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Kann meine Altersrente niedriger sein als meine Erwerbsminderungsrente?

3 Fragen zur Erwerbsminderungsrente beim Wechsel in die Altersrente


Fragen zur Erwerbsminderungsrente sind für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Sozialberatung Tagesgeschäft. Viele unserer Mitglieder sind aus gesundheitlichen Gründen auf Krankengeld angewiesen oder streben eine Erwerbsminderungsrente an. Beim Wechsel in die Altersrente stellen wir in vielen Gesprächen immer wieder Unklarheiten fest. Aus diesem Grund lesen Sie hier eine Zusammenstellung der wichtigsten Fragen und Antworten.

 

Drei Fragen zur Erwerbsminderungsrente beim Wechsel in die Altersrente

 

1. Muss ich einen Antrag auf Altersrente stellen, wenn ich bereits Erwerbsminderungsrente erhalte?

Definitiv. Bei der gesetzlichen Rentenversicherung geht nichts ohne Antrag. Egal ob Sie zur Regelaltersgrenze in die Altersrente wechseln oder eine Altersrente für schwerbehinderte Menschen in Anspruch nehmen möchten – wir empfehlen Ihnen, rund drei bis sechs Monate vor dem beabsichtigten Sprung einen Antrag bei Ihrem Rententräger zu stellen.

 

2. Kann es passieren, dass meine Altersrente geringer ausfällt als meine Erwerbsminderungsrente?

Nein, nicht wenn beide Renten nahtlos ineinander übergeben. In diesem Fall gilt ein Bestandsschutz. Dieser bewirkt, dass Ihre Altersrente nicht geringer sein kann als Ihre zuvor bezogene Erwerbsminderungsrente.


Bitte beachten Sie: Erfolgt der Wechsel von der Erwerbsminderungs- in die Altersrente ohne Unterbrechung, werden Abschläge auch auf die Altersrente übertragen.


Ein Beispiel: Karl-Heinz D. aus Uetersen bekommt seit über zehn Jahren eine Erwerbsminderungsrente. Seinen Schwerbehindertenausweis hat er ebenfalls in dieser Zeit beantragt. Nun möchte Karl-Heinz die Altersrente für schwerbehinderte Menschen beantragen. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass Betroffene mit einem Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 ohne Abschläge zwei Jahre vor Erreichen der Regelaltersgrenze in Rente gehen können. Karl-Heinz müsste auf seine Erwerbsminderungsrente allerdings Abschläge in Höhe von 10,8 Prozent hinnehmen. Geht er nun nahtlos von der Erwerbsminderungs- in die Altersrente, werden diese Abschläge auch die Altersrente reduzieren.


Es kann Situationen geben, in denen Sie sich diese Abschläge ersparen können. Falls Ihre Erwerbsminderungsrente befristet ist und möglicherweise einige Monate vor dem geplanten Wechsel in die Altersrente ausläuft – dann müssen Sie eine wichtige Entscheidung treffen.


Frank Wähling, Rechtsschutzsekretär beim SoVD Schleswig-Holstein: „Lassen Sie sich von der Rentenversicherung ausrechnen, wie hoch Ihre Altersrente wäre, wenn Sie unmittelbar aus der Erwerbsminderungsrente kommen. Es kann sinnvoll sein, einige Monate anderweitig zu überbrücken und dann ohne Abschläge in die Altersrente zu gehen. Das geht natürlich nur, wenn die finanzielle Lücke in diesem Zeitraum mit einem anderen Einkommen ausgeglichen werden kann – zum Beispiel mit dem Gehalt oder der Rente des Lebenspartners.“

 

„Endlich mal eine gute Nachricht: Die Altersrente kann nicht kleiner sein als die Erwerbsminderungsrente!“ – via GIPHY

 

3. Angenommen, ich beziehe zurzeit eine Erwerbsminderungsrente und habe einen Minijob. Darf ich dann in der Altersrente unbegrenzt hinzuverdienen?

Wenn Sie zur Regelaltersgrenze in die Altersrente gehen, gilt dies uneingeschränkt. Anders verhält es sich, wenn Sie eine vorgezogene Art der Altersrente wählen. Nehmen Sie die Altersrente für schwerbehinderte Menschen in Anspruch, achten Sie bitte weiterhin auf Ihre individuellen Hinzuverdienstgrenzen – und zwar bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze.  „Generell ist es unbedenklich, einen Minijob auszuüben“, so Frank Wähling vom Sozialverband Schleswig-Holstein. „Wer mehr als 450 Euro im Monat verdienen will, sollte sich unbedingt vorher beim Rententräger absichern. Hier kann man Ihnen Ihre persönliche Hinzuverdienstgrenze mitteilen.“

 

Früher in Rente - ohne Abschläge. Wie Sie schon deutlich vor 63 Ihren Ruhestand antreten können

  • Was ist beim Übergang von der Erwerbsminderungs- in eine vorgezogene Altersrente zu beachten?
  • Welche Wartezeiten Sie sich bei der Altersrente für besonders langjährig Versicherte auf jeden Fall genauer anschauen sollten
  • Wie wirken sich Krankengeld oder Arbeitslosengeld unmittelbar vor der vorgezogenen Altersrente aus?

Das und vieles mehr erfahren Sie in meinem kompakten Ratgeber „Früher in Rente – ohne Abschläge. Wie Sie schon deutlich vor 63 Ihren Ruhestand antreten können


Der Sozialverband Schleswig-Holstein hilft in sozialen Fragen. Wir vertreten unsere Mitglieder bis zum Sozialgericht, zum Beispiel bei Problemen mit der Erwerbsminderungsrente oder dem Behindertenausweis.


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3 Gedanken zu „Kann meine Altersrente niedriger sein als meine Erwerbsminderungsrente?

  1. Wurde vom Jobcenter zum Psychiatrischen Dienst genötigt und zum ungewollten Rentenantrag bei der LVA Karlsruhe bedrängt.
    Sachbearbeiter des Jobcenter PFORZHEIM drangsalieren mit Hilfe von dreisten Ärzten nach Sektenmanier mich u. Meine Familie in die Spirale der totalen Erniedrigung, Zersetzung u. perversester Geschmacklosigkeit.
    Habe 1500 Bewerbungen geschrieben, keine Chance auf adäquaten Job da wir in PFORZHEIM derartig abgewertet werden. Ich bin von Beruf Podologin u. Hotelfachfrau. Aufgrund Opfer von Gewalt, wo mir durch einen abartigen verrohten Arzt aus Tübingen das Rechte Handgelenk abgedreht wurde, kann ich infolge dieser Beeinträchtigung nicht 100% meine Fußpatienten behandeln.
    Hiesige Podologen Praxen in PFORZHEIM geben mir nicht die Möglichkeit in meinem examinierten Beruf zu arbeiten. Geschweige Ärzte u. Chirurgen, dieses kaputte Handgelenk endlich zu operieren.
    Ich werde hier in Baden-Württemberg regelrecht von Ärzten u. Gutachtern immer wieder sexuell diffamierend beleidigt und angegriffen. Diesmal ist mir der Kragen so geplatzt, dass ich mich verbal überrannt habe. Für mich bleibt jetzt nur noch der Weg zu einem Rechtsanwalt, leider nicht damit zu rechnen dass ich einen seriösen Rechtsbeistand hier erwarten kann.
    Gleiche Probleme hat auch mein Sohn schon gemacht, erst mit mehreren Anwälten und mehreren Instanzen vor den Sozialgericht wurde er rehabilitiert.
    Was sich in PFORZHEIM gegen meine Person u. Familie abspielt sind skandalöse Machtspiele von dreisten Ärzten und Behörden.
    Ich bin kein Einzelfall, es betrifft mittlerweile mehre Arbeitslose Menschen in dieser Stadt. Insbesondere uns Montagsdemonstranten gegen diese Willkür von Hartz Gesetzen u. Kirchenaustretern. Was sich hier abspielt ist blamabel, menschenverachtend u. unterste Schublade von Behörden und Gerichten.

    Gruß Stephanie Walter

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