt die Auswahl nach § 89 SGB VI. Hier ist die Reihenfolge klar geregelt. In unserem Fall käme also unausweichlich die Rente mit Schwerbehindertenausweis zum Zuge.

Fazit

Wer ohne Abschlag in Rente will und gleichzeitig den SB-Ausweis sowie 45 Versicherungsjahre hat, der erhält die Altersrente für schwerbehinderte Menschen. Dieser Sachverhalt ist im Sozialrecht ganz klar geregelt.

Kommentare (4)

  • Rudolf Selent
    Rudolf Selent
    am 18.12.2021
    Hallo, wie ist das denn, wenn ich vor Erreichen der 45 Jahre ab 14 Monate vorher Arbeitslosengeld beziehe und eine Schwerbehinderung GdB 100 habe?
  • Schneider
    Schneider
    vor 3 Wochen
    Sehr geehrte
    Ich werde in April 2022 Jahre
    60 Jahre alt.
    Ich habe SB 50 Grad
    Habe 8 Arbetszeit
    Nach diese Zeit war 5 Jahre Selbstständig und habe kein Rentenversicherung bezahlt.
    Dann habe in andere Firma gearbeitet und wurde gesetzlich Sozialversichert 4 Monate
    Krankenkasse wollen nicht Krankengeld zahlen und es ist jetzt auf Gericht
    Meine Frage wäre ob ich Rente bekommen kann
    Mit freundlichen Grüßen
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      vor 2 Wochen
      Hallo, dazu müssten Sie einen Blick in Ihre Rentenauskunft werfen. Oder Sie fragen einfach bei der Deutschen Rentenversicherung nach.

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