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Rente nach 45 Jahren und schwerbehindert - bringt das was?

Aktuelles Rente Behinderung Gesundheit

Nach 45 Jahren Wartezeit können Sie ohne Abschläge in die Altersrente wechseln. Zumindest ab einem bestimmten Alter. Doch was ist, wenn Sie zusätzlich über eine anerkannte Schwerbehinderung verfügen? Hilft Ihnen das, um noch früher in die Rente zu kommen?

Rente nach 45 Jahren und schwerbehindert

Nur mit 45 Jahren Wartezeit ohne Abschlag in die vorgezogene Altersrente

Es gibt in Deutschland mehrere Formen der vorgezogenen Altersrente. Eine sehr häufige Suchanfrage lautet "Rente mit 63 ohne Abschlag" - doch hierbei handelt es sich um einen Anachronismus. Denn mit 63 kommen Sie nicht mehr ohne Abzüge in die Altersrente. Selbst mit einem Schwerbehindertenausweis war das nur für Jahrgänge möglich, die längst im Ruhestand sind.

Die Option, mit 63 eine vorgezogene Altersrente zu beziehen, gibt es noch. Doch das ist nur noch möglich, wenn Sie bereit sind, auf viel Geld zu verzichten.

Falls Sie es darauf abgesehen haben, sich möglichst früh in die Rente zu verabschieden, ohne Abzüge in Kauf zu nehmen, brauchen Sie 45 Versicherungsjahre. Auch mit einem Schwerbehindertenausweis kommen Sie nach wie vor zwei Jahre vor der Regelaltersgrenze in den Ruhestand.

Aber bleiben wir bei den 45 Jahren. Diese Variante trägt den sperrigen Titel "Altersrente für besonders langjährig Versicherte" und ist vor allem interessant, wenn Sie viele Jahre ohne große Unterbrechungen durcharbeiten konnten. Vor diesem Hintergrund sind es vor allem Männer, die hiervon profitieren. Um Ihre 45 Jahre zu erreichen, helfen Ihnen jedoch auch noch einige andere Etappen aus dem Lebenslauf.

Zwei Jahre vor der Regelaltersgrenze

Wenn Sie so glücklich sind und Ihre 45 Schäfchen-Jahre beisammen haben, können Sie - wie oben bereits erwähnt - nicht mehr mit 63 in die Rente. Für jeden Jahrgang gilt ein neues Eintrittsdatum. Je später Sie geboren sind, desto länger müssen Sie auf eine abschlagsfreie Rente warten. Und dennoch lohnt sich dieser Schritt: Ganze 1337,20 Euro betrug die regelmäßige Zahlung für neue Empfänger dieser Rentenart im Jahr 2019. Das ist deutlich mehr als bei allen anderen Rentenarten - einschließlich der Regelaltersrente.

Doch welche Situation ergibt sich nun, wenn neben der Erfüllung der 45 Jahre Wartezeit auch noch der Schwerbehindertenstatus dazukommt? Ist es nun vielleicht doch machbar, die vorgezogene Rente ohne Abschlag nach vorn zu ziehen? Immerhin geht das ja auch sonst für Menschen mit Schwerbehinderung.

Altersrente für besonders langjährig Versicherte und Schwerbehindertenausweis

An dieser Stelle muss ich Sie enttäuschen. Sie können Ihre 45-jährige Wartezeit nicht mit dem Schwerbehindertenstatus kombinieren. Beide Faktoren sind für eine von zwei Formen der vorgezogenen Altersrente vorgesehen, die vollkommen unabhängig voneinander bestehen.

Sie haben eine anerkannte Behinderung und konnten 45 Jahre Pflichtversicherungszeiten aufbauen? Das ist beachtlich und bringt Sie sicher in die Altersrente für schwerbehinderte Menschen. Denn hier ist eine Wartezeit von wenigstens 35 Jahren die zweite Voraussetzung neben dem GdB von 50. Alternativ können Sie nun auch die Altersrente für besonders langjährig Versicherte wählen. Ob diese besser in Ihre Lebensplanung passt, lässt sich nur ermitteln, wenn Sie die voraussichtlichen Rentenzahlungen miteinander vergleichen. Sprechen Sie hierfür am besten die Deutsche Rentenversicherung direkt an.

Doch eines ist sicher: Der SB-Ausweis hilft Ihnen bei der vorgezogenen Rente nach 45 Jahren nicht, um noch früher aus dem Job auszuscheiden.

Fazit

In Ihrer Rentenauskunft steht, dass Sie 45 Jahre Wartezeit erfüllen? Herzlichen Glückwunsch, das ist die Eintrittskarte für eine relativ hohe Zahlung aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Wenn Sie zusätzlich einen Grad der Behinderung von 50 oder mehr mitbringen, sollten Sie Ihren Ruhestand dennoch nicht zu optimistisch einplanen. Denn es bleibt dabei: Ohne Abzüge kommen Sie so oder so maximal zwei Jahre vor dem Erreichen der Regelaltersgrenze in die vorzeitige Altersrente. Alles andere kostet Geld. Mit oder ohne SB-Ausweis.

Der Sozialverband Deutschland hilft in sozialen Angelegenheiten. Wir vertreten unsere Mitglieder bis zum Sozialgericht, unter anderem bei Auseinandersetzungen mit Krankenkasse oder Rentenversicherung.

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Kommentare (48)

  • Folko Stank
    Folko Stank
    am 05.01.2021
    Alles schön und gut...
    Aber was ist mit Personen die ohne Schwerbehinderung in Erwerbsminderungsrente sind?
    Die gucken "in die Röhre" - oder?
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 05.01.2021
      In die vorgezogene Altersrente geht es ohne Abschlag tatsächlich nur mit SB-Ausweis oder nach 45 Versicherungsjahren.
  • Harald Schiffer
    Harald Schiffer
    am 09.01.2021
    Vielen Dank für ihre Antwort
    Habe ich mir fast gedacht wäre auch zu schön gewesen unsere Regierung auszutricksen

    Mit freundlichen Grüßen

    Harald Schiffer
  • Beate Jacobowsky
    Beate Jacobowsky
    am 10.01.2021
    Ich bin Jahrgang 1959 erfülle Rentenansprüche...seit letzten Jahr im Besitz eines Schwerbehinderten Ausweis Grad 50...arbeite seit 1 1/2 Jahren in Teilzeit...nun macht meine Gesundheit wieder nicht mehr mit...habe ich Aussicht auf Erwerbsminderungsrente?
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 11.01.2021
      Hallo Beate, die Frage, ob Erwerbsminderung vorliegt, können wir ohne die ärztlichen Befundberichte unmöglich beantworten.
  • Gezeichnet
    Gezeichnet
    am 23.04.2021
    Rente, Lebensabend?? dass ich nicht lache, 43 Arbeitsjahre, tote Kinder, durch die Verantwortungslosigkeit dieses Staates, den Verantwortlichen, die keine Verantwortung übernehmen, nur den fetten Dienstwagen und Diäten im Auge haben und die Abkassierung , selber bin ich kaputtgerackert, dieses Land ist scheinbar nicht mehr meins, ist nur noch ein Alptraum, arbeiten bis in den Sarg, oder Umbettung ins Altersheim, damit die Rente und Pflegeversicherung vom Großkapital abkassiert wird, Danke an die Veratwortlichen..., den habgierigen Filz da oben..., die ihr euch Regierung nennt, ihr schafft ja diese grausamen Gesetze für das dumme, immer ärmer werdende Volk und spielt die Retter der Menschen, denen ihr mit eurer Rüstungsmafia, die Heimat weggebombt habt, um mit noch billigeren Arbeitskräfte Zuzuzug von uns finanzieren zu lassen und uns die Verantwortung und Kosten zuschiebt, um uns arm zu halten oder werden zu lassen ...
    Das zeigt dieses erbärmliche Rentensystem ...gleich Hartz 4..., eure Honorierung unserer Lebensleistung, den Babyboomer (restpektlose Bezeichnung der Bänker) ihr betrügt uns um unsere Einzahlungen, seid kriminell..., ich frage nicht nach dem, was ihr mir mit euren, nicht meinen Gesetzen noch lasst, es sind Allmosen ..., Schande über euch..
    , ich hoffe es gibt ein jüngstes Gericht, dort sollt ihr bluten für das, was mir angetan wurde...
    • Cornelia Winkenbach
      Cornelia Winkenbach
      am 06.08.2021
      Da geb ich dir voll Recht. Die Firmen brauchen nur noch ein eigenen Friedhof, dann kannst du schaffen bis zum Ende. Auch ich bin schwerbehinderte mit 60 ,was ich jetzt würde bekommen, reicht gerade für Miete. Deutschland ,,,,weiter so.....
  • Jäger
    Jäger
    am 09.05.2021
    Ich werde am 20.5.2021 63 Jahre und wollte zum 1.6.2022 die Altersrente für besonders langjährig Versicherte beantragen. Jetzt habe ich eine Schwerbhinderten-Ausweis mit 60% bekommen ab April 2021.
    Was ist für mich jetzt finanziell günstiger?
    Altersrente für besonders langjährig Versicherte mit 64 Jahren (Geb.20.05.1958)
    oder vorgezogene Altersrente mit 63?
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 10.05.2021
      Mit Jahrgang 1958 können Sie die Altersrente für besonders langjährig Versicherte erst mit 64 in Anspruch nehmen. Mit Schwerbehinderung ohne Abzüge geht's auch mit 64. So betrachtet macht es keinen Unterschied.
    • Jäger
      Jäger
      am 12.05.2021
      Hallo Christian, vielen Dank für die Antwort -kurz, klar und verständlich-
  • Peter Keuchel
    Peter Keuchel
    am 11.05.2021
    Hallo bin geb 1958 habe jetzt schon 48 Jahre vol gearbeitet insbesondere 15 Mon Bundeswehr null Ausfallzeit die letzten 15jahre Höchstbeiträge und jetzt in Altersteilzeit mit 50% schwerbeschädigt bleibt es bei 64ohne Abzüge ? Danke
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 11.05.2021
      Hallo Peter, mit 35 Versicherungsjahre und Schwerbehindertenausweis können Sie mit 64 abschlagsfrei in Rente.
  • Anja
    Anja
    am 15.06.2021
    Hallo,
    ich bin 1959 geborgen und habe seit letztem Jahr einen GdB 60, so dass ich 2 Jahre früher in Rente ohne Abschlag gehen könnte. Aber was bedeutet ohne Abschlag genau? Wenn ich 2 Jahre länger arbeite, zahle ich auch 2 Jahre länger in die Rentenversicherung ein. Meine reguläre Altersrente würde lt. telefonischer Auskunft der Rentenversicherung damit ca. 100 Euro höher im Monat ausfallen als die vorgezogene Rente mit Schwerbehinderung. Ist das richtig? Dann gäbe es damit ja implizit doch eine Art Abschlag bzw. Minderung. Vielen Dank schon mal für die Antwort! :-)
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 16.06.2021
      Hallo Anja, da hat die Rentenversicherung natürlich recht. Wenn Sie länger arbeiten, erhöht sich auch Ihre Rente.

      Es gibt jedoch auch Möglichkeiten, mit Abzügen in die vorgezogene Altersrente zu gehen. Das bedeutet dann: Ihre Rente erhöht sich nicht - und zusätzlich wird sie auch noch gekürzt.
  • Helmut
    Helmut
    am 16.06.2021
    Hallo,

    ich kann mit 64 und 4 Monate vorzeitig in Rente gehen( 45 Jahre Nachweis und 50% GdB. )
    Wenn ich jetzt mit 63 und 4 Monate gehe wieviel % verliere ich dann ein Leben lang ? 3,6 ? Und natürlich weil ich weniger eingezahlt habe.

    Gruß Helmut B.
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 16.06.2021
      Hallo Helmut, bist Du Jahrgang 1960? Bei einem Rentenstart mit 63 und vier Monaten müsstest Du einen lebenslangen Abschlag in Höhe von 10,8 Prozent hinnehmen. Gezählt wird in diesem Fall ab Deiner regulären Altersgrenze.

      Mehr dazu hier: https://www.sovd-sh.de/aktuelles/meldung/abschlaege-auf-die-rente-ab-welchem-alter-wird-gezaehlt
    • Helmut
      Helmut
      am 16.06.2021
      Vielen dank für die schnelle Antwort. Ja bin Jahrgang 1960.
      Das heißt gehe ich mit 62 und 4 Monate habe ich ein Leben lang 14,4 % Abzug ?
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 17.06.2021
      Sie können erst mit 63 in Rente. Hier wäre der lebenslange Abschlag dann 12 Prozent.
    • Dietmar Heinrich
      Dietmar Heinrich
      am 06.07.2021
      Rentenstart 1960 geboren und SB mit 61u.4monaten mit 10,8 Prozent abzüge MfG.Dietmar
  • Steffi
    Steffi
    am 30.06.2021
    Hallöle...
    Ich bin Jahrgang 1960 und seit 1965 schwerbehindert (100 %). Ich zahle seit 1977 in die Rentenkasse ein.
    Ich würde sehr gerne früher in Rente gehen. Ist das möglich?
    Wie hoch wären die Abschläge?
    Vielleicht können Sie mir noch verraten, WAS noch alles von der Brutto-Rente abgezogen wird.
    Vielen lieben Dank!
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 30.06.2021
      Hallo Steffi, die genauen Konditionen einer vorgezogenen Altersrente kann ich Ihnen nicht mitteilen, da ich keinen Einblick in Ihr Rentenkonto habe. Nicht nur Zeiten, in denen Sie gearbeitet haben, können bei der Wartezeit mitzählen - auch andere Etappen sind oftmals wichtig.

      Grundsätzlich können Sie mir Ihrem Jahrgang aber mit 64 Jahren und vier Monaten abschlagsfrei in Rente. Mit Ihrem SB-Ausweis und 35 Versicherungsjahren wäre das zum Beispiel möglich. Jeder weitere Monat früher kostet dann 0,3 Prozent Abzug.

      Von der Brutto-Rente gehen noch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ab. Außerdem müssen Sie unter Umständen Steuern zahlen.
    • Steffi
      Steffi
      am 30.06.2021
      Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort!
  • Jürgen
    Jürgen
    am 06.07.2021
    Hallo, ich bin im August 1968 geboren und habe seit September 2009 durch einen Arbeitsunfall einen GdB von 50% . Mit 63 Jahren hätte ich meine 45 Versicherungsjahre voll. Wann wäre demnach mein frühster Zeitpunkt für den Renteneintritt?
    Wirken sich Kinder noch auf den Renteneintritt positiv aus?
    Schade das die Berechnung so kompliziert ist.
    Vielen Lieben Dank
    Gruß
    Jürgen K.
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 17.07.2021
      Hallo Jürgen, ob Sie Kinder haben oder nicht, spielt keine Rolle. Mit SB-Ausweis können Sie frühestens mit 62 in Rente, dann aber mit 10,8 Prozent Abzug.
  • Martina Kuhn
    Martina Kuhn
    am 25.07.2021
    Hallo, bin Jahrgang 1958, habe 45 Jahre voll und einen SB-Ausweis von 100% seit 04.06.21.
    Ab wann kann ich ohne Abschlag in Rente gehen?
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 26.07.2021
      Hallo Martina, Sie können zum 64. Geburtstag ohne Abzug in Rente.
  • Birgit
    Birgit
    am 27.07.2021
    Hallo, ich bin Jahrgang 1963 und habe seit 1975 einen GdB von 50.
    Ich habe - bis auf ein Babyjahr - durchgängig gearbeitet.
    Wann könnte ich frühestens in Rente (mit bzw. ohne Abzüge)?
    Danke und Gruß
    Birgit
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 28.07.2021
      Hallo Birgit, ohne Abzug ginge es mit 64 und 10 Monaten. Mit 10,8 Prozent Abzug wäre der früheste Rentenbeginn - dann mit 61 Jahren und 10 Monaten.
  • Frank
    Frank
    am 29.07.2021
    Hallo Christian
    Toll erklärt. Trotzdem bin ich verunsichert und muss auch mal nachfragen:
    Ich bin Jahrgang 1965, 50% schwerbehindert. Mit 62 Jahren hätte ich meine 45 Jahre voll.
    Wann wäre der früheste mögliche Zeitpunkt, für einen Rentenantritt?

    Herzlichen Dank
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 29.07.2021
      Hallo Frank, allein mit den 45 Versicherungsjahren könnten Sie frühestens mit 65 abschlagsfrei in Rente. Der Schwerbehindertenausweis berechtigt dazu, noch drei Jahre früher zu gehen - dann allerdings mit einem Abzug von 0,3 Prozent pro Monat. Der frühestmögliche Beginn wäre dann Ihr 62. Geburtstag - mit einem Abschlag von 10,8 Prozent.
  • Bernd Nelke
    Bernd Nelke
    am 09.08.2021
    Hallo meine frage habe 45 Jahre voll und eine SB von 60 % kann ich damit mit 61 und 4 Monaten in Rente gehen ohne Abschlag.
    Mit freundlichen Gruß

    B.Nelke
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 09.08.2021
      Hallo Bernd, definitiv nicht. Ohne Abschlag geht es nur noch zwei Jahre vor Ihrer regulären Altersgrenze - und die hängt von Ihrem Geburtsjahr ab, siehe die Tabelle oben im Artikel.
  • Kischel
    Kischel
    am 14.08.2021
    Ich markus Kischel
    Schwerbehinderten mit 100 Prozent
    Und mit arbeit Jahren bis 221
    Moechte gerne wissen ab wann ich in Rente ohne abzuege gehen kann

    Mit freundlichen Grüßen
    Markus Kischel
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 16.08.2021
      Hallo Markus, um das zu beantworten müsste ich Ihr Geburtsjahr und die Anzahl der bisher erreichten Wartejahre kennen.
  • Irmgard Kastner
    Irmgard Kastner
    am 17.08.2021
    Geb. Januar 1959, 45 Versicherungsjahre, Gdb 50
    Lt.Rentenversicherung abschlagsfreie Rente April 2023
    Ist durch Zusätzliche Sonderzahlung ein früherer abschlagsfreier Rentenbeginn möglich?
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 18.08.2021
      Hallo Irmgard, nein - abschlagsfrei können Sie frühestens zwei Jahre vor der Regelaltersgrenze in Rente.
  • Irmgard Kastner
    Irmgard Kastner
    am 18.08.2021
    Danke für die schnelle Antwort
  • Steffi
    Steffi
    am 22.08.2021
    Auf Grund eines GdB 50, geb. Juni 1960, ist ja ein abschlagsfreier Renteneintritt infolge des GdB, also 2 Jahre früher möglich. Auf Grund der damit verbundenen geringeren Lebensarbeitszeit und der während dieser Phase (2 Jahre) dann fehlenden Rentenbeiträge, verringert sich meine zu erwartende Rentenhöhe! Nun befinde ich mich aus gesundheitlichen Gründen z.Z. bis zum Eintritt in die Rente mit Schwerbehinderung in Altersteilzeit. Was ja auch noch mal die Rente schmälert.
    Meine Frage lautet daher wie folgt:
    Besteht die rechtliche Möglichkeit, während der Altersteilzeit (Blockmodell) und der Inanspruchnahme der Rente, wegen Schwerbehinderung, 2 Jahre früher, private Sonderzahlungen an die Rentenkasse zu leisten, um die Differenz bis zur eigentlichen zu erwartenden Rentenhöhe, welche bei einem gesetzlichen, regulären Renteneintritt und ohne Schwerbehinderung und Altersteilzeit möglich gewesen wäre, auszugleichen?
    Danke im Voraus für eine Antwort.
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 23.08.2021
    Hallo Steffi, ich bin mir zwar nicht ganz sicher, das ist aber vermutlich nicht möglich. Denn freiwillige Beiträge können Sie nicht leisten, wenn bereits monatlich Pflichtbeiträge abgeführt werden - das ist ja während der Altersteilzeit der Fall.

    Trotzdem empfehle ich Ihnen, einmal direkt bei der Deutschen Rentenversicherung nachzufragen.

    Hier noch einige Infos zu freiwilligen Beiträgen allgemein: https://www.sovd-sh.de/aktuelles/meldung/welche-moeglichkeiten-gibt-es-um-zusaetzlich-in-die-gesetzliche-rentenversicherung-einzuzahlen
  • Steffi
    Steffi
    am 23.08.2021
    Vielen Dank, ich werde den Antrag V0210 auf "Auskunft über die Höhe einer Beitragszahlung zum Ausgleich einer Rentenminderung" bei der Rentenversicherung stellen und auf eine Antwort warten.
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 24.08.2021
      Alles klar, posten Sie das Ergebnis gern hier. Dann haben auch andere Leser etwas davon.
  • Didi
    Didi
    am 24.08.2021
    Ich bin im Juni 1956 geboren also 65 Jahre alt mit einer Schwerbehinderung von 80%.
    45 Berufsjahre habe ich ebenfalls hinter mir, allerdings habe ich immer noch einen Betrieb mit 3 Mitarbeitern. Habe jetzt die Rente beantragt - wieviel darf ich dazu verdienen ohne Rentenkürzung? Meine Regelaltersrente beginnt am 01.05.2022 oder gilt es ab sofort wegen der Schwerbehinderung?
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 25.08.2021
      Hallo Didi, bis zu Erreichen der Regelaltersgrenze gibt es tatsächlich Grenzen zum Hinzuverdienst. Normalerweise sind das 6300 Euro im Jahr. Wegen Corona ist es 2021 aber noch anders - jetzt können Sie bis zu 46.060 Euro per anno hinzuverdienen, ohne dass Ihre Rente gekürzt wird.
  • Friedricke
    Friedricke
    am 27.08.2021
    Ich bin 1963 geboren und würde meine Rente mit 64 und 10 monate bekommen,mit 45 Beitragszeiten.
    Es fehlen mir noch 3jahre auf die 45 Beitragszeiten.
    Ist das ohne Abschlag?
    Habe unbefristet einen Schwerbehindert Ausweis
    Simmt das ,das ich ein Jahr eher gehen könnte
    Überlege auch eine Altersteilzeit zu machen.
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 27.08.2021
      Hallo Friedricke, Sie können auch mit Schwerbehindertenausweis mit 64 und 10 Monaten abschlagsfrei in Rente. Dafür benötigen Sie nur 35 Versicherungsjahre.
  • Andre Kristen
    Andre Kristen
    am 28.09.2021
    Sehr geehrte Damen und Herren. Wie ich so alles lese, bemerkte ich, es ist Zeit für eine Rentenreform. Begründung: Man kann nicht alle über einen Kamm scheren, das Renteneintrittsalter sollte nach Beruf, ausgeübte Tätigkeit + Jahre angepasst werden. Z.B. in meinem Fall: 27 Jahre in der Gießerei als Former und Gießer danach bis Dato im Transportwesen, Auslieferung. Knochenjob also. Da ist man nach 45 Jahren so kaputt, dass jedes weitere angehängte Jahr bis zum erreichen der abschlagsfreien Rente eine absolute Zumutung ist. Als Wrack oder Pflegefall in die Rente ? Es kommt auf den Beruf an, wie man sich nach 45 Jahren noch so fühlt. Je länger der Arbeiter in der Firma bleiben muss, umso länger wartet der Nachwuchs auf eine freie Stelle. Mit 45 freigeben und dem Nachwuchs den Einstieg ermöglichen.
  • Helene Reifers
    Helene Reifers
    vor 1 Woche
    Ich bin am 06.11.1959 geboren. Ich möchte am 01.01.2022 mit 50 GdB Rente beantragen. Habe ich dann 10,8 % Abzüge oder weniger, weil ich ja schon 1 Jahr früher in Rente hätte gehen können.
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      vor 1 Woche
      Hallo Helene, mit Ihrem Jahrgang können Sie ohne Abschlag mit 64 und zwei Monaten in Rente. Jeder Monat früher kostet dann 0,3 Prozent Abschlag.

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