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Nach Reha arbeitsunfähig entlassen – gibt’s jetzt wieder Krankengeld?

Behinderung Gesundheit

Wer Krankengeld erhält, bekommt nicht selten einen Brief der Krankenversicherung. Darin enthalten: Die Aufforderung, eine Reha bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) zu beantragen. Wenn Sie dort als arbeitsunfähig entlassen werden, kann das ernste Konsequenzen haben. Wir stellen Ihnen die häufigsten Szenarien vor.

Ein Mann liegt auf einem Sofa. Man sieht seinen Kopf und seinen Schultern. Die Stimmung wirkt traurig.

Reha bei Krankengeld – was soll das überhaupt?

Ihre Krankenkasse hat das Recht zu überprüfen, wie es um Ihre gesundheitliche Situation bestellt ist. Eine Möglichzeit dazu ist die Reha. Wenn Sie also Krankengeld erhalten, ist die Wahrscheinlichkeit recht vor, dass die Kasse Sie irgendwann schriftlich zu einer Reha auffordert. Dazu müssen Sie einen Antrag bei der Rentenversicherung stellen. Nach Eingang des Briefes Ihrer Krankenkasse haben Sie dazu zehn Wochen Zeit.

Sie müssen dem Wunsch der Kasse folgen. Falls Sie sich widersetzen und keine Reha beantragen, darf die Krankenversicherung die Zahlung des Krankengeldes einstellen.

Am Ende der Reha – was steht im ärztlichen Entlassungsbericht?

In der Regel erfolgt die Reha stationär und dauert drei Wochen. Falls es Ihnen nicht möglich ist, aus familiären oder gesundheitlichen Gründen über drei Wochen von zu Hause weg zu sein, sollten Sie sich zeitnah mit dem Rententräger in Verbindung setzen. Wer miteinander spricht, findet in vielen Fällen eine passende Alternative.

Aber egal ob ambulant oder stationär – am Ende Ihrer Reha steht immer ein sogenannter ärztlicher Entlassungsbericht. Darin wird festgehalten, wie Ihre aktuelle gesundheitliche Situation aussieht. Und zwar mit Blick auf Ihr aktuelles Arbeitsverhältnis. Aber auch generell, unabhängig von Ihrer letzten Tätigkeit. Außerdem erstellen die Ärzte der Reha-Klinik eine Prognose für die kommenden Monate. Vor allem diese Prognose hat Auswirkungen auf die weitere Zahlung von Kranken- oder Arbeitslosengeld.

Ein wichtiger Hinweis: Sie selbst erhalten diesen Entlassungsbericht nicht automatisch. Nur auf Nachfrage wird der Rententräger ein Exemplar zu Ihnen nach Hause schicken. Geht die Reha auf eine Forderung der Krankenkasse zurück, wird diese jedoch automatisch von der Rentenversicherung informiert.

Arbeitsunfähig? Eine Frage von Stunden

Kommen wir zurück zur Prognose im Entlassungsbericht. Warum hat die Krankenkasse ein so großes Interesse daran, dass Versicherte eine Reha absolvieren? Die Antwort finden Sie in einem unscheinbaren Kästchen auf der zweiten Seite Ihres Berichts. Wenn die Ärzte der DRV der Meinung sind, dass Sie dauerhaft weniger als drei Stunden pro Tag einer beruflichen Tätigkeit nachgehen können, ist diese Stelle mit einem Kreuz markiert.

Für die Krankenkasse bedeutet das: Sie sind so schwer erkrankt, dass Sie auf absehbare Zeit nicht mehr in Ihren Beruf – und auch nicht in einen anderen – zurückkehren werden. Und damit sind Sie ein Fall für die Erwerbsminderungsrente.

Wenn also im Rahmen Ihrer Reha-Maßnahme festgestellt wird, dass Sie dauerhaft weniger als drei Stunden täglich arbeiten können, hat das gravierende Folgen.

Bekomme ich nach der Reha automatisch EM-Rente?

Was nun im Folgenden passiert, hängt von einer wichtigen Frage ab. Von wem ging die Reha aus? Hat die Krankenkasse Sie zum Antrag gedrängt und damit das Gestaltungsrecht eingeschränkt? Oder haben Sie selbst die Reha auf den Weg gebracht?

Im zweiten Fall besitzen Sie ein wenig Spielraum. Denn normalerweise würde Ihr Antrag zur Reha rückwirkend in einen Antrag zur EM-Rente umgedeutet. Für die Krankenkasse hat das den Vorteil, dass diese Ihre Zahlungen vom Rententräger erstattet bekommt. Ob dieser Weg auch für Sie Sinn ergibt, muss man sich im Einzelfall ansehen. In vielen Fällen kann die rückwirkende Umdeutung vorteilhaft sein. Aber nicht immer – und dann hätten Sie die zweite Option, die Erwerbsminderungsrente erst ab dem Zeitpunkt des neuen Antrags laufen zu lassen.

Neuer Antrag? Ja, Sie müssen in jedem Fall noch einmal einen Antrag bei der Rentenversicherung stellen. Doch die DRV meldet sich normalerweise nach der Reha mit einem Brief bei Ihnen, in dem die wichtigsten Informationen zusammengefasst werden.

Was passiert im anderen Fall – also, wenn Sie die Reha nur angeschoben haben, weil Ihre Krankenkasse es so wollte? Dann verfügen Sie leider nicht über dieses Gestaltungsrecht. Wenn aus dem Entlassungsbericht hervorgeht, dass Sie erwerbsgemindert sind, müssen Sie die Reha in eine EM-Rente umwandeln. Und zwar rückwirkend, die Krankenversicherung freut sich. Stellen Sie keinen Rentenantrag, hat Ihre Kasse wieder das Recht, das Krankengeld einzustellen. Und Sie stehen ohne Einkommen da.

Arbeitsunfähig ist nicht immer erwerbsgemindert

Noch eine wichtige Klarstellung: Die Bezeichnung „arbeitsunfähig“ im Entlassungsbericht bedeutet nicht immer, dass es auf die Erwerbsminderungsrente hinausläuft. Viele unserer Mitglieder werden arbeitsunfähig entlassen, können aber – gemäß der Prognose im Entlassungsbericht – bald wieder vollschichtig arbeiten.

Relevant ist das sogenannte Restleistungsvermögen für den allgemeinen Arbeitsmarkt. Nur wenn dieses dauerhaft unter drei Stunden pro Tag liegt, kommt aus gesundheitlichen Gründen eine volle EM-Rente in Betracht. Falls im Bericht vermerkt ist, dass Sie zwischen drei und sechs Stunden arbeiten könnten, wären die medizinischen Voraussetzungen für eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung erfüllt.

Fazit: Wer aus der Reha arbeitsunfähig entlassen wird, sollte sich den Bericht noch einmal genau anschauen

Jetzt haben Sie eine Vorstellung, warum Ihre Krankenkasse Sie unbedingt zur Reha schicken möchte. Das ist ihr gutes Recht. Doch Sie sollten sich bereits vor dem Antrag darüber im Klaren sein, welche Konsequenzen mit Ihrem Antrag einhergehen können. Wenn es hart auf hart kommt, können Sie den Antrag nicht verhindern. Im Zweifelsfall empfehlen wir in dieser kniffligen Situation jedoch immer eine persönliche Beratung.

„Fragen Sie im Anschluss an die Reha aktiv nach dem ärztlichen Entlassungsbericht. Dieser gibt Auskunft darüber, wie es für Sie weitergeht.“

Christian Schultz, SoVD Schleswig-Holstein

Kommentare (52)

  • Rosemarie Bock
    Rosemarie Bock
    am 15.11.2020
    Sehr geehrter Herr Schultz, ich habe bereits Ihr sehr aufschlussreiches Buch "Am Ende vom Krankengeld" gelesen, habe aber noch eine Frage zu meiner persönlichen Situation. Ich bin seit August 2019 arbeitsunfähig, nach Aufvorderung der Krankenkasse zur Reha ist diese nun für 5 Wochen bewilligt, der Zeitpunkt der Durchführung steht noch nicht fest. Laut Rentenbescheid wäre eine EM-Rente um ca.88,-€ höher als die Regelaltersrente, die ich zum 01.07.2022 beziehen würde. Folglich wäre eine EM-Rente für mich nicht ungünstig, selbst mit 1,2 % Abschlägen, oder? Weiterhin hätte ich zum 01.11.2021 die Wartezeit von 45 Jahren erfüllt, was würde das bedeuten, wenn ich vorher EM beziehe, oder ict das nicht relevant? Die letzte Frage ist, ich habe den Reha-Antrag am 02.10.2020 gestellt, da meine Ärztin allerdings das von ihr auszufüllende Formular bereits im September zur Rentenversicherunggeschickt hat (obwohl ich eigentlich alle Unterlagen gemeinsam einreichen wollte), gilt nun dieses Datum als Antragstellung. Am Ende ist das Datum jedoch wichtig bei der Berechnung der Abschläge bei einer eventuellen EM-Rente, ich bin im August 2020 64 Jahre alt geworden. Vielen Dank und freundliche Grüße,
    Rosemarie Bock
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 16.11.2020
    Hallo Rosemarie, nicht jede Erwerbsminderungsrente ist so niedrig, dass man sie unbedingt vermeiden sollte. Das muss man sich natürlich immer im Detail anschauen.

    Für die Altersrente nach 45 Jahren kann die EM-Rente zum Problem werden, wenn Sie die Wartezeit noch nicht erfüllt haben. Allerdings haben Sie dann immer noch die Möglichkeit, neben der EM-Rente einen Minijob auszuüben. Wenn Sie hier eigene Rentenbeiträge abführen, zählt das zu den 45 Jahren dazu: https://www.sovd-sh.de/2020/05/26/45-versicherungsjahre-zaehlt-erwerbsminderungsrente-hier-mit/

    Für eine eventuelle Umwandlung der Reha zur Rente zählt das Antragsdatum. Wie das hier im Einzelfall ausschaut, weiß ich leider nicht. Da empfehle ich Ihnen doch lieber eine individuelle Beratung.
  • Rosemarie Bock
    Rosemarie Bock
    am 16.11.2020
    Vielen Dank für die schnelle Antwort.
  • Roschke, Jacqueline
    Roschke, Jacqueline
    am 15.12.2020
    Sehr geehrter Herr Schulz,
    mein Reha-Antrag wurde direkt von der Tagesklinik Ende Januar 2020 eingereicht. Das Schreiben von der Krankenkasse habe ich Ende Februar 2020 erhalten, schon mit dem Hinweis, dass bei Verrentung das Krankengeld ab Antrag zurück zu zahlen ist und ich keine Wahl in Bezug auf die Rente habe.
    Wenn ich das richtig verstanden habe in dem Beitrag, wäre das so ja nicht korrekt.
    Sehe ich das richtig oder hat die Krankenkasse das Recht auf ihrer Seite?
    Liebe Grüße Jacqueline
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 15.12.2020
      Hi Jacqueline, die Krankenkasse darf auch im Nachhinein das "Gestaltungsrecht" für sich einfordern. Das kommt gar nicht so selten vor. Sollte dann in der Reha rauskommen, dass Sie weniger als drei Stunden pro Tag arbeiten können, würde man Sie zu einem Rentenantrag auffordern.

      Ich kann natürlich nur allgemein antworten. Um sicher zu gehen, sollten Sie aber nochmal einen Experten draufschauen lassen.
  • FRANK SCHWUDKE
    FRANK SCHWUDKE
    am 15.12.2020
    Hallo ich war in der Reha ( SELBST BEANTRAGT ) erst wurde der antrag abgelehnt dann für 4 Wochen bewilligt!! Nach der absollvierung der reha kam der entlassungsbericht bis heute (2 MONATE HER ) Keine post von der drv NUN MEINE FRAGE die reha war ohne erfolg !! Wird der reha antrag jetzt automatisch in ein em antrag umgewandelt?? LG FRANK
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 16.12.2020
      Hallo Frank, der Antrag zur Reha mündet nur in eine Erwerbsminderungsrente, wenn im Entlassungsbericht steht, dass Sie dauerhaft weniger als drei Stunden arbeiten können. Ein Automatismus erfolgt auch nur, wenn Sie nicht mehr über das "Gestaltungsrecht" verfügen. Da Sie die Reha jedoch selbst beantragt haben, gehe ich in Ihrem Fall nicht davon aus.
    • FRANK
      FRANK
      am 14.03.2021
      Muss ich nun einen Antrag auf EM stellen oder nicht !!! Im entlassungsbericht iist das nicht zu erkennen ??

      Hatte bereits 2016 einen antrag auf Em gestellt abgelehnt -sozial gericht - abgelehnt
      was soll oder kann ich jetzt machen ???

      LG FRANK
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 15.03.2021
      Hi Frank, ja - den Antrag müssen Sie selbst stellen.
  • Hans-Jürgen
    Hans-Jürgen
    am 17.12.2020
    Hallo, ich habe selber die Reha angeschoben, die Krankenkasse hat mir in einem Einwurfeinschreiben mitgeteilt das Sie das Gestaltungsrecht beansprucht. Wenn es dazu kommt dann habe ich zu dem Zeitpunkt noch keine 45 Jahre voll. Wenn ich nach der Reha (diese ist ca. 8 Monate später) den Antrag selber stelle wird doch die Berechnung der frühzeitigen Inanspruchnahme um diese 8 Monate nicht angerechnet. Ich verliere so doch 8 Monate x 0,3% Punkte.?
  • Harald Rasp
    Harald Rasp
    am 18.12.2020
    Hallo ich würde von der Krankenversicherung auf Reha geschickt hatte diese 10 Wochen frist jetzt wurde ich nach der Reha unter 3 Std arbeitsfähig entlassen wie verhalte ich mich jetzt soll ich jetzt erstmal abwarten ob mir die Rentenanstalt einen Brief schreibt oder selbst einen Antrag auf Eu-Rentnerin stellen
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 04.01.2021
      Hallo Harald, wenn die Krankenversicherung Sie zur Reha aufgefordert hat, werden Sie mit Sicherheit noch von ihr hören. Ansonsten können Sie auch einfach mal bei beim Rententräger anrufen und nachfragen.
  • Hermann Müller
    Hermann Müller
    am 28.12.2020
    Hallo,
    danke für den guten Beitrag, ich habe auch Ihr Buch gelesen, welches mir sehr gefallen hat.

    1. Mein Arzt und ich haben auf Druck der Krankenkasse, eine Reha beantragt, die auch bewilligt wurde. Ich habe aber keine Aufforderung erhalten, woher weiß ich jetzt ob ich in meinem "Gestaltungsrecht" eingeschränkt wurde?
    2. Egal ob ich nun arbeitsfähig oder dauerhaft arbeitsunfähig entlassen werde (-> EM-Rente Antrag) aber mein Facharzt dies anders sieht, kann er/ich diesbezüglich Widerspruch einlegen?
    3. Ich wurde kurz vor Ende meines Arbeitsverhältnisses arbeitsunfähig und wurde bis jetzt lückenlos arbeitsunfähig geschrieben. Wie wird das Krankengeld nach der Reha berechnet? Ich bekomme jetzt ca. 90% von meinem letzten Nettogehalt.

    LG
    Hermann Müller
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 04.01.2021
      Hallo Hermann,

      die Krankenkasse kann das Gestaltungsrecht nur schriftlich einschränken. Wenn sie das tut, steht das irgendwo in einem der Briefe Ihrer Versicherung.

      Ihr Arzt kann keinen Widerspruch einlegen, das können nur Sie selbst. Die Berichte Ihres Arztes könnten Sie dann als "Munition" für die Begründung nutzen.

      Das Krankengeld sollte nach der Reha immer noch so hoch sein wie vorher. Aber bei diesem Punkt bin ich mir nicht sicher.
    • Hermann Müller
      Hermann Müller
      am 06.01.2021
      Hallo Christian,

      danke für deine schnelle Rückmeldung :)

      Wenn das Gestaltungsrecht nachträglich eingeschränkt wurde, müsste ich dann auch schriftlich benachrichtigt werden? Habe nämlich zufällig bei einem Anruf in der Reha-Klink erfahren, dass ich den Termin nicht verschieben kann ohne Zustimmung der Krankenkasse. Wenn die Krankenkasse mich nicht schriftlich aufgefordert hat, wann bzw. wie kann ich der Einschränkung dann widersprechen?

      Sollte ich als "dauerhaft arbeitsunfähig" entlassen werden, könnte ich mich dann trotzdem noch arbeitslos melden und ALG1 beziehen und dann eventuell mich irgendwann wieder arbeitsunfähig (mit Krankengeldbezug) melden?

      LG
      Hermann Müller
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 06.01.2021
      Hallo Hermann, ja - das Gestaltungsrecht muss schriftlich eingeschränkt werden. Wenn das der Fall ist, müsstest Du einen Rentenantrag stellen, falls in der Reha herauskommt, dass Dein Restleistungsvermögen unter drei Stunden am Tag liegt.

      Wenn Du Dir in Deiner Situation unsicher bist, am besten anhand der Unterlagen persönlich beraten lassen: https://www.sovd-sh.de/beratung/sozialberatung/informationen
  • Heiner Zeiger
    Heiner Zeiger
    am 23.01.2021
    Guten Tag Herr Schultz,
    seit dem 9.Dez. 2019 bin ich durchgängig aktuell bis zum 01.Feb. 2021 arbeitsunfähig und aufgrund einer Firmenauflösung dann auch seit dem 01.Januar 2020 arbeitslos.
    So hat mich daraufhin die GKV im Sept. 2020 aufgefordert bei der DRV eine REHA zu beantragen um meine Arbeitsfähigkeit möglichst wieder herzustellen. Den REHA Antrag habe ich dann im Dez. 2020 gestellt, so dass er aktuell bearbeitet wird.
    Mir stellt sich nun die Frage was mit dem REHA Antrag bzw. dem Krankengeld passieren würde wenn mein behandelnder Arzt mich nicht mehr weiter über den 01.Feb.2021 hin arbeitsunfähig schreibt.
    Sicher würde ich mich dann arbeitslos/arbeitssuchend melden.
    Ergänzend noch die Anmerkung, dass ich mit dem 01. Juni 2021 den Termin der Altersrente erreichen werde und beabsichtige den entsprechenden Rentenantrag auch zu stellen.
    Danke!
    Viele Grüße
    Heiner Zeiger
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 25.01.2021
      Hallo Heiner, bei fehlender Krankmeldung zahlt die Kasse kein Krankengeld mehr. In Ihrem Fall wäre es dann wohl möglich, Arbeitslosengeld zu beantragen - Anspruch haben Sie ja sicherlich. Das sollte dann bis zum Renteneintritt reichen.

      Aber am besten lassen Sie sich noch einmal persönlich beraten. Sie wissen ja: Im Sozialrecht kommt es immer auf die kleinen Details an.
  • Sabine H.
    Sabine H.
    am 27.01.2021
    Sehr geehrter Herr Schulz, ich habe folgende Frage. In Ihrem sehr ausführlichen Bericht und den sehr detaillierten Büchern gehen Sie auch auf die Antragstellung, neben den vielen anderen wichtigen Sachen, einer Reha ein. Ich habe wegen psysischer Probleme schon 3 Wochen nach meiner 1. Krankschreibung, Februar 20, eine Reha beantragt. Ich bin extra mit meinem Mann gemeinsam bei der KK, mit Termin, dazu dort gewesen. Meine zuständige Sachberaterin hatte sofort einen Antrag parat und bot sich an ihn auszufüllen. Dies tat sie dann auch. Ich hatte mir dabei nichts gedacht. Von der Krankenkasse war keine Aufforderung zur Reha erfolgt. Wegen einem familiären Problem mußte ich schweren Herzens den 1. Rehatermin im November 20 verschieben. Daraufhin wies mich die Sachberaterin darauf hin, dass die Verschiebung bei mir nur 1x möglich wäre, weil der Antrag ja von der KK eingeleitet wurde. Den 2. Rehatermin nehme ich natürlich wahr. Jetzt habe ich aber bei Ihnen gelesen, dass falls ich eine Erwerbsminderungsrente beantragt müsste, diese wenn die KK den Rehaantrag gestellt hat dann rückwirkend die DRV mit Übergangsgeld einspringen würde, was ja der KK sehr entgegen kommen würde. Der Betrag aber ja viel geringer wäre. Müßte ich die Differenz denn eventuell zurückzahlen? Und eigentlich stimmt das nicht das die Krankenkasse mich aufgefordert hatte zur Reha, sondern ich bin ja extra hingegangen um den Antrag zu stellen.
    Was kann ich da jetzt tun?
    Vielen Dank für Ihre Mühe!
    Mit freundlichem Gruß
    Sabine H.
  • Sabine H.
    Sabine H.
    am 27.01.2021
    Sehr geehrter Herr Schultz, vielen Dank für Ihre schnelle Anwort! Leider ist ja alles nur mündlich in dem Gespräch gelaufen, mit keiner Notiz. Die Info später war nur telefonisch. Danke auch für den Info- Link.
    Ich möchte noch bemerken: - Es ist toll, dass Sie so verständlich antworten. In dem ganzen Labyrinth der Ämter ist es so schwer sich zurecht zu finden. Man rechnet ja nicht damit längere Zeit krank und damit von den verschiedenen Ämtern, die wie Unternehmen funktionieren, abhängig zu werden. Ihre Bücher sind genauso verständlich und umfassend geschrieben. Dort nachzuschlagen hat mir schon viel erklärt. Danke! Bleiben Sie gesund!
    Sabine H.
  • H-J.Rubens
    H-J.Rubens
    am 31.01.2021
    Hallo Herr Schultz,
    Ich finde die Beiträge super und dafür bedanke ich mich ganz herzlich.
    Ich wurde seitens der Krankenkasse aufgefordert ein Rehaantrag mit 10Wochen Frist zu stellen, was ich auch unter Einhaltung der Frist direkt bei der Krankenkasse tat.
    Es folgte die Bestätigung seitens Rentenversicherung und habe danach 5Wochen Reha mit anschließende Verlängerung von 1Woche stationär teilnahm.
    Leider war es für mich aus gesundheitlichen Gründen sehr schwer dort zu fassen und bin arbeitsunfahig sowie im allgemeiner Arbeitsmarkt unter 3h Einsatzfähig entlassen worden.
    Mein Arzt teilt die gleiche Meinung und bin lückenlos weiterhin AU bescheinigt.
    Bin weder von der Krankenkasse noch seitens Rentenversicherung angeschrieben worden wie nun es weitergeht.
    Wird mein Reha-Antrag auf ein Erwerbsminderungsrenten -Antrag automatisch umgewandelt, oder muss ich selber einen neuen Antrag stellen und werden noch weitere Gutachter angehört.?
    Mit freundlichen Grüßen
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 01.02.2021
      Hallo H-J., es muss normalerweise noch ein Antrag gestellt werden. Sollten Sie noch nichts von der Krankenkasse gehört haben, können Sie dort ruhig einmal nachfragen.
  • Michaela
    Michaela
    am 04.02.2021
    Hallo Christian,

    ich bin seit Februar 2020 AU. Im Dezember war ich in Reha für 3 Wochen und bin dort als voraussichtlich AU bis Ende Januar 2021 entlassen worden. Die Einschätzung der Reha war, dass ich danach wieder voll einsatzfähig bin. Bin ich allerdings nicht, was auch der Facharzt so sieht.
    Jetzt zu meiner Frage. Wird die Krankenkasse das Krankengeld einstellen bzw. hat diese die Möglichkeit dazu? Ich würde mich gerne vorher wappnen. Vielen Dank.
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 04.02.2021
      Hallo Michaela, relevant ist in dem Entlassungsbericht vor allem, ob die Erwerbsminderung als dauerhaft (länger als sechs Monate) eingeschätzt wird. Wenn das der Fall ist, wird in der Regel die EM-Rente eingeleitet. Aber lassen Sie das Ganze am besten noch einmal individuell prüfen.
  • Anne Teumer
    Anne Teumer
    am 15.02.2021
    Sehr geehrter Herr Schulz,
    mich beschäftigt gerade folgendes:
    Ich bin seit Februar 2020 aus psychosomatischen Gründen krank geschrieben und war aus diesem Grund jetzt wieder zu einer 5 wöchigen Reha (der 3. innerhalb von 4 Jahren).
    Ich bin arbeitsunfähig entlassen worden und in der Checkliste an die DRV wurde "Kurzzeitige Arbeitsunfähigkeit" angekreuzt. Mein Arzt (und auch mein Psychotherapeut) sieht das im Moment noch anders und hat mich weiterhin krank geschrieben. Es gibt leider zu viele Baustellen in meinem Leben. Mich beschäftigt nun die Frage, kann die Krankenkasse die Zahlungen einstellen (auf Grund der Daten aus der Checkliste an die DRV)?
    Ich wünsche Ihnen alles Gute und verbleibe
    mit freundlichen Grüßen
    Anne Teumer
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 04.03.2021
      Hallo Anne, solange Sie krankgeschrieben sind und den Aufforderungen der Kasse nachkommen (z.B. Reha beantragen), muss grundsätzlich auch Krankengeld gezahlt werden. Natürlich erleben wir bei uns auch immer wieder Fälle, wo die Krankenkasse die Zahlung einstellt - in der Regel kann dieses Problem mit rechtzeitigem Widerspruch gelöst werden.

      Wenn Sie Schwierigkeiten mit so etwas haben, sollten Sie sich jedoch in jedem Fall persönlich beraten lassen: https://www.sovd-sh.de/beratung/sozialberatung/informationen
  • udo polte
    udo polte
    am 15.02.2021
    Guten Abend ,
    Ich bin nach 78 Wochen mit der Krankheit psychosomatisch Mittel schwere Depression ausgesteuert worden dann zum Arbeitsamt und beziehe Arbeitslosengeld !
    musste jetzt an einer Reha teilnehmen nach einer Hüft OP. In dieser Reha wurde ich auch psychosomatisch betreut. Der Psychologe hat mir jetzt schon mitgeteilt mit seiner Bewertung dass ich wieder 6 Stunden und mehr arbeiten kann. Wobei ich ihm meinen Standpunkt schriftlich mitgeteilt habe dass dem nicht so der Fall sein wird. Doch bei der Abschlussvisite teilte mir die Chef Ärzte mit , dass sie Der selben Meinung ist , wie der Psychologe und mir kein Gefälligkeitsgutachten ausgestellt würde. Habe aufgrund meiner Arbeitsvermittlerin vom Arbeitsamt einen Erwerbsminderungsantrag gestellt der im nächsten Monat auch zum Termin kommt !
    Wird diese Beurteilung jetzt für mich schädlich sein ?!
    und akzeptieren kann ich nicht dass mir vorgehalten wurde , ich bräuchte ein Gefälligkeitsgutachten !!
    Wie sehen Sie meine Chance bei dem Erstkontakt mit der Psychologin für die Erwerbsminderungsrente ?
    Gruß, Udo
  • Andreas
    Andreas
    am 17.02.2021
    Sehr geehrter Herr Schulz,
    ich bin seit dem 3.8.20 krank - fing meine Reha am 13.1 an bis zum 24.2.21. Heute habe ich erfahren, dass ich arbeitsfähig entlassen werde. Ehrlich gesagt fühle ich mich einfach noch nicht stark und fit genug, wieder arbeiten zu gehen. Die Reha habe ich selbst beantragt. Wird es Probleme geben bzgl. Krankengeld? Werde nach der Reha umgehend zu meiner Hausärztin gehen müssen. Zudem habe ich einen Antrag für eine Umschulung erhalten. Wäre Ihnen sehr dankbar wenn Sie mir helfen könnten.

    Mit freundlichen Grüßen aus Ostwestfalen
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 04.03.2021
      Hallo Andreas, die Prognose der Reha bezieht sich normalerweise auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Wenn Sie weiterhin krankgeschrieben sind, sollte die Kasse auch erstmal weiter Krankengeld zahlen.

      Aber wenn es Probleme gehen sollte, lassen Sie sich bitte persönlich beraten: https://www.sovd-sh.de/beratung/sozialberatung/informationen
  • Ulrike
    Ulrike
    am 23.02.2021
    Hallo - ich habe zwei Fragen, zunächst aber der Sachverhalt: ich werde morgen nach 5 Wochen REHA (DRV) mit 2 wöchiger Verlängerung als "arbeitsunfähig auf absehbare Zeit" entlassen (AU seit 8.5.20). Den Antrag für die REHA hatte ich selbst Mitte letzten Jahres gestellt

    Die Krk hatte im November das Dispositionsrecht nachträglich eingeschränkt, was mich nicht sehr beunruhigt, da ich die Vorgaben zum REHA-Antritt eingehalten habe. Weiter der Text der Krk - und da sind meine Bedenken: 'Falls Ihre Erwerbsfähigkeit dauerhaft gemindert ist, kann der Antrag in einen Rentenantrag wegen verminderter Erwerbsfähigkeit umgedeutet werden. Die Einschränkung Ihres Dispositionsrechts bleibt dann bestehen.'
    Meine Frage(n): was heißt das genau? Und:
    Wie verhält es sich mit einer Umdeutung des Rehanantrages auf Erb.-minderungsrente?
    Ich bewerbe mich bereits jetzt und will auf jeden Fall wieder arbeiten.
    Vielen Dank im Voraus für ihre Mühe.
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 25.02.2021
      Hallo Ulrike, das heißt: Wenn die Voraussetzungen für eine EM-Rente vorliegen, müssen Sie diese nun beantragen. Für mich steht noch die Frage im Raum, was "auf absehbare Zeit" bedeutet. Denn für die EM-Rente müssten Sie voraussichtlich dauerhaft (länger als sechs Monate) arbeitsunfähig sein.

      Klären Sie das am besten anhand Ihrer Unterlagen bei meinen Kollegen: https://www.sovd-sh.de/beratung/sozialberatung/informationen
  • Ralf Butkus
    Ralf Butkus
    am 25.02.2021
    Guten Tag Herr Schultz,
    ich bin 58 Jahre und bekomme seit Oktober 2020 wegen psychischer Erkrankung Krankengeld. Nach langem suchen und telefonieren habe ich nun endlich im Februar einen Termin bei einem Psychiater bekommen. Wir haben das "Erst-Gespräch" geführt und ich werde mich auch zukünftig bei ihm behandeln lassen. Eine Diagnose vom Psychiater liegt derzeit noch nicht vor, nur die Diagnose auf der AU von meinem Hausarzt.
    Gestern habe ich nun einen Anruf von meiner Krankenversicherung erhalten in dem mir mitgeteilt wurde, dass man mich zu einer Reha auffordert und mir die nötigen Unterlagen zugeschickt werden.
    Auf meinen Hinweis das der Befund vom Psychologen noch aussteht wurde gesagt, das ein Gutachten vom Medizinischen Dienst der KK vorliegt.
    Frage 1:
    Kann meine KV auf Grundlage eines Gutachten des MDK eine Reha veranlassen bevor ein Befund vom Facharzt vorliegt?
    Frage 2:
    Kann ich nach der telefonischen Aufforderung meiner KV zur Reha, dieser noch durch einen Antrag auf Reha meinerseits bei der RV zuvorkommen um die Möglichkeit auf das Gestaltungsrecht zu erlangen?
    Vielen Dank im Voraus.
    Mit freundlichen Grüßen.
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 25.02.2021
    Hallo Ralf, grundsätzlich ist es korrekt: Die Krankenkasse darf Sie in dieser Situation zur einer Reha "zwingen". Aber das heißt nicht, dass man in bestimmten Situationen nicht mit der Kasse verhandeln und individuelle Lösungen verfolgen kann.

    Meine Empfehlung: Versuchen Sie mit der Krankenversicherung zu klären, ob Sie die Reha nicht erst nach der weiteren Therapie mit dem Psychologen angehen dürfen. Unabhängig davon rate ich Ihnen aber auf jeden Fall, dass Sie sich auch sozialrechtlich helfen lassen. Für alle Fälle.
  • Jörg Schwedler
    Jörg Schwedler
    am 01.03.2021
    Ich musste auf Aufforderung der KK eine Reha machen und bin mit AU bis auf Weiteres Entlassen worden. Von welcher Stelle erhalte ich nun den Reha Bericht, woraus ich nun entnehmen kann wieviel Std ich arbeiten kann ? Von der Klinik , KK oder RV ?
    Besten Dank
    Jörg Schwedler
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 01.03.2021
      Hallo Jörg, den Bericht selbst bekommen Sie in der Regel nicht automatisch. Der SoVD fordert diese Berichte für seine Mitglieder direkt bei der Deutschen Rentenversicherung an. Versuchen Sie am besten Ihr Glück. Falls es nicht klappt, gehen Sie über den SoVD.
  • Hans
    Hans
    am 01.03.2021
    Sehr geehrter Herr Schultz,

    Ich bin seit September 2018 AU, befinde mich seitdem in psychotherapeutischer Behandlung und bezog seit Oktober 2018 Krankengeld. Im November 2019 forderte mich die Krankenkasse auf, eine Reha zu beantragen oder einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen. Ich habe die Reha beantragt und diese wurde auch genehmigt. Mein Aufnahme in der Klinik wäre im März 2020 gewesen, diese wurde aber aufgrund der Corona-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben. Ende März 2020 wurde ich von der Krankenkasse ausgesteuert, musste mich, weil mir meine Firma gekündigt hatte, bei der AFA melden und erhielt seitdem Nahtlosigkeits - Alg1 nach §145. Im Februar 2021 konnte ich dann meine psychosomatische Reha in einer Klinik der Deutschen Rentenversicherung endlich antreten. Heute war Nachsorge-Visite und meine Stationsärztin erörterte mir, dass ich zwei Wochen Verlängerung erhalte, dann nach 7 Wochen AU entlassen werde und ich, von hier aus beantragt, in einer psychiatrischen Tagesklinik weiterbehandelt werden soll. Langfristig gesehen soll ich ihrer Meinung nach aber in ca. 1 1/2 bis 2 Jahren, dann werde ich 63, wieder arbeiten können, damit fällt die Aussicht auf Erwerbsminderungsrente wohl eher kärglich aus. Für mich stellt sich die Frage, wer jetzt für meinen Monatsunterhalt aufkommt. Bei der Krankenkasse bin ich noch innerhalb der Blockfrist ausgesteuert und ich weiß nicht, wie ich der Agentur für Arbeit nun nach der Reha gegenübertreten soll, da ich über 58 Jahre alt bin könnte ich nach der Reha eigentlich noch über ein Jahr Alg1 beziehen. Wie kann ich Fehler meinerseits verhindern? Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mich hier mit Ihrem Rat unterstützen könnten.
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 01.03.2021
      Hallo Hans, ohne die Unterlagen einzusehen, können wir Ihren Fall nicht seriös bewerten. Falls Sie die Reha tatsächlich als dauerhaft erwerbsgemindert beenden, würde es wohl auf die EM-Rente hinauslaufen. Schauen Sie am besten einmal in Ihre letzte Renteninformation - da bekommen Sie zumindest einen Eindruck, wie viel Geld Sie hier bekommen würden.

      Für alle weiteren Fragen empfehle ich Ihnen aber eine persönliche Beratung.
  • M. Hoffmann
    M. Hoffmann
    am 01.03.2021
    Ich bin von mir aus zur Reha wo ich momentan noch bin war davor krankgeschrieben. Wie geht es weiter wenn ich arbeitsunfähig entlassen werde? Bekomme ich weiter Krankengeld.?? Oder wenn ich arbeitsunfähig unter 3 Stunden entlassen werde muss ich Erwerbsminderungsrente beantragen?? Aber was wenn die abgelehnt wird.. Bekomme ich bis das geregelt ist weiter mein Krankengeld.?? Ich bin etwas durcheinander wie es danach weiter geht..
    Vielen Dank im voraus..
    M. Hoffmann
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 01.03.2021
      Hallo, wer als dauerhaft erwerbsgemindert aus der Reha entlassen wird, wird unter Umständen zum Rentenantrag gezwungen - das kommt darauf an, ob die Krankenkasse das sogenannte "Gestaltungsrecht" eingeschränkt hat.

      Wir können hier nicht alle Fragen beantworten, melden Sie sich gern bei unseren Sozialberatern: https://www.sovd-sh.de/beratung/sozialberatung/informationen
  • Posern Ralf
    Posern Ralf
    am 08.03.2021
    Ich habe eine Frage:
    Ich habe von der Krankenkasse eine psychosomatische Reha bekommen 5 Wochen!
    Ich habe die Möglichkeit die Altersrente für Schwerbehinderte GDB 50 zu beantragen seit Januar dieses Jahr mit Abschlag von 10.8 Prozent Prozent!
    Ich bin 61 Jahre alt.

    Kann ich trotzdem gezwungen werden die EM Rente teilweise beantragen zu müssen, wenn der Reha Bericht negativ ausfällt, oder kann ich selbst entscheiden, welche Rente günstiger für mich ist !

    Vielen Dank
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 09.03.2021
      Hallo Ralf, da bin ich mir nicht ganz sicher. Die Krankenkasse fordert ja auch gern mal zur Reha auf, wenn das Krankengeld schon fast abgelaufen ist. Dann geht es darum, nachträglich Geld von der Rentenversicherung zurück zu bekommen.

      Deshalb kann ich mir vorstellen, dass es hier ähnlich sein kann. Sie könnten dann wohl in Altersrente gehen, aber vielleicht will sich die Kasse durch diesen Schritt mögliche Zahlungen seitens der DRV sichern. Am besten einmal persönlich beraten lassen: https://www.sovd-sh.de/beratung/sozialberatung/informationen
  • Christina Dreher
    Christina Dreher
    am 10.03.2021
    Hallo ich bin im Juni 2020 operiert worden menignom kopf im juli stellte meine Ärztin den reha antrag habe bis heute nichts gehört. Schrieb eine Email und hab angerufen nix.die meisten sagen dafür gäbe es keine reha..hat das vielleicht auswirkungen später auf meine EM rente?ich schaffe jezt nicht einmal die anforderungen der Krankengymnastik. Und habe die schon seit ich aus der klinik bin mit unterbrechung wegen trombose. Vielen dank
  • Sylke
    Sylke
    vor 3 Wochen
    Hallo, ich bin seit dem 16.01 2020 wegen Erschöpfung und später Depression krank geschrieben. Ich habe selber eine Reha beantragt. Nachträglich hat die Krankenkasse mein Gestaltungsspielraum eingeschränkt. Nun in der Reha wird mir gesagt das ich eine Woche früher abreisen soll. Es wird empfohlen mich in eine stationäre Akkuttherapie zu begeben. Bin ich verpflichtet der Empfehlung Folge zu leisten? Welche Auswirkungen hat eine Ablehnung. Kann ich in der Reha noch irgendwas klären? Ich bin zu Hause in psychotherapeutischer Behandlung. Hier waren immer 3 Psychotherapeutische Behandlungen an einem und das 2x in der Woche. Ich habe mehrfach gesagt, das mir das zu viel wird, aber geändert hat sich nix. Bis dann mein Körper heftig mit einem Zusammenbruch reagierte. Und jetzt heißt es das kann in der Reha nicht geschafft werden.
    Noch kurz zur Info. Ich hatte voriges Jahr bereits eine orthopädische Reha.
    Was kann ich jetzt tun?
  • Bettina
    Bettina
    vor 2 Wochen
    Guten Tag
    Ich war2020 von Mai bis November 6,5 Monate krankgeschrieben mit Depressionen. Hatte begleitend auch Psychotherapie..Bereits 2012 und 2019 hatte ich Rehaanträge gestellt, die abgelehnt wurden, weil ich mich immer zur Arbeit geschleppt habe und wenig krankgeschrieben war. Ich hatte erneut mit der Hausärztin einen Rehaantrag im September 2020 gestellt. Nun wurde sofort durch die Rentenversicherung Bund dem Antrag im September stattgegeben. Die Reha war bewilligt, nun lag es an der Klinik einen Termin zu vergeben. Die Hausärztin drängte mich im Oktober zur Wiedereingliederung. Dieses hab ich brav gemacht bis Ende November und bin dann in den Urlaub. Danach im Januar schleppte ich mich wieder zur Arbeit und versuchte mit Blick auf die Reha durchzuhalten.
    Die Reha läuft seit Mitte März 2021. 5 Wochen und eine zweiwöchigen Verlängerung. Ich bin als Arbeitsfähig in die Reha gegangen. In meiner Zeit der Reha wechselten nach 3 Wochen die Psy Therapeuten, wegen Urlaub. In den Gesprächen mit der zweiten Therapeutin wurde deutlich, dass die Arbeitsbelastung zu hoch war und auch bleiben wird. Ich wurde zunächst so beraten, dass ich nach der Reha für einige Monate AU sein würde um mich auf dem Arbeitsmarkt neu umzuschauen. Als ich erwähnte, das ich schon eine Wiedereingliederung hatte, änderte sich der Inhalt in der dritten Beratung. Die Psy gab an, dass sie davon ausging, dass ich bei der hohen Arbeitsbelastung und anderer Faktoren in der Vergangenheit natürlich krank in die Reha gekommen zu sein. Nun also hieß es, ich könne nicht AF in die Reha und AU herauskommen. Ich soll wieder an die Arbeitsstelle und der Betriebsarzt soll eine BEM Anpassung empfehlen in einem BEM ohne Wiedereingliederung. Und eine erneute AU sogleich nach der Reha würde auch nicht gehen aus der Diagnose.
    Ich bin 61,5 Jahre alt. Habe bisher 43,8. Jahre gearbeitet.
    Welche Möglichkeiten habe ich bezüglich einer AU zum Krankheitsbild?
    Welche Schritte muss ich gehen für eine (teil) EU-Rente?
    Kann ich auf die Prognose in dem Entlassungsbericht der Reha einwirken, wenn ja, wie?
    Vielen Dank für Ihre Zeit
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      vor 2 Wochen
      Hallo Bettina, bitte haben Sie Verständnis, dass wir hier im Forum keine individuelle Beratung leisten können. Dafür sind meine Kollegen da: https://www.sovd-sh.de/beratung/sozialberatung/informationen

      Aus der Ferne - ohne die Befundberichte Ihrer Ärzte - kann man nicht beurteilen, welche Aussichten Sie bei einem Antrag zur EM-Rente hätten.
  • Jan
    Jan
    vor 2 Wochen
    Hallo , ich bin seit 6 Monaten Krankgeschrieben ( Wirbelsäule) und befinde mich derzeit in einer 3 Wöchigen Rehe ,vom Hausarzt empholen, und bekomme während der Rehe Übergangsgeld. Unter welchen Gegebenheiten erhalte ich wird nach der Reha wieder Krankengeld gezahl? Gehe davon aus daß ich vorerst weiterhin arbeitsunfähig bin undnoch weitere Anwendungen bzw. Behandlungen benötige ,um die erstrebte Wiedereingliederung anzugehen.

    Vielen Dank für Ihre Mühe
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      vor 2 Wochen
      Hallo Jan, wenn im Abschlussbericht steht, dass Sie weiterhin arbeitsunfähig sind, wird es erst einmal weiter Krankengeld geben.

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