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Nahtlosigkeit - wer entscheidet das eigentlich?

Aktuelles Behinderung Armut Gesundheit

Wenn das Krankengeld nach spätestens 78 Wochen ausläuft, ist guter Rat teuer. In der Regel geht es nun finanziell bei der Bundesagentur für Arbeit weiter, häufig über die sogenannte Nahtlosigkeitsregelung. Aber - wie genau wird eigentlich entschieden, ob diese bei Ihnen zur Anwendung kommt?

Nahtlosigkeitsregelung - wer entscheidet das?

Fragen zum Krankengeld und über die Zeit direkt im Anschluss erreichen uns beim SoVD Schleswig-Holstein sehr häufig. Viele Menschen fühlen sich in dieser Situation allein gelassen. Und das ist nicht verwunderlich: Einerseits bereitet die Erkrankung selbst große Schwierigkeiten, nun kommen auch noch finanzielle und organisatorische Hürden dazu.

Wenn Sie nach dem Ende des Krankengeldes Arbeitslosengeld beantragen, werden Sie zum ersten Mal mit dem Begriff der "Nahtlosigkeit" konfrontiert. Für eine erste Einführung, was das genau bedeutet, lesen Sie gern diesen Artikel. Oder Sie schauen sich das unten eingefügte Video an.

Die Bedeutung der Nahtlosigkeitsregelung

Unter welcher Prämisse Sie nun Arbeitslosengeld bekommen, spielt für den weiteren Verlauf eine wichtige Rolle. Überweist die Arbeitsagentur das Geld im Rahmen der Nahtlosigkeit? Dann müssen Sie mit wenig Komplikationen rechnen. Sie brauchen sich auch keine Gedanken darüber machen, was ab jetzt mit Ihren Krankmeldungen geschehen soll.

Ziemlich sicher ist nur, dass Sie von der BA zu einer Reha aufgefordert werden. Denn dann wird über die Deutsche Rentenversicherung überprüft, wie es langfristig gesundheitlich für Sie weiter geht. Erwerbsminderungsrente? Umschulung? Zurück an den Arbeitsplatz?

Greift die Nahtlosigkeitsregelung jedoch nicht, wird es in vielen Fällen weniger geschmeidig. Denn um jetzt trotzdem an Ihr Arbeitslosengeld zu kommen, sind Sie gezwungen, sich der Arbeitsvermittlung zur Verfügung zu stellen. Mit Ihrem verbleibenden Leistungsvermögen. Mehr über diese sehr komplexe Situation lesen Sie in diesem Beitrag.

Nahtlosigkeit - ja oder nein?

Aber wer entscheidet nun, ob bei Ihnen die Nahtlosigkeitsregelung zur Anwendung kommt oder nicht? Mit dieser Frage setzt sich der sogenannte "arbeitsamtsärztliche Dienst" auseinander, eine Einrichtung unter dem Dach der Arbeitsagentur. Ihr verbleibendes Leistungsvermögen wird anhand ärztlicher Berichte geprüft. Wenn Sie vor kurzem eine Reha absolviert haben, ist auch der hier ausgestellte Abschlussbericht von Bedeutung. Der arbeitsamtsärztliche Dienst führt dieses Prozedere stets nach Aktenlage durch. Einem echten Menschen werden Sie also nicht gegenüberstehen.

Falls die Nahtlosigkeitsregelung bei Ihnen greift, können Sie sich zunächst zurücklehnen - das Arbeitslosengeld wird nun erst einmal problemlos überwiesen. Stellt der arbeitsamtsärztliche Dienst jedoch keine Nahtlosigkeit fest - in diesem Fall geht man davon aus, dass Sie innerhalb von sechs Monaten wieder arbeiten können - dann bekommen Sie Ihr Arbeitslosengeld nur, wenn Sie sich offen für neue Jobs zeigen. Machen Sie bitte nicht den Fehler, sich zum Jobcenter schicken zu lassen. Und bleiben Sie in jedem Fall dabei, in Vollzeit einsetzbar zu sein. Auch wenn es aufgrund Ihrer Erkrankung unsinnig erscheint - denn wenn Sie etwas anderes sagen, gibt es entweder gar kein Geld oder nur eine reduzierte Zahlung.

Fazit

Ob bei Ihnen nach der Aussteuerung die Nahtlosigkeitsregelung angewandt wird, prüft also der arbeitsamtsärztliche Dienst. Sie werden nicht zu einem Amtsarzt eingeladen, die dortigen Mitarbeiter bearbeiten Ihr Verfahren nach Aktenlage - also anhand Ihrer Arztberichte.

Lassen Sie sich am besten persönlichen beraten, wenn das Ende des Krankengeldes absehbar ist. Wir haben es hier mit einer relativ komplexen Situation zu tun, die in den unterschiedlichen Ämtern nicht immer einheitlich angegangen wird.


Kommentare (31)

  • user
    Anna
    am 23.11.2022

    Hallo,

    bei mir wurde die Nahtlosigkeitsregelung abgelehnt und "normales" ALG I bewilligt. Kann ich dagegen Widerspruch einlegen oder laufe ich dann Gefahr gar kein Arbeitslosgengeld mehr zu bekommen?

    Zu meiner Situation: Ich bin schon lange krank und habe eine EM-Rente beantragt. Daraufhin wurde ich aufgefordert eine medizinische Reha zu machen, in der ich mich aktuell befinde. 4 Wochen vor Rehastart war das Datum der Aussteuerung. Ich hatte im Vorfeld schon ALG I beantragt, wurde dort aber abgewiesen, da ich dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen würde. Nach vielen Bemühungen meinerseits habe ich nun endlich einen ALG I- Bescheid bekommen, aber nicht nach der Nahtlosigkeitsregelung.

    Ich habe Sorge, dass es sich negativ auf den EM-Rentenantrag auswirkt, wenn ich die Ablehnung der Nahtlosigkeit akzeptieren. Schließlich gebe ich damit gegenüber der Arbeitsagentur ja bekannt, dass ich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erwerbsfähig bin.

    Kann es passieren, dass mir am Ende gar kein ALG gezahlt wird, wenn ich Einspruch gegen den Bescheid einlege?

    Mit feundlichen Grüßen

    Anna S.

    • user
      Christian Schultz
      am 24.11.2022

      Hallo Anna, in aller Regel ist es sinnlos, gegen die Ablehnung der Nahtlosigkeitsregelung in den Widerspruch zu gehen. Aber wie immer im Sozialrecht müsste man auch bei Ihnen auf die Details schauen. Da empfehle ich Ihnen eine persönliche Beratung bei meinen Kollegen - und zwar anhand Ihrer Unterlagen: https://www.sovd.de/sozialverband/organisation/landes-und-kreisverbaende

  • user
    Stefan
    am 16.11.2022

    Hallo Herr Schultz,

    ich habe noch eine Frage zur Nahtlosigkeitsregelung. Gesetzt den Fall ich bin im nächsten Jahr von der Krankenkasse ausgesteuert und stelle den Antrag auf Nahtlosigkeit bei der Arbeitsagentur. ca. 2 Monate vor Ende des Krankengeldbezugs. Muss der Antrag auf Erwerbsminderungsrente vorher erfolgen (noch im Krankengeldbezug?) oder kann ich warten bis die Arbeitsagentur mich später auffordert einen solchen Antrag zu stellen?

    Vielen Dank für Ihre Antwort.

    • user
      Christian Schultz
      am 16.11.2022

      Sie müssen den Antrag auf EM-Rente nicht vorher stellen. Und die Arbeitsagentur prüft in jedem Fall, ob bei Ihnen die Nahtlosigkeitsregelung in Frage kommt. Sie werden auch in jedem Fall - wenn die Nahtlosigkeit greift - zu einer Reha aufgefordert - das ist immer das gleiche Prozedere.

  • user
    Uschi
    am 04.11.2022

    Hallo und herzlichen Dank vorab für Ihre Hilfe!

    Ich war seit 19.01.21 krank geschrieben, (seit 24.10. wieder arbeitstätig) am 19.07. habe ich mich arbeitslos (ALG1, seit 7 Jahren bei gleichen AG angestellt) trotz AU gemeldet. Heute (04.11.) kam der Ablehnungsbescheid, mit Begründung - ich sei dem 19.01. arbeitsunfähig - ohne weitere Begründung. Ich bin seit 24.10. wieder arbeiten und war während der AU Zeit nicht beim medizinischen Dienst, eben weil ich wieder arbeiten bin (neuer AG).

    Vielen Dank für Ihre Hilfe!

  • user
    Peter S.
    am 17.10.2022

    Hallo,

    Ich bin 62 Jahre alt und seit über 2 Jahren Arbeitsunfähig Krankgeschrieben.

    Die Erste OP war eine Spinalkanalstenosen OP konnte kaum noch laufen und was sonnst noch dazu gehört wenn die Nerven in der Wirbelsäule eingeklemmt sind.

    Die OP verlief gut aber man stellte eine Wirbelverschiebung fest und konnte nicht alles erledigen es erfolgte ein halbes Jahr später eine 2.OP mit der Versteifung der Lendenwirbelsäule.

    Man sagte mir eine weitere OP an der LWS gibt es nicht.

    Die Schmerzen welche ich weiterhin oder besser gesagt wieder habe betäube ich mit Starken Schmerztabletten.

    Ich habe in sehr vielen Gelenken Arthrose beide Schultern, in den Händen und auch in den Kniegelenken.

    Das linke Knie wurde im April operiert das künstliche Gelenk funktioniert bis jetzt ganz gut das rechte Knie muß noch operiert werden.

    Im August stellte man fest das ich in beiden Augen der Graue Star eingenistet hat.

    Die erste OP linkes Auge war vor einer Woche das andere Auge Anfang Nov. 2022.

    Das erstmal zur Erklärung.

    Ich habe in den letzten 22 Jahren als Lagerarbeiter gearbeitet vorher war ich seit der Lehre auf dem Bau beschäftigt.

    Nach den 78 Wochen Krankengeld erhalte ich seit März Arbeitslosengeld gem.§136 SGB 3. dies steht im Bewilligungsbescheid.

    In einem anderen Schreiben steht das ich Arbeitslosengeld nach §145 SGB 3 erhalte nachdem der Amtsarzt aufgrund meiner Erkrankungen festgestellt hat das ich nur noch Beschäftigungen in einem Umfang von weniger als 15 Stunden wöchentlich ausüben kann.

    Habe auch mit den gleichen Unterlagen einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt dieser wurde im August abgelehnt. Nach der Knie OP war ich zur Reha und wurde auch beurteilt vom Reha Arzt welcher mich ein oder zwei mal gesehen hat aber er hat festgestellt das ich Arbeitsfähig bin 3 bis unter 6 Stunden mit den Einschränkungen Stehen : zeitweise Gehen : zeitweise im Sitzen : überwiegend

    Der Ablehnung der Erwerbsminderungsrente habe ich widersprochen das Widerspruchsverfahren läuft noch also ist die Entscheidung auch noch nicht Rechtsverbindlich oder doch?

    Das Arbeitsamt hat natürlich auch erfahren das mein Antrag von der Rentenstelle abgelehnt wurde daraufhin wurde ich vom Med.Dienst der Agentur neu beurteilt.

    Ich bin wieder Arbeitsfähig bis wöchentlich 40 Stunden zwar mit vielen Einschränkungen aber z.B. als Pförtner könnte ich noch arbeiten.

    Eine Erklärung zum Leistungsvermögen soll ich auch unterschreiben.

    Nun meine Frage ist dies rechtlich richtig obwohl die entgültige Entscheidung der EM Rente noch aussteht.

    Ich hoffe mir kann jemand helfen.

    MFG Peter

    • user
      Christian Schultz
      am 17.10.2022

      Hallo Peter, in diesem Forum haben wir nicht die Möglichkeit, eine individuelle Beratung durchzuführen. Dafür muss man sich Ihre Unterlagen anschauen. Wenden Sie sich für eine detaillierte Beratung gern an meine Kollegen: https://www.sovd.de/sozialverband/organisation/landes-und-kreisverbaende

  • user
    Oliver
    am 24.09.2022

    Hallo,

    leider bin ich wieder mal total verunsichert und erhoffe mir Rat von Ihnen:

    Bin 59 Jahre alt, ausgesteuert und lange arbeitslos in eine 8-wöchige psychosomatische Reha gegangen,

    mit 118 Tagen Restanspruch ALG1. Keine Nahtlosigkeit. Für diese 8 Wochen habe ich Übergangsgeld bezogen.

    Meine ambulante Reha dauert noch 4 Tage.

    Meine Frage ist nun, was passiert mit meinem ALG1, wenn ich arbeitsunfähig entlassen werde (ich stehe dem

    Arbeitsmarkt dann ja nicht zur Verfügung, oder?). Dies muss ich nach 8 Wochen neu beantragen, ist schon klar.

    Oder rutsche ich ab in den Hartz4-Bezug?

    Oder reicht es aus, beim Arbeitsamt fiktiverweise auf "...ich - stelle - mich - dem - Arbeitsmarkt - mit - meinem -

    Restleistungsvermögen- zur-Verfügung" hinzuweisen?

    ich weiß nicht, was ich tun soll.

    Danke für Ihre Antwort.

    • user
      Christian Schultz
      am 26.09.2022

      Hallo Oliver, wenn es hart auf hart kommt, sollten Sie erst einmal über diesen Weg an Ihr ALG I kommen. Ich empfehle Ihnen aber dringend eine persönliche Beratung. Denn in dieser Phase können Details einen großen Unterschied ausmachen: https://www.sovd.de/sozialverband/organisation/landes-und-kreisverbaende

  • user
    A. Fischer
    am 13.09.2022

    Ich bin seit nunmehr 22 Monaten wegen einer psychischen Erkrankung krank geschrieben. Vor 9 Monaten hat mir mein AG wegen Krankheit gekündigt. Da ich privat Krankenversichert bin, beziehe ich (derzeit noch) privates Krankentagegeld. Ich war bis zu meiner Kündigung in einer rentenversicherungspflichtigen Anstellung tätig. Laut SGB xxxx zahlen private KV die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung währen des Bezugs von priv. KTG weiter.

    Wenn meine private KV nun wegen gutachterlich festgestellter "Berufsunfähigkeit" (terminus technicus der priv. KV) die Zahlungen einstellt, habe ich dann gegenüber der Arbeitsagentur die gleichen Rechte (ALG1) wie ein ausgesteuerter AN?

    Ich hatte bis zu meiner Erkrankung eine Anspruchsdauer für ALG1 aufgrund Alter und Beitragsjahre einen Anspruch von 24 Monaten ALG1. Ich bin jetzt 63 Jahre alt.

    • user
      Christian Schultz
      am 14.09.2022

      Hallo, leider kann ich Ihnen das mit der privaten Versicherung nicht beantworten. Aber ich gehe davon aus, dass das Szenario dann analog zur GKV abläuft. Die Beiträge wurden ja gezahlt.

  • user
    Fragesteller
    am 18.06.2022

    Weshalb bekommen ich von der AfA bezüglich meines Antrages gemäß der Nahtlosigkeitsregelung einen positiven Bescheid zum Arbeitslosengeld ALG I gem. § 136 SGB III

    und nicht nach § 145 SGB III ?

    Der Antrag auf EMR ist noch nicht abschließend geklärt.

    Oder ist genau das der entscheidende Fakt?

    Muss ich hierbei aktiv werden, oder entscheidet sich das nur über die weiterführende Entscheidung seitens der DRV bezüglich des Antrages auf EMR?

    Bin seit 05/2022 bei der KK ausgesteuert, Antrag auf LTA habe ich 03/2022 bei einer 6-wöchigen EBA eingesetzt, deren Ergebnis nun den Weg in de EMR empfiehlt, da unterhalb von 3 Stunden leistungsfähig pro Tag, laut Abschlussgutachten.

    Anspruch auf ALG I besteht aktuell ab 05/2022 bis 08/2023.

    Eine Reha ist letztmalig 2020 gelaufen, 2021 war ein 8-wöchiger Aufenthalt in einer Akut-Klinik.

    • user
      Christian Schultz
      am 20.06.2022

      Ohne Ihre Unterlagen einsehen zu können, kann man das leider nicht seriös beantworten.

  • user
    Michael Schuster
    am 21.05.2022

    Guten Tag,

    ich habe eine Frage. Ich bin 63 Jahre alt.Im Oktober 2020 Schmerzklinik Aufenthalt, anschließend Anschlussreha.Darf im meinem Beruf unter 3 Stunden/Tag, und auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt 6 Stunden/Tag arbeiten, arbeitsunfähig entlassen. Ab Ende November 2020 bis 23.3.22 Krankengeld Bezug. Ende August 2021 auf Wunsch von der Krankenkasse Reha Antrag gestellt.Der Antrag wurde abgelehnt und auf Teilhabe am Arbeitsplatz geprüft.Ich bin aus der KK mittlerweile ausgesteuert, und ab 24.03.22 beziehe Arbeitslosengeld im Rahmen der Nahtlosigkeit. Der Arbeitsagentur auf Nachfrage habe ich mitgeteilt, dass der Reha-Antrag schon gestellt wurde. Jetzt habe ich einen Brief von der Rentenversicherung bekommen, dass die Voraussetzungen für Erwerbsminderungsrente fehlen und,dass ich in meinem Beruf unter 3 Stunden, bzw auf allgemeinen Arbeitsplatz 6 und mehr Stunden arbeiten kann. Was passiert jetzt mit dem Arbeitslosengeld? Werde ich das Geld weiter im Ramen der Nahtlosigkeit bekommen? Medizinische Dienst vom Arbeitsamt hat es ja schon festgestellt.Oder entfällt jetzt die Nahtlosigkeitsregel, weil die Voraussetzungen für Erwerbsminderungsrente nicht erfüllt wurden und der Antrag auf Leistungen zur Teilhabe nicht als Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung gilt.

    Wird mein Arbeitslosengeld weiterhin aufgrund der Nahtlosigkeit weiter gezahlt oder muss ich jetzt dem Arbeitsamt voll zur Verfügung stehen,damit ich mein ALG1 weiterhin beziehen kann? Ich wurde nächste Woche beim Arbeitsamt vorgeladen, weiß nicht, wie ich mich richtig verhalten soll. Für eine schnelle Antwort wäre ich sehr dankbar

    • user
      Christian Schultz
      am 23.05.2022

      Hallo Michael, ich denke, dass die Nahtlosigkeitkeit nun nicht mehr gilt und Sie sich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen müssen, um weiterhin ALG I zu erhalten. Aber das werden Sie bald im Gespräch mit Ihrem Sachbearbeiter noch einmal klären können.

  • user
    H. Tölle
    am 10.04.2022

    Ich bin seit dem 26.02.22 ausgesteuert, habe kurz zuvor eine Reha über die Krankenkasse gemacht und nun einen Antrag auf EU-Rente und ALG gestellt. Die Entscheidung über die Rente steht noch aus. Das ALG wurde gem § 136 SGB III bewilligt - über eine Nahtlosigkeitsregelung kann ich im Bescheid der BA nichts erkennen. Wie finde ich heraus, ob diese angewandt wurde?

    • user
      Christian Schultz
      am 10.04.2022

      Das Wort "Nahtlosigkeit" fällt offiziell auch nicht, Sie finden es daher weder im Bescheid noch im Gesetz. Maßgeblich ist hier aber § 145 SGB III (Minderung der Leistungsfähigkeit). Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie am besten bei der Arbeitsagentur nach.

  • user
    Susanne
    am 09.03.2022

    Hallo,

    Ich werde zum 26.05.2022 ausgesteuert und habe mich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet. Diese wollen ab sofort die Krankmeldung. Ist das rechtens!?

    Gruß Susanne

    • user
      Christian Schultz
      am 10.03.2022

      Hallo Susanne, das ist ungewöhnlich. Dieses Vorgehen der Arbeitsagentur kann ich mir nicht erklären. Zumal Sie die Krankmeldung später auch gar nicht in jedem Fall der Arbeitsagentur zur Verfügung stellen sollten: https://www.sovd-sh.de/aktuelles/meldung/nach-aussteuerung-wer-bekommt-jetzt-die-krankmeldung

      Sollten hier Probleme auftauchen, lassen Sie sich bitte persönlich beraten. Das müsste man sich im Einzelfall anschauen.

  • user
    Antje
    am 20.01.2022

    Bin schon ausgesteuert, Arzt und Rheaarzt plädieren beide für volle Erwerbsunfähigkeit. Die Nahtlosigkeitsregel trifft auf mich zu.Habe Anspruch auf ca

    560 Tage ALG 1 , was vorrausichtlich höher ausfällt als meine volle Erwerbsunfähigkeitsrente , wann soll oder muss ich den Antrag auf Erwerbsunfähigkeit stellen ?

    Mit freundlichen Grüssen

    Antje

    • user
      Christian Schultz
      am 20.01.2022

      Hallo Antje, Sie werden vermutlich von der Arbeitsagentur aufgefordert, eine Reha bei der Rentenversicherung zu beantragen. Kommt hier raus, dass die Voraussetzungen für eine EM-Rente vorliegen, wird Ihr Reha-Antrag im Nachhinein zum Weg in die EM-Rente.

  • user
    Roland Schadhauser
    am 11.01.2022

    Hi Leute, ich bin seit zwei Jahren krankgeschrieben und weiterhin jeden Monat hole ich mir eine Krankmeldung für einen Monat ab, ich bin 50% Schwerbehindert. Habe die Reha vor Rente hinter mir wurde auch im Dezember von einem Arzt der Rentenkasse untersucht und warte jetzt auf das Ergebnis, ich wurde im September ausgesteuert bei der Krankenkasse lebe von meiner Frau und meine Mutter hat mich etwas unterstützt. Jetzt fehlt das Geld trotzdem und ich warte immer noch auf eine Entscheidung der Rentenkasse, ob ich eine Erwerbsunfähigkeitsrente in vollem Umfang oder nur die Hälfte bekomme, bzw. Ist. Die Frage soll ich mich jetzt noch arbeitslos bzw. Arbeitslosengeld oder eben ein Geld beantragen beim Arbeitsamt für die Übergangsphase Frage?

    • user
      Christian Schultz
      am 17.01.2022

      Hallo Roland, wenn das Krankengeld ausläuft, sollte man sich immer bei der Arbeitsagentur melden. Immer.

  • user
    Meyer
    am 22.10.2021

    Ich bin in der Natlosigkeitsregel und mein Arbeitgeber droht mit Abmahnung wenn ich nicht zur von ihr bestimmten Ärztin gehe ist das okay?

    Ich wäre dankbar für ihre Meinung.

    • user
      Christian Schultz
      am 22.10.2021

      Ich wüsste nicht, dass Ihr Arbeitgeber das Recht hätte, den Arzt für Sie auszusuchen. Allerdings sind wir beim SoVD im Arbeitsrecht nicht sprechfähig - wenn Sie sichergehen möchten, sollten Sie noch einmal einen Fachanwalt in diesem Bereich befragen.

  • user
    Krasser
    am 30.07.2021

    Hallo..und Danke .

    Zwei Fragen:

    1. Kann ich auch als zB Pfälzer bei euch eintreten und wie wâre das dann bei gerichtlicherb Vertretung ?

    2. Eine Möglichkeit fehlt mir noch. Wenn zb der Amtsarzt der AA sagt, daß ich trotz Rehabericht mit unter 3h täglich für mehr als 6 Monate, sich dieser Ansicht nicht anschließt und mich für überhaupt nicht arbeitsfähig erklärt. Somit dann als auch nicht vermittelbar, dadurch auch kein ALG I . Denn das ALG 1 setzt ja eine Restarbeitsfähigkeit voraus.

    Das groteske ist ja, daß ich auch 5 Monate inbEeha gewesen sein kann, letztlich aber ein Amtsarzt darüber entscheidet, ob er sich diesem Bericht anschließt, oder ihn anders deutet....

    • user
      Christian Schultz
      am 30.07.2021

      In solch einem Fall läuft es dann mithilfe einer erneuten Reha auf die Erwerbsminderungsrente hinaus. In der Regel gibt es für den Übergang aber noch ALG I.

      Sie können gern beim SoVD Rheinland-Pfalz/Saarland Mitglied werden. Die Kollegen dort beraten zu den gleichen Themen wie wir: www.sovd-rlp-saarland.de/beratung-finden/anliegen

  • user
    Michael
    am 30.07.2021

    Dem Kommentar von "ae" ist fast nichts hinzuzufügen. Die Tatsache, dass das Arbeitsamt darüber entscheidet, ob gezahlt wird oder nicht, ist schon ein Skandal erster Güte - und das auch noch nach sog. Aktenlage. Noch mehr Intransparenz geht schon gar nicht mehr. Will da tatsächlich jemand behaupten, man werde gerecht und objektiv behandelt? Ich glaube eher nicht. Es geht nur darum, alles abzulehnen und die Betroffenen in die Walachei zu jagen. Jahrzehntelang kann man buckeln bis man krank wird und dieses Ämtervolk mit Sozialbeiträgen mitfinanzieren um sich anschließend in den Allerwertesten treten zu lassen.

  • user
    ae
    am 29.07.2021

    Hätte ich das bloß alles gewußt, bevor/als das Kind in den Brunnen gefallen ist.. so haben mich Ämter und Kasse um zehntausende Euro besch... Man sollte ja mit gesundem Menschenverstand meinen, daß wenn man im Spital und krank ist, man NICHT zum Arbeitsamt zum Jobgespräch muß um die Übergangszahlung zu bekommen.. nein, weit gefehlt, es hat sogar EIN GERICHT geurteilt, daß die ALG1 Versagung rechtens sei, da ich ja nicht an meinem Wohnort dem Arbeitsamt zur Verfügung stand, weil woanders im Spital.. Verkehrte Welt. Und dafür hat man jahrzehntelang in diese bescheuerte Arbeitslosenversicherung eingezahlt. Ein Börsendepot hätte mir weit mehr genützt. Mit unserem Rechtsstaat stimmt was nicht.

  • user
    Lindner
    am 29.07.2021

    Sehr informativ,

    Danke

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