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Kann die Krankenkasse mich zur Reha zwingen?

Behinderung Armut Gesundheit

Maximal 78 Wochen lang gibt es in Deutschland Krankengeld. Für die Betroffenen eine harte Zeit, denn am Ende des Monats fehlen mindestens zehn Prozent des gewohnten Netto-Gehalts. Doch wer auf Krankengeld angewiesen ist, muss in vielen Fällen nicht nur finanziell einiges durchmachen.

In der Sozialberatung des SoVD berichten unsere Mitglieder regelmäßig über ihre Erfahrungen mit Mitarbeitern der Krankenkasse. Von regelrechtem Telefonterror ist da beispielsweise die Rede – anfangs noch in freundlichem Tonfall, später immer fordernder. Was steckt dahinter, dass gesetzliche Krankenversicherungen immer öfter mit derart harten Bandagen kämpfen? Und dürfen die das eigentlich?

Krankengeld: Was darf die Krankenkasse?

Wer schon einmal längere Zeit krank war, hat vielleicht schon selbst erlebt, wie fürsorglich die Krankenkasse plötzlich werden kann. Zu Beginn erkundigt sich die freundliche Mitarbeiterin vielleicht nur nach dem allgemeinen Befinden. Nicht viel später kommen dann oftmals gefährliche Ratschläge dazu: Ob es bei solch einer ernsten Erkrankung nicht sinnvoller wäre, den stressigen Job ganz hinter sich zu lassen und Arbeitslosengeld zu beantragen? Falls so etwas bei Ihnen der Fall ist, lesen Sie bitte sofort unseren Beitrag „Die Maschen der Krankenkassen“.

Die Kassen wirken hier in einer rechtlichen Grauzone. Es ist ihnen nicht verboten, ihre Versicherten zu kontaktieren. Auch Hinweise, wie es weitergehen könnte, dürfen sie geben. Umso wichtiger ist es, dass Sie als Betroffener Ihre Rechte kennen. Und an dieser Stelle muss man ganz klar festhalten: Die Krankenkasse darf Ihnen in keinem Fall diktieren, Ihren Arbeitsvertrag zu kündigen.

Anders verhält es sich beim Thema Reha. Durch den politisch gewollten Wettbewerb unter den Krankenkassen, hat Ihre Versicherung kein Interesse daran, über einen längeren Zeitraum Krankengeld zu zahlen. Einfach deshalb weil das sehr teuer ist. Vor diesem Hintergrund steht Ihrer Krankenversicherung ein völlig legitimes Instrument zur Verfügung, um Sie mittelfristig loszuwerden: Sie können aufgefordert werden, eine Reha zu beantragen.

Über die Reha aus dem Krankengeld

Wenn man bei Ihrer Krankenversicherung die Ansicht vertritt, dass Sie nicht mehr arbeitsfähig sind und eigentlich in die Erwerbsminderungsrente gehören, darf man Sie in die Reha schicken. Genauer gesagt, wird die Krankenkasse Sie auffordern, selbst einen Antrag zu stellen. Wenn Sie einen Brief mit diesem Inhalt erhalten, bleibt Ihnen ein Zeitfenster von zehn Wochen. Stellen Sie nun keinen Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben – so der offizielle, etwas sperrige Name einer Reha – wird die Kasse das Krankengeld nach Ablauf der 10-Wochen-Frist einstellen.

Diese oft als „Gestaltungsrecht“ bezeichnete Maßnahme ist völlig rechtens. Ihre Krankenkasse darf Sie zur Reha zwingen. Selbstverständlich haben Sie immer die Möglichkeit, den Bescheid einer Sozialbehörde mithilfe eines Widerspruchs anzufechten. Aber im Grundsatz ist es das Recht der Krankenversicherung, Ihre Erwerbsfähigkeit durch die Reha überprüfen zu lassen.

Wieso schickt die Kasse Sie überhaupt in die Reha? Nun, im Rahmen dieser meist dreiwöchigen Maßnahme wird evaluiert, ob Sie dem Arbeitsmarkt gesundheitlich überhaupt noch gewachsen sind. Falls die Gutachter im Rahmen der Reha zu dem Ergebnis kommen, dass Sie weniger als drei Stunden am Tag arbeiten können – unabhängig von Ihrem aktuellen Job und voraussichtlich für länger als sechs Monate – dann wird Ihr Reha-Antrag in einen Antrag zur Erwerbsminderungsrente umgewandelt. Mit dem Ergebnis, dass die Kasse kein Krankengeld mehr zahlen muss.

Wie soll ich mich verhalten, wenn die Krankenversicherung mich in die Reha schicken will?

Noch einmal: Wenn die Kasse der Meinung ist, Ihre Arbeitsfähigkeit müsse in der Reha überprüft werden, können Sie sich dem nicht grundsätzlich entziehen. Anders als beim vermeintlich gut gemeinten Ratschlag, den Job zu kündigen und Arbeitslosengeld zu beantragen – hierauf sollten Sie sich niemals einlassen. Bei der Reha müssen Sie mitspielen.

https://www.youtube.com/watch?v=QpQXscQYgMY&feature=youtu.be

An dieser Stelle ist es ratsam, den Wunsch der Krankenversicherung ins Verhältnis zu setzen. Nach Eingang des Briefes haben Sie zehn Wochen Zeit, einen Antrag zu stellen. Nichts hindert Sie daran, diese Frist bis zum Schluss auszureizen. Schon sind wieder mehr als zwei Monate ins Land gezogen, in denen Ihr Krankengeld weiterläuft. Wenn Sie dann immer noch nicht gesund sind, stellen Sie den Antrag bei der Rentenversicherung.

Ihre Reha wird im Normalfall nicht sofort starten. Im Gegenteil – mitunter dauert es drei bis sechs Monate bis zum eigentlichen Start der Maßnahme. Auch in dieser Zeit erhalten Sie weiterhin Krankengeld. Und erst jetzt, rund ein halbes Jahr nachdem Ihre Kasse Sie zur Reha gedrängt hat, entscheidet sich, ob das Krankengeld einstweilen weiterläuft.

Als Fazit kann man formulieren: Wenn Sie Krankengeld beziehen und Post von Ihrer Krankenkasse erhalten, ist erst einmal Vorsicht geboten. Falls Sie aufgefordert werden, eine Reha zu beantragen, müssen Sie sich jedoch keine Sorgen machen. Bleiben Sie ruhig, warten Sie gegebenenfalls die zehn Wochen ab und sehen Sie dem Antritt der Reha möglichst gelassen entgegen. Wenn sich die Krankenkasse jedoch aus anderen Gründen meldet, zum Beispiel weil der Medizinische Dienst (MdK) Sie trotz Krankschreibung für arbeitsfähig hält, sollten Sie so schnell wie möglich unsere Sozialberatung aufsuchen.

Der Sozialverband Schleswig-Holstein hilft in sozialen Fragen. Wir vertreten unsere Mitglieder bis zum Sozialgericht, zum Beispiel bei Problemen mit der Erwerbsminderungsrente oder dem Behindertenausweis.

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Kommentare (83)

  • Marika Caliolo
    Marika Caliolo
    am 28.02.2020
    Super danke!!!
  • Britta Hebben
    Britta Hebben
    am 19.06.2020
    Kann das auch eine ambulante Reha sein?
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 19.06.2020
    Hallo Britta, ja - das gibt es auch. Die Regel ist aber eine stationäre Reha.
  • vetter
    vetter
    am 23.07.2020
    Kann das auch eine ambulante Reha sein?
    Gruß Herbert
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 24.07.2020
    Hallo Herbert, die Regel sind zwar stationäre Rehas. Es geht aber auch ambulant.
  • Michael Held
    Michael Held
    am 26.07.2020
    Ich habe von der Krankenkasse die Aufforderung zur Reha bekommen ,
    habe aber die Weidereingliederung mit meinem Artzt schon geplant
    wie soll ich mich jetzt verhalten wenn die Wiedereingliederung die 10 Wochenfrist übersteigt .
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 28.07.2020
    Hallo Michael, Sie müssen das unbedingt mit der Krankenkasse besprechen. Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt am besten etwas Schriftliches über Ihre Pläne ausstellen. Dann haben Sie gute Chancen, dass Sie die Wiedereingliederung wie geplant durchführen können.
  • Katrin
    Katrin
    am 10.08.2020
    Hallo,
    Wie sieht es denn aus wenn die Reha bewilligt wurde und ich mich nicht im Stande sehe sie anzutreten? Wird dann nur das Krankengeld gestrichen, oder kommen dann Kosten auf mich zu?
    LG und vielen Fank Katrin
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 10.08.2020
    Hallo Katrin, diese Frage kann ich leider nicht beantworten. Wenn es medizinische Gründe dafür gibt, die Sie belegen können, haben Sie wohl nichts zu befürchten. Aber wie schon einmal weiter oben geschrieben: Suchen Sie so schnell wie möglich das Gespräch mit Ihrer Krankenkasse. Wenn Sie hier eine Einigung erzielen können, kann die Reha rechtzeitig verschoben oder abgesagt werden - ohne dass es zu finanziellen Nachteilen kommen muss.
  • Bianca Groß
    Bianca Groß
    am 13.08.2020
    Ich habe im Juni diesen Jahres meine erste Reha angetreten. Nach dem Gespräch und der Untersuchung von dem Orthopäde wurde festgestellt das man in meiner Situation nichts mehr machen kann. Und jetzt soll ich in eine Psychoreha von der Rentenversicherung aus. Ich verstehe die Welt nicht mehr.
  • Susanne Dunn
    Susanne Dunn
    am 22.08.2020
    Ich habe von der MHD und der Krankenkasse ein Schreiben bekommen, ich soll innerhalb 3 Wochen den Antrag auf eine Ambulante Reha beantragen.
    Ist das rechtens?
    Bin seit 11.5 krank geschrieben
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 24.08.2020
    Hallo Susanne, normalerweise bleiben Ihnen nach der Aufforderung zur Reha zehn Wochen Zeit, um den Antrag zu stellen. Ich empfehle Ihnen, das Schreiben Ihrer Krankenkasse prüfen zu lassen, zum Beispiel in unserer Sozialberatung: https://www.sovd-sh.de/sozialberatung/
  • Stefanie
    Stefanie
    am 03.09.2020
    Hallo!
    Ich werde von der KK aufgefordert bis zum 3.10. einen Antrag zur Reha zu stellen. Der MDK hat dies per Aktenlage entschieden. Ich bin alleinerziehend mit Tochter die PG2 hat. Ich habe der AOK mitgeteilt dass es mir nicht möglich ist in die Reha zugehen. Auch stationär oder Tagesklinik ist für mich auf Grund der Seiten nicht machbar. Aber sie verlangen es trotzdem. Inzwischen arbeite ich nicht mal mehr, da der AG mich gekündigt hat. Ich kann mich aber auch nicht zerteilen. Wie soll ich mich um mich kümmern, wenn ich eine Fürsorgepflicht meiner Tochter gegenüber habe, die natürlich auch an erster Stelle steht! Ich bekomme den Spagat zwischen Arbeit, Tochter, Termine für und mit Tochter, Haushalt etc nicht mehr hin. Es hat mich in schwere Depressionen getrieben. Der Druck der KK macht es nicht besser und wenn ich daran denke wieder arbeiten zu müssen, könnte ich heulen. Können Sie mir etwas raten? Ich hätte gerne gehabt dass der MDK mich anhört aber laut AOK ist dies nicht möglich, es wird rein nach Akte entschieden. Meine Nerven sind am Ende!
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 03.09.2020
    Hallo Stefanie, das ist wirklich eine schwierige Situation. Sie müssen gemeinsam mit der Krankenkasse eine Lösung finden. Wenn das so schwierig ist, sollten Sie sich dabei Hilfe holen. Zum Beispiel im Rahmen unserer Sozialberatung: https://www.sovd-sh.de/sozialberatung/
  • Silke
    Silke
    am 05.09.2020
    Ich bin seit Oktober letzten Jahres auf Grund von Depressionen krankgeschrieben. Die Krankenkasse zwingt mich nun eine Reha über 5 Wochen anzutreten. Ich habe aber Angst vor Corona, jeder geht ja anders damit um. Ich halte mich grundsätzlich ausschließlich zu Hause auf wenn es geht. Ich möchte also nicht in eine Klinik wo so viele Menschen zusammen kommen, davor habe ich extreme Panik und seit der Aufforderung sind meine Despressionen schlimmer geworden. Die Krankenkasse lässt sich auf nichts ein. Sie wollen mir keinen Termin beim medizinischen Dienst geben um ihre Mitarbeiter vor Corona zu schützen. Das Attest meines Psychotherapeuten übergehen sie einfach.
    Auf Grund meiner panischen Angst, weil ich auch vorerkrankt bin (Asthma, Herzrhytmusstörungen) würde ich sowieso an keinen Gruppentherapieen teilnehmen und bei Kontakt mit Einzeltherapeuten nur eine FFP 3 Maske tragen. Den Speisesaal würde ich nicht nutzen um das Treffen von vielen Menschen ohne Maske zu vermeiden. Wasserkocher, Kühlschrank steht mir in der Reha nicht zur Verfügung, Essen bringen die auch nicht aufs Zimmer, elektronische Geräte dürfen auch nicht mitgebracht werden. Der Fahrtweg ist für mich die Hölle und nicht ungefährlich weil ich mich ständig verfahre und für 300 km mindestens 8 Stunden benötige. Was soll ich bloß tun? Ich drehe noch durch. Erwerbsminderungsrente habe ich sowieso Ende letzten Jahres beantragt, mittlerweile ist der Fall beim Sozialgericht. Gutachter vom Sozialgericht hat mir mittlerweile bestätigt, dass ich die nächsten 2 Jahre einfach nur mal Ruhe brauche und Erwerbsminderungsrente bekommen soll, ist aber gerade erst passiert und wird wohl noch einige Zeit dauern bis alles bearbeitet ist.
  • Johanna
    Johanna
    am 05.09.2020
    Hallo, was ist, wenn man keinen Antrag auf Reha stellt , da man davon ausgeht in 3 Monaten wieder arbeitsfähig zu sein. Kann die gesetzliche Krankenkasse einem die Versicherung kündigen, do dass man letztlich ohne Krankenversicherung da steht ? Oder streichen sie im worst case lediglich das Krankentagegeld ? Und was passiert, wenn die Versicherung einem die Mitgliedschaft kündigt ? Wo wird man dann versichert oder hat man gar keinen Versicherungsschutz mehr ?
  • Pamela
    Pamela
    am 07.09.2020
    Hallo, ich habe au h ei e Aufforderung zur Reha Beantragung bekommen. Bei mir ist es so das ich noch einmal operiert werden muss, neues Knie weil das alte völlig kaputt ist, aber die Ärzte es aufgrund meines Alters, 44 Jahre, noch nicht machen wollen. Mit einem kaputten Knie zur reha ist doch völlig unsinnig. Nach der Op ist das kein Ding, fahre auch gerne dann.......was kann ich da machen......LG
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 08.09.2020
    Hallo Pamela, sprechen Sie mit der Krankenkasse. Wenn die Kasse uneinsichtig bleibt, sollten Sie ein Schreiben Ihres Arztes einfordern, in dem dieser Ihre gesundheitliche Situation beschreibt.
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 08.09.2020
    Hallo Johanna, die Krankenkasse kann das Krankengeld wegen fehlender Mitwirkung streichen. Nach einem Monat entfällt dann auch der Versicherungsschutz. In solch einem Fall sollten Sie zunächst zum Arbeitsamt, damit die Krankenversicherung wieder greift.
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 08.09.2020
    Hallo Silke, in Ihrem Fall sollten Sie sich professionell beraten lassen, zum Beispiel durch den SoVD. Das geht in vielen Geschäftsstellen auch telefonisch: https://www.sovd-sh.de/sozialberatung/
  • Linde
    Linde
    am 13.09.2020
    Hallo,ich bin seit Ende Februrar daheim,wegen Angst Panikstörungen,jetzt machen Arzt und KK ein wenig Druck,zwecks Reha.Eigentlich geht es mir total mies,habe so schon Verlustängste,aber jetzt noch schlimmer.Ich will meinen guten Willen zeigen,und die Reha antreten,aber ich möchte nur die 3 Wochen in der Einrichtung vollbringen.Gibt es eine Möglichkeit,das ich keine 5 Wochen wegmuß?
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 14.09.2020
    Hallo, bei der stationären Reha während des Krankengeldes sind drei Wochen der Standard. Je nach Erkrankung kann die Maßnahme jedoch auch länger gehen. Ich empfehle Ihnen, dieses Thema direkt mit Krankenkasse und Rentenversicherung zu besprechen. Die Chancen stehen gut, dass Sie da eine Einigung finden.
  • Ingrid
    Ingrid
    am 06.10.2020
    Hallo, ich wurde von der TK aufgefordert eine Reha zu beantragen.Ich bin seit April wegen Depression durchgängig krank und fühle mich auch nicht in der Lage meine Arbeit wieder aufzunehmen. Im Schreiben von der TK steht, das, wenn ich als nicht arbeitsfähig entlassen werde, ich automatisch die Rente beantragen muss. Mein Rentenbeginn, wäre der 10/2020. Ich möchte natürlich nicht mit Abzug in Rente gehen. Bekomme ich bis dahin eine Berufsunfähigkeitsrente ? Kann ich dann anschließend meine volle Rente ohne Abzug erhalten? Ich möchte natürlich keinen finanziellen Schaden durch meine Krankheit haben.
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 07.10.2020
    Hallo Ingrid, ich habe Ihr Schreiben von der Krankenkasse nicht gesehen. Aber normalerweise bedeutet eine "arbeitsunfähige Entlassung" aus der Reha, dass ein Antrag zur Erwerbsminderungsrente gestellt werden muss.

    Sollte diese EM-Rente dann später in eine Altersrente umgewandelt werden, drohen tatsächlich hohe Abschläge, siehe hier: https://www.sovd-sh.de/2020/01/07/erwerbsminderungsrente-in-altersrente-umwandeln-das-sollten-sie-wissen/

    Wenn Sie sich unsicher sind, empfehle ich eine persönliche Beratung. Beim Anwalt oder dem Sozialverband.
  • Elisabet
    Elisabet
    am 15.10.2020
    Hallo.Ich bin von der Krankenkasse aufgevordert worden einen Reha Antrag bei der zuständigen Rentenversicherung zu stellen.( Einschreiben mit Rückantwort) Habe dann nach dem AUD Beleg gefragt bei der Krankenkasse was das ist .Da hat man mir gesagt das sie den zur Rentenversicherung schicken und ich kann meinen Reha Antrag auch zur Krankenkasse schicken. Das möchte ich aber nicht sondern direkt bei der Rentenversichung selber beantragen wie in der Aufforderung geschrieben.Kann ich das so machen?
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 19.10.2020
    Hallo Elisabet, wichtig ist vor allem, dass Sie den Antrag innerhalb von zehn Wochen stellen. Das können Sie selbstverständlich direkt beim Rententräger. Dennoch sollten Sie Ihre Krankenkasse anschließend ebenfalls informieren.
  • Selim Daniel
    Selim Daniel
    am 06.11.2020
    Hallo, ich habe eine Frage. Bin schon 1 Jahr krank geschrieben. Der MDK sagt ich soll wieder ein gegliedert werden. Das hat mir die TKK geschrieben. Ich kann aber nicht mehr arbeiten, weil ich krank bin. Und ich muss eigentlich bis Ende Januar noch krank feiern. Dann bin ich Vollrentner. Und die wollen noch dasich die Erwerbsfähigkeitrente beantrage. Jetzt noch. Wie soll ich mich verhalten?
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 06.11.2020
    Hallo, wenn die Krankenkasse Sie zur Reha auffordert, müssen Sie innerhalb von zehn Wochen einen Antrag stellen. Da kommen Sie nicht drum herum. Das bedeutet aber nicht, dass die Reha dann sofort losgeht. Es kann gut sein, dass die Maßnahme erst starten würde, wenn Sie bereits eine Altersrente beziehen dürfen.
  • Doreen Wirdel
    Doreen Wirdel
    am 11.11.2020
    Hallo ,habe die Aufforderung von der KK bekommen einen Antrag auf Reha zu stellen ,bin seit 9/19 krank .Möchte ab 01/21 Wiedereingliederung machen trotzdem soll ich den Antrag stellen obwohl ich nicht fahren möchte sondern wieder arbeiten will.
    Kann man mich dazu zwingen? Mir soll sonst das KK Geld gestrichen werden.
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 11.11.2020
    Hallo Doreen, wenn Sie von der Krankenkasse schriftlich zur Reha aufgefordert werden, müssen Sie dem grundsätzlich nachkommen. Für den Antrag haben Sie nun zehn Wochen Zeit. Wann die eigentliche Maßnahme dann beginnt, steht in den Sternen.
  • Angelika
    Angelika
    am 13.11.2020
    Hallo ich bin seit März 2020 krank geschrieben Depressionen jetzt will mich die Krankenkasse auf reha schicken ich habe einen schwer Demenz kranken Mann was soll ich nur machen bin nur noch am grübeln zieht mich total runter
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 13.11.2020
    Hallo Angelika, da sollten Sie unbedingt das Gespräch mit der Krankenkasse suchen. Wenn die hart bleibt, können Sie immer noch mit der Rentenversicherung sprechen. Es gibt auch Möglichkeiten, die Reha ambulant zu machen. Dann hätten Sie zwar immer noch das Problem, wie Ihr Mann tagsüber betreut werden muss - aber zumindest sind Sie nicht drei Wochen am Stück weg von zu Hause.
  • Khodeir
    Khodeir
    am 14.11.2020
    Ich habe eine Zusage von der Rentenversicherung bekommen das ich in die Reha muss
    Ich habe aber sehr viele wichtige Arzt Termine kann ich die Reha verschieben ?
    Oder muss ich die wichtigen Arzt Termine absagen
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 16.11.2020
    Hallo, das kann ich nicht allgemein beantworten. Am besten rufen Sie Ihre Ärzte an, wie dringend die Termine sind. Wenn diese nicht verschoben werden sollten, sprechen Sie mit der Rentenversicherung. Eine Lösung findet sich bestimmt.
  • Schierhold, Ralf
    Schierhold, Ralf
    am 24.11.2020
    Fr. Schultz vielleicht ist das für Sie relevant: Hess. Landssozialgericht, Urteil vom 18.10.2007, L8KR228/06; https://www.kostenlose-urteile.de/Hessisches-LSG_L-8-KR-22806-_Krankengeld-darf-nicht-nach-blosser-Aktenlage-verweigert-werden.news5016.htm
  • Dietmar Mahlbuch
    Dietmar Mahlbuch
    am 24.11.2020
    Meine Krankenkasse schreibt mir heute dass sie mit dem MD Kontakt aufgenommen hat um festzustellen wie ich wieder am Arbeitsleben teilhaben kann. Ich bin seit 10 Monaten krankgeschrieben wegen einer Depression und Angststörung. Ich war vor zwei Jahren schon mal in einer Reha und möchte nicht mehr hin. Wichtig ist das ich am 1.3.2021 in offizielle Rente gehe. Antrag ist gestellt und laut Rententräger bekomme ich im Dezember positiven Bescheid. Wegen Corona ging das alles Telefonisch. Die Kranken Kasse weiß davon noch nichts. Ich habe Bedenken ihr das Mit zu teilen, weil sie mich vielleicht schon vorher in Frührente schicken will, also mit Abzüge. Mein Arzt, Psychiater, wird mich wohl bis Ende Februar krankschreiben. Wie soll ich mich verhalten

    Danke schön.
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 25.11.2020
    Hallo Dietmar, es ist immer schwer, eine Empfehlung zu geben, ohne die medizinischen Befundberichte zu kennen. Aber wenn Sie in rund vier Monaten eine Altersrente beziehen können, würde ich wohl an Ihrer Stelle das Gespräch mit der Krankenkasse suchen.

    Es kann sein, dass man dort stur bleibt. Dann können Sie immer noch die zehn Wochen ausreizen, bis Sie Ihre Reha beantragen müssen. Ob die Maßnahme dann vor dem Rentenstart beginnen würde, halte ich für eher unwahrscheinlich.
  • D . Mahlbuch
    D . Mahlbuch
    am 25.11.2020
    Die TK empfiehlt mir wie auch der MD eine Reha und hat mir den Antrag mitgeschickt. Nirgends ist eine offizielle Aufforderung zu lesen. Kann ich einfach abwarten. Ich soll bis 4.12 den Antrag absenden. Im Antrag ist schon ausgefüllt das ich den Antrag stelle. Nicht die Rentenkasse und nicht die TK. Meine Ärztin meinte heute ich solle erst mal zusagen, weil sie nicht weiß wie die TK reagiert. Und von der Rente am 1.3 soll ich schweigen. Sie meint bis dahin würde eh kein Reha Platz frei sein.

    Hilfe.
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 26.11.2020
    Ich glaube auch nicht, dass die Reha vor der Rente losgehen würde. Aber nochmal: Um sicher zu gehen, können Sie sich auch vom einem Experten beraten lassen. Ohne den Brief Ihrer Krankenkasse gesehen zu haben, können auch wir keine eindeutige Empfehlung abgeben.
  • Nicki
    Nicki
    am 28.11.2020
    Hallo,
    meine Krankenkasse hat mich im Leistungsbezug zur Antragstellung einer REHA aufgefordert. Ich habe noch keinen Bescheid und bin schon kurz vor Aussteuerung und ohne Beschäftigungsverhältnis.

    Wenn ich nun eine neue Arbeit finden sollte, bevor die REHA stattgefunden hat, muss die Krankenkasse einer Absage der REHA zustimmen?

    Erlischt das Dispositionsrecht ggf. automatisch nach Aussteuerung?

    Geht das Dispositionsrecht bei Bezug von ALG1 auf die Afa über ?

    Da ich von sehr langen Wartezeiten wegen Corona ausgehe, bin ich nun in der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz sehr blockiert, da eine bevorstehende REHA nicht das ideale Thema für einen beruflichen Neustart bedeutet.
    Danke und freundliche Grüße
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 30.11.2020
    Hallo Nicki, wenn Sie kein Krankengeld mehr erhalten, müssen Sie auch keine Reha absolvieren. Die Bundesagentur für Arbeit entscheidet selbst - unabhängig von der Krankenkasse - ob und wie man dort Ihre gesundheitliche Leistungsfähigkeit feststellen sollte.
  • Nicki
    Nicki
    am 30.11.2020
    Vielen Dank, Herr Schulz,

    haben Sie hierfür eine konkrete Rechtsgrundlage ?
    Die DRV, wo ich ebenfalls angefragt ist nämlich leider anderer Meinung. Ist es vielleicht davon abhängig ob noch ein ruhendes Beschäftigungsverhältnis besteht ?
    Ich habe nun meine Krankenkasse angeschrieben. Mal sehen was die sagt, nur traue ich der am wenigsten.
    Es wäre schön, wenn ich wüsste, wo das im Gesetz zu finden ist.
    Danke im Voraus
    Nicki
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 30.11.2020
    Hallo Nicki, leider nicht. Da muss ich auf meine Kollegen in der Sozialberatung des SoVD verweisen: https://www.sovd-sh.de/sozialberatung/
  • Dietmar Mahlbuch
    Dietmar Mahlbuch
    am 30.11.2020
    Ein Patientenverein hat mir vorgeschlagen bei der Kasse an zu rufen und um den Bericht des MD erstmal zu bitten. Ich solle den Antrag noch nicht ausfüllen, zumal als Antragsteller ich ja schon maschinell angekreuzt bin. Es sei keine offizielle Aufforderung zur Reha gewesen. Keine Belehrung und keine Zeit Angaben nur die schwammige Bitte ich solle den Antrag stellen weil der MD dies so empfiehlt.Also erst mal auf Zeit spielen. Ich hoffe es ist so richtig ?????
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 01.12.2020
    Hallo Dietmar, wie gesagt: Ohne den Brief selbst gesehen zu haben, können wir Ihnen keine eindeutige Empfehlung geben. Wenn es sich bei dem Patientenverein um eine seriöse Anlaufstelle handelt, können Sie der dortigen Beratung sicherlich vertrauen.
  • Renate
    Renate
    am 17.12.2020
    Ich musste eine Reha beantragen. Diese wurde auch von der Deutschen Rentenversicherung bewilligt. Ich habe mich für eine ambulante Reha entschieden.
    Nun teilte die Krankenkasse der Rentenversicherung mit, dass sie eine stationäre Reha wünsche. Die Rentenversicherung schrieb mich an, dass sie bei Nichtumstellung eine Zustimmungserklärung der Krankenkasse benötigen (nach Paragraf 51 SGB V)
    Muss ich der stationären Reha zustimmen ? Wie gehe ich damit um ?
  • Sandra
    Sandra
    am 27.12.2020
    Hallo,
    Ich bin seit dem 11.3.20 krank geschrieben wegen schwerer Darm-OP! Hinzu kam dann eine rezidivierende Depression mit Ängsten, da ich in der Zwischenzeit gekündigt wurde! Im Februar läuft mein KG aus, da ich bereits im letzten Jahr 6 Monate krank war wegen Depression! Am 04.12. habe ich meinen Antrag auf Reha( auf Druck der KK) eingereicht! Diese möchte ich nun aber nicht antreten (wurde bereits von der RV genehmigt). Ich muss und möchte wieder arbeiten, da ich nun extreme Existenzängste entwickele! Außerdem denke ich, dass mir die Arbeit helfen wird, aus diesen Ängsten wieder herauszufinden (Geldsorgen wg. der Erkrankung). Ich möchte mich nun bewerben und meine Frage ist, ob ich die Reha absagen kann ohne weitere Folgen ( außer das das KG gestrichen wird). Wann, wo muss ich mich da melden? Mir bereitet das ganze schon arges Kopfzerbrechen, da die KK am Telefon schon einmal sehr unfreundlich war!
  • Julian Dennerlein
    Julian Dennerlein
    am 05.01.2021
    Hallo, meine Freundin musste vergangenes Jahr einiges durchmachen und ist seit März krankgeschrieben. Sie war sehr lange flachgelegen und konnte kaum 100m weit laufen.
    Im September kam nun das Schreiben, dass Sie zur Reha muss. Den Antrag haben wir zugestimmt, da es am Anfang aus unserer Sicht Sinn gemacht hat. Allerdings ist ihr Zustand noch immer nicht wirklich besser und Sie müsste 600km weit weg an die Ostsee zur Reha. Des Weiteren darf aufgrund der Corona-Krise niemand mit etc.
    Ebenso ist es mit Anwendung, da auch diese aktuell nicht zur Verfügung stehen. Das heißt sie wäre 3-4 Wochen in Reha und wäre nur auf dem Zimmer eingesperrt. Diese Reha würde keine Besserung, sondern eher Verschlechterung bringen. Nachdem die Hausärztin angerufen hat, hat die AOK mehr oder weniger gesagt, dass es Ihr egal ist und meine Freundin hin muss.
    Daher jetzt meine Frage: Ich glaube kaum, dass die AOK jemanden gegen ihren Willen zur Reha schicken kann, vor allem da die Reha eher Verschlechterung bringen würde. Ist das korrekt?
    Was kann ich jetzt dagegen tun?

    Vielen Dank für eure Mühe.

    Gruß
    Julian
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 05.01.2021
      Hallo Julian, natürlich sollte eine Reha in erster Linie zur Verbesserung des Gesundheitszustands dienen. Ob die Maßnahme dazu taugt oder nicht - darüber kann die Krankenkasse aber anderer Meinung sein als Sie.

      Grundsätzlich ist Ihre Freundin zur Mitwirkung verpflichtet. Das heißt aber nicht, dass die Reha unbedingt stattfinden muss. Da Sie bereits erfolglos mit der Krankenkasse Kontakt aufgenommen haben, empfehle ich Ihnen, dass Sie sich professionelle Unterstützung suchen. Zum Beispiel beim SoVD: https://www.sovd-sh.de/beratung/sozialberatung/informationen
  • Heinz -Georg Töller
    Heinz -Georg Töller
    am 05.01.2021
    Hallo ich bin seit 1.5.2020 krankgeschrieben die KK schickt mich nun in Reha und damit eventuell in Rente .ich habe auch meinen Job verloren .kann ich durch Jobaufnahme oder arbeitslosmeldung der Reha entgehen ?
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 05.01.2021
      Hallo Heinz-Georg, theoretisch schon. Die Motivation der Kasse, Sie in die Reha zu schicken, ist ja hauptsächlich finanzieller Natur. Falls Sie nun wieder arbeiten und kein Krankengeld bekommen, fällt dieser Grund ja weg.

      Aber Sie sind ja sicherlich nicht ohne Grunde so lange krank gewesen. Ob es dann sinnvoll ist und auch langfristig funktioniert - das ist die vielleicht noch wichtigere Frage.
  • Silvia
    Silvia
    am 08.01.2021
    Hallo! Ich bin seit 02/20 im Krankengeld, Krankenkasse möchte nicht mehr zahlen und fordert zur Reha auf. Es wurde ein Eilantrag genehmigt und ich soll am 12.1. die Reha antreten. Da ich momentan aber rehaunfähig bin (auch ärztl. attestiert) habe ich schriftlich um Verschiebung gebeten. Der Vorgang liegt nun beim MDK und es passiert nichts. Das hat mir noch einen neuen Schub beschert und ich leide unter Dauerschwindel. Was kann ich noch tun? Anrufe mit meiner Krankenkasse bringen nichts.
  • Jessica Kuhn
    Jessica Kuhn
    am 13.01.2021
    Guten Morgen,
    mein Fall ist etwas komplizierter.
    Ich habe Epilepsie seit 2016. Bin aber seit 2012 in einem Beschäftigungsverhältnis. 2016 hatte ich eine Auszeit von 3 Monaten. Dann war ich wieder Arbeitsfähig bis Mai´20. Im Mai 2020 bekam ich wieder einen epileptischen Anfall. Ich war 3 Wochen in stationärer Behandlung, aufgrund einer Medikamentenumstellung.
    Von diesem Zeitpunkt an, brauchte ich für mich 1/2 Jahr um mit dieser Situation zurecht zu kommen. Im KH hat man mir ein Epilepsiezentrum empfohlen, auch weil meine Psyche schlapp gemacht hat. Einen ambulanten Termin hab ich schon im Sommer 2020 gemacht für Dez´20. Die Nachfrage dieser Klinik ist sehr gefragt. Zeitgleich hat meine KK mich aufgefordert einen Rehaantrag zu stellen. Ansonsten würde die Zahlung eingestellt werden. Gesagt ... - getan. Mein Wunsch ins Epilepsiezentrum zu gehen, wurde mir seitens der Rentenversicherung nicht genehmigt. Weil die Versicherung keinen Belegunsvertrag mit dieser Einrichtung hat. Stattdessen wollten sie mich im Dezember 2020 in einer anderen Klinik verweisen.
    Während dieser ganzen Prozedur hatte ich schon im Sommer 2020 beschlossen zu meinen alten Arbeitgeber zurückzukehren. Der auch vollstes Verständnis für meine Situation hat und ich somit auch wieder ab Febr´21 mich wiedereingliedern lasse. Ich habe einen Schwerbehinderten Ausweis von 50. Zudem muss ich sagen, das ich meine Tätigkeit erst wieder ausführen kann, wenn eine 1 jährige Anfallsfreiheit gegeben laut § xy. Eine Rehamaßnahme macht in meinem Fall überhaupt keinen Sinn.
    Meine Frage lautet:
    Wie verhält es sich weiterhin mit meiner Krankengeld Zahlung?
    Mein Wiedereingliederungsplan wurde seitens Arzt und Arbeitgeber schon genehmigt. Muss ich die Rehabilitation trotz dessen antreten?
  • Axel
    Axel
    am 13.01.2021
    Hallo, ich habe eine Reha Bewilligung mit dem Standort der Rehaklinik ... im September bekommen.
    Die Klinik meinte der Termin könnte vielleicht erst im Sommer sein ( Corona ? ).
    Ich will nicht mehr so lange auf meinen Termin warten, was kann ich tun?
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 13.01.2021
      Hi Axel, das ist schwer zu sagen. Viele Kliniken haben wegen der Pandemie zurzeit Schwierigkeiten, überhaupt Patienten aufzunehmen. Ich empfehle Ihnen, Kontakt zur Rentenversicherung aufzunehmen. Vielleicht gibt es eine alternative Klinik, in der Sie die Reha absolvieren können.
  • Marina Hentschel
    Marina Hentschel
    am 18.01.2021
    Guten Tag, auch ich wurde zur Reha aufgefordert, Frist auch hier 10 Wochen.
    Möchte gerne nach Ablauf kurz vor Ende der Frist wieder meine Arbeit aufnehmen. Habe noch viel Urlaub und würde anschließend selbstbestimmt die Rente einreichen.
    Ist das möglich? Schicke ich dannder Krankenkasse nur die Endbestätigung des Arztes und damit äre alles erledigt?
    Danke
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 18.01.2021
      Hallo Marina, grundsätzlich würde das vielleicht gehen. Dennoch empfehle ich Ihnen, das mit einem Profi durchzusprechen. Jede Situation im Sozialrecht ist nun einmal anders.
  • Sunae
    Sunae
    am 27.01.2021
    Hallo,

    auch ich wurde aufgefordert, einen Reha-Antrag zu stellen. Die Krankenkasse möchte, dass ich die ausgefüllten Unterlagen an sie zurückschicke und sie leiten dann alles an die Rentenversicherung per Eilantrag. Ich selbst darf die Unterlagen nicht zur Rentenversicherung schicken. Ist das zulässig? Bin nun seit etwa 8 Monaten im Krankenstand.
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 27.01.2021
      Hallo Sunae, das kann schon so in Ordnung sein. Eine fundierte Einschätzung können wir natürlich nur geben, wenn wir die Unterlagen einsehen konnten.
  • Birgit Timmermann
    Birgit Timmermann
    am 27.01.2021
    Ich wurde von der KK aufgefordert, eine Reha zu beantragen. Diese wurde zunächst abgelehnt, nach meinem Widerspruch nun aber bewilligt. Mir wurde eine Klinik zugewiesen und der Klinik mitgeteilt, dass ich ein Eilfall bin (was ich gar nicht möchte). Ich habe die KK nun gefragt, ob ich von meinem Wunsch Gebrauch machen darf, mir selber eine Klinik auszusuchen. Dieses hat mir die KK nun verboten. Vielmehr sie haben mit mitgeteilt, dass wenn ich nun nicht sofort in die zugeteilte Klinik gehe und die Reha beginne werden Sie kein Krankengeld mehr zahlen. Ich möchte aber von meinem Wunschrecht Gebrauch machen. Darf die KK wirklich dann die Krankengeldzahlung stoppen?
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 28.01.2021
      Hallo Birgit, ich gehe davon aus, dass die Krankenkasse hier von ihrem Recht Gebrauch gemacht hat, das sogenannte Gestaltungsrecht einzuschränken. Ab diesem Zeitpunkt sind Sie in gewisser Weise daran gebunden, was die Kasse von Ihnen bei der Reha verlangt.

      Ob es in Ihrem speziellen Fall noch eine Alternative gibt, lässt sich nur individuell klären: https://www.sovd-sh.de/beratung/sozialberatung/informationen
  • Mats Brate
    Mats Brate
    am 28.01.2021
    Hallo, ich musste auch von der KK aus eine Reha beantragen. Diese wurde jedoch von der DRV Bund abgelehnt. Begründung: fehlende Rehafähigkeit, ich sollte lt. RV besser in eine akut teil- /stationäre Krankenhausbehandlung.
    Muss ich das der KK mitteilen? Oder geht das von der RV automatisch an die KK?
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 28.01.2021
      Hallo Mats, Sie sollten sich nicht darauf verlassen, dass die Rentenversicherung Ihre Kasse unterrichtet. Sagen Sie lieber selbst Bescheid, um Ihre Mitwirkungspflichten zu erfüllen.
  • Anna
    Anna
    am 04.02.2021
    Hallo, wenn man die Reha beantragt hat und sie nach drei bis sechs Monaten dann losgehen soll und ich die Reha dann kurz vor Beginn absage erlischt dann ab diesem Zeitpunkt der Krankengeldanspruch oder muss man bereits empfangene Beträge der letzten paar Monate wieder an die Krankenkasse zurückerstatten? Was wenn ich kurz vor Beginn der Reha nicht mehr krankgeschrieben werde, also wieder gesund bin. Dann muss man an der Reha doch wohl nicht teilnehmen oder?
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 04.02.2021
      Also, es ist folgendermaßen: Wenn Sie kurz vor der Reha wieder gesund sind und womöglich wieder arbeiten können - dann müssen Sie natürlich nicht hin. Aber selbstverständlich müssen Sie das alles mit der Krankenkasse durchsprechen. Und zwar vorher.
  • R. T.
    R. T.
    am 08.02.2021
    Hallo, ich benötige mal Informationen zum nachstehendem Sachverhalt.
    Ich bin seit Juni 2020 arbeitsunfähig erkrankt und beziehe Krankengeld.
    Im August letzten Jahres trat die KK an mich heran ob ich nicht eine Rehabilitation (früher Kur) beantrage möchte. Dahingehend war ich aber schneller und hatte von mir aus schon die Reha beantragt, welche auch von der DRV genehmigt wurde und die ich auch im Zeitraum Sept./Oktober in einer Rehaklinik absolvierte mit dem Ergebnis, dass ich als weiterhin arbeitsunfähig aus der Reha entlassen wurde.
    Nach Entlassung aus der Reha teilte ich der KK mit, dass ich nunmehr einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente bei der DRV stellen werde.
    Nunmehr beginnt aber die KK zu nerven und schickt mir den Antrag auf LTA (Leistung zur Teilnahme am Arbeitsleben) zu, verbunden mit einer Frist von 10 Wochen den Antrag zu stellen, ansonsten Verlust des Krankengeldes.
    Mit heutigem Tag (08.02.) habe ich den Erwerbsminderungsrenten-Antrag über den VdK gestellt, bzw. den Antrag beim VdK abgegeben.

    Meine Frage:
    Was geschieht, wenn die Bearbeitung meiner EM-Rente länger als die 10 Wochen dauert, denn einen Antrag auf LTA kann und möchte ich ja nicht parallel stellen, denn das "beißt" sich doch gegenseitig.
    Weiterhin habe ich mit der KK vereinbart, sobald die Bestätigung über den Eingang des Rentenantrags von der DRV bei mir eingeht, werde ich die KK davon in Kenntnis setzen.

    Mit der Bitte um Info.
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 09.02.2021
      Hallo, das Verhalten der Kasse kann ich an dieser Stelle nicht wirklich nachvollziehen. Vielleicht gab es Probleme in der Kommunikation? Haben Sie dort angerufen und versucht, den Sachverhalt aufzuklären?
    • R. T.
      R. T.
      am 09.02.2021
      Mehrfach telefonisch besprochen.
      Ich solle die Unterlagen zur LTA jetzt einfach mal zur Seite legen.
      Fakt ist: Die wollen nicht mehr zahlen und mich aus dem KK-Bezug raushaben.
      VdK habe ich darüber auch schon informiert.
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 09.02.2021
      Richtig, lassen Sie sich auf jeden Fall beraten. Schon allein das Einschalten eines Sozialverbands kann einen Sinneswandel bei der Krankenkasse bewirken.
  • Heike
    Heike
    vor 3 Wochen
    Bin seit 18.2 krank sind jetzt fast 6 Wochen krank rum Arbeit kann ich nicht mehr ausüben kann ich eine RSHA bei der KK beantragen ? Will gern eine Weiterbildung zur Betreuungskraft machen.wer hilft mir da weiter ?
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      vor 6 Tagen
      Hallo Heike, eine Weiterbildung aus gesundheitlichen Gründen müsste die Rentenversicherung bezahlen.
  • Szafran Barbara
    Szafran Barbara
    vor 3 Wochen
    Guten Tag,meinen Mann ist seid 09.20 krankgeschrieben und Krankengeld bekommt,der war heute beim dem Hausarzt und der sagte das die Krankenkasse gesagt hat das meinen Mann Reha oder Rente beantragen soll.Schikt die KK die Anforderung zur Reha nicht nach Hause sonder dem Arzt?
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      vor 3 Tagen
      Hallo Barbara, normalerweise geht die Aufforderung der Krankenkasse direkt an den Versicherten, also zu Ihnen nach Hause. Wir haben aber auch schon Fälle gehabt, in denen der medizinische Dienst dem Hausarzt vorschreiben wollte, die Krankmeldung zu beenden.

      Lassen Sie sich im Zweifelsfall lieber persönlich beraten: https://www.sovd-sh.de/beratung/sozialberatung/informationen
  • Hagendorf
    Hagendorf
    vor 2 Wochen
    Ich habe eine zwei jährige Tochter die eine schwere Erkrankung hat und zu 60% eine Behinderung festgestellt wurde. Ich pflege unsere Tochter und mein Mann arbeitet vollzieht. Wie verhalte ich mich? Ich kann keine Reha machen?
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      vor 5 Tagen
      Hallo, ich verstehe Ihre Lage. In der Regel lässt die Krankenkasse in solchen Situationen mit sich reden. Vielleicht ist es ja auch möglich, eine ambulante Reha zu absolvieren. Das sollten Sie einfach mal bei der Kasse ansprechen.
  • Mike Röser
    Mike Röser
    vor 2 Wochen
    Hallo!
    Ich befinde mich noch drei Tage im stationären qualifizierten Entzug vom Alkohol und depressiver Episode, werde am 25.02.21 entlassen.. Das wären dann drei Wochen. Ich möchte im Mai wieder arbeiten, bin selbständig und auf das Geld angewiesen.
    Das heißt ich würde von März bis April Krankentagegeld bekommen. Jetzt ist meine Sorge das ich von der PKV Debeka eine Reha-Maßnahme aufgezwungen bekomme. Da ich drei Kinder habe, möchte ich nicht mehr von Zuhause weg. Das würde meine Erkrankung bestimmt verschlimmern.
    Kann ich mich da irgendwie gegen wehren?

    Herzliche Grüße Mike
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      vor 1 Woche
      Hallo Mike, das können wir leider nicht beantworten, da wir uns nur bei Fragen zur gesetzlichen Krankenkasse auskennen. Wenden Sie sich am besten an die Verbraucherzentrale bzw. den Bund der Versicherten.
  • Ute Draksler
    Ute Draksler
    vor 2 Wochen
    Ich wurde auch zur Reha aufgefordert, habe am endender 10 Wochen den Antrag gestellt. Dieser wurde abgelehnt.
    Jetzt kam ein Schreiben von der KK, man habe mich telefonisch nicht erreicht( definitiv nicht geschehen), ich solle mich melden, um über den abgelehnter Antrag zu sprechen.
    Muss ich das?
    Habe ich Nachteile, also keine Zahlung des KG, wenn ich nicht reagiere?

    Vielen Dank.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ute Draksler
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      vor 1 Woche
      Hallo Ute, Sie müssen natürlich schon auf die Kontaktaufnahme Ihrer Krankenkasse reagieren. Aber es ist Ihnen nicht vorzuschreiben, auf welche Weise Sie das tun müssen. Falls Ihnen ein Telefonat nicht zusagt, können Sie sich auch schriftlich bei Ihrer Kasse melden.

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