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Zwangsverrentung durch Arbeitsamt oder Jobcenter – dürfen die das?

Behinderung Armut Gesundheit

Immer gearbeitet, dann machte die Firma zu. So wie Rainer W. aus Kiel geht es leider vielen Menschen in Deutschland. Mit 55 meldete sein Betrieb Insolvenz an. Es folgte ein Jahr in einer Auffanggesellschaft und im Anschluss das Arbeitslosengeld. Am Ende stand mit 58 Jahren „Hartz IV“.

Zwangsverrentung durch Arbeitsamt oder Jobcenter – dürfen die das?

Schlimm genug. Doch immerhin konnte sich Rainer damit trösten, im Laufe seines Berufslebens ein stattliches Rentenkonto aufgebaut zu haben. Mit Jahrgang 1956 würde er mit 65 Jahren und zehn Monaten in die Altersrente wechseln – bei Erreichen der Regelaltersgrenze und damit ohne Abschläge. Was er dann im Jobcenter erleben musste, riss Rainer jedoch den Boden unter den Füßen weg.

Jobcenter zwingt Empfänger von Arbeitslosengeld II in die Rente

Wie es denn mit Rente aussehe, wollte die Arbeitsvermittlerin eines Tages wissen. Rainer nannte ihr seine persönliche Regelaltersgrenze und dachte, damit sei das Thema erledigt. Leider nicht für das Jobcenter: „Hartz-IV-Empfänger“ müssten vorrangig andere Sozialleistungen in Anspruch nehmen, hieß es. Da Rainer laut Rentenauskunft 35 Versicherungsjahre vorzuweisen habe, solle er doch bitte einen Antrag zur Altersrente für langjährig Versicherte stellen.

Zu diesem Zeitpunkt stand Rainer kurz vor seinem 63. Geburtstag. Schauen wir uns die Hintergründe einmal genauer an:

Darf das Jobcenter mich zwingen, früher in Rente zu gehen?

Die ungeschminkte Wahrheit? Ja, sobald Sie das 63. Lebensjahr vollendet haben. Es gibt drei Formen der vorgezogenen Altersrente – nach 35 oder 45 Versicherungsjahren sowie die Rente für schwerbehinderte Menschen. Alle drei Varianten bieten die Möglichkeit, deutlich vor dem Erreichen der Regelaltersgrenze aus dem Berufsleben auszusteigen. Wenn Sie Arbeitslosengeld II erhalten und die jeweiligen Voraussetzungen erfüllen, hat das Jobcenter die rechtliche Handhabe, Sie zum Antrag zu drängen.

Bei der Altersrente für besonders langjährig Versicherte wäre das kein Problem, denn hier gehen Sie nach 45 Versicherungsjahren abschlagsfrei in Rente – sofern Sie das für Ihren Jahrgang maßgebliche Alter erreicht haben. Auch die Option für schwerbehinderte Menschen kann für Sie glimpflich verlaufen, denn hier können Sie ab einem Grad der Behinderung (GdB) von 50 Ihre Altersbezüge zwei Jahre vor der Regelaltersrente voll ausschöpfen.

Wenn Sie noch früher aus dem Erwerbsleben ausscheiden (müssen), bedeutet jeder Monat einen Abschlag auf Ihre Rente von 0,3 Prozent – bei drei Jahren also maximal 10,8 Prozent.

Für Empfänger von Arbeitslosengeld II stellt insbesondere die Altersrente nach 35 Versicherungsjahren ein Problem dar. Wenn das Jobcenter Sie auffordert, mit 63 in die Rente zu wechseln, können Sie sich dem nicht komplett entziehen. Erfüllen Sie alle rechtlichen Voraussetzungen, sind Sie zum Rentenantrag verpflichtet.  Kommen wir zurück zu unserem Beispiel: Rainer aus Kiel wurde 1956 geboren. Nimmt er (gezwungenermaßen) die Altersrente für besonders langjährig Versicherte in Anspruch, verzichtet er auf 10,2 Prozent seiner Rente. Und zwar für immer.

Gibt es Ausnahmen bei der Zwangsverrentung?

Allerdings, diese sind in der sogenannten „Unbilligkeitsverordnung“ festgehalten. Demnach kann das Jobcenter Sie nicht vorzeitig in Rente schicken, wenn:

  • Sie nur aufstockend „Hartz IV“ bekommen. Besteht außerdem ein Anspruch auf Arbeitslosengeld, sind dem Jobcenter die Hände gebunden.
  • Sie innerhalb der nächsten drei Monate eine Rente ohne Abschläge in Anspruch nehmen könnten.
  • die vorgezogene Altersrente so niedrig wäre, dass Sie aufstockend Grundsicherung nach dem SGB XII beziehen müssten.

Falls Sie dem Jobcenter versichern können, dass Sie demnächst einen Job aufnehmen werden, bei dem Sie mehr als 450 Euro verdienen – bei wenigstens 15 Wochenstunden – sind Sie ebenfalls vor der Zwangsverrentung geschützt.

Und die Bundesagentur für Arbeit? Kann ich mit laufendem Arbeitslosengeld zur Rente gezwungen werden?

Nein, solange Sie einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben, wird niemand von Ihnen verlangen, eine vorgezogene Altersrente zu beantragen. Selbst wenn das Arbeitslosengeld so niedrig ist, dass Sie zusätzlich auf „Hartz IV“ angewiesen sind – das Arbeitsamt hat keine Handhabe, Sie vorzeitig in die Rente zu schicken.

Der Sozialverband Deutschland vertritt in Schleswig-Holstein mehr als 150.000 Mitglieder. Wir helfen in sozialen Angelegenheiten, etwa bei Problemen mit der Rente oder rund um das Thema Behinderung.

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Kommentare (86)

  • Lothar Heger
    Lothar Heger
    am 29.01.2020
    Hallo
    Besteht die Möglichkeit bei der Agentur für Arbeit eine verlängerung um 3 Monate zu erreichen um Abschlagsfrei in Rente gehen zu können?
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 29.01.2020
    Hallo Lothar, Ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld I ist gesetzlich festgelegt und hängt von den zuletzt eingezahlten Beiträgen sowie Ihrem Alter ab. Daher können Sie ihn leider nicht verlängern. Mehr Infos über Arbeitslosigkeit direkt vor der Rente finden Sie hier: https://www.sovd-sh.de/2018/11/22/mit-63-in-die-rente-aber-vorher-arbeitslos/
  • HELMUT
    HELMUT
    am 30.01.2020
    Hallo. Was passiert wenn man gesagt bekommt man soll in Rente gehen und der Renteantrag wird mehrmals abgelehnt. Das Jobcenter versteht aber darauf. Droht sogar mit Kürzung der Stütze.
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 31.01.2020
    Hallo Helmut, legen Sie dem Jobcenter den Ablehnungsbescheid zur Rente vor. Das müsste eigentlich ausreichen. Ansonsten können Sie sich auch in unserer Sozialberatung informieren: https://www.sovd-sh.de/sozialberatung/
  • Wilhelm
    Wilhelm
    am 04.05.2020
    Ich werde jetzt 60 Jahre alt und bekomme ab April Arbeitslosengeld für zwei Jahre
  • Wilhelm
    Wilhelm
    am 04.05.2020
    Ich werde jetzt 60 Jahre alt und bekomme ab April Arbeitslosengeld für zwei Jahre arber wieviel Rente würde ich bekommen, ich binn schon weit über den pflichtbeitrag von 35 jahren.
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 04.05.2020
    Hallo Wilhelm, Ihre voraussichtliche Rentenhöhe können Sie der Renteninformation oder Rentenauskunft entnehmen, die Sie regelmäßig von der DRV erhalten. Wenn Sie die 35 Versicherungsjahre bereits erfüllt haben, gibt es mehrere Möglichkeiten. Mehr dazu in diesem Beitrag: https://www.sovd-sh.de/2019/12/05/welche-abschlaege-gelten-bei-der-rente-mit-63/
  • Christian
    Christian
    am 05.07.2020
    Kann auch das Sozialamt vorzeitig in Rente schicken? Oder gibt es wie auch beim Jobcenter die Regel, erst ab 63, dann aber auch mit Abschlägen. Mit einem GdB wäre das dann frühestens wann?
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 20.07.2020
    Hallo Christian, beziehen Sie zurzeit Grundsicherung wegen Erwerbsminderung? Auch das Jobcenter darf Sie nur "zwangsverrenten", wenn Sie mit der Altersrente ohne Grundsicherung auskämen. Das sollte auch für das Sozialamt gelten.
  • Silvia Sowiecki
    Silvia Sowiecki
    am 19.08.2020
    Das Amt will mich zwangsverrenten weil ich 63 bin und Harz 4 beziehe.Kann ich noch Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen weil festgestellt wurde das ich große Probleme habe mit meiner Gesundheit .?
  • Silvia Sowiecki
    Silvia Sowiecki
    am 19.08.2020
    Ihre Veröffentlichung sind sehr interessant vielen dank .
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 20.08.2020
    Hallo Silvia, theoretisch wäre das möglich. Man müsste sich jedoch im Detail ansehen, was in Ihrer Situation finanziell sinnvoller wäre. Ich empfehle Ihnen eine persönliche Beratung, zu der Sie Ihre Unterlagen (Rentenauskunft etc.) mitbringen. Zum Beispiel beim SoVD: https://www.sovd-sh.de/sozialberatung/
  • Peter Kern
    Peter Kern
    am 23.09.2020
    bin 62 jahre und im vorruhenstand, habe 46 jahre gearbeitet, und werde noch ein jahr von meinen arbeitgeber mit 75 % gehalt bezahlt dann muss ich mich arbeitslos melden, habe dann 48 jahre in die rentenkasse eingezahlt, kann ich dann mit 64 jahren abschlag frei in rente gehen. danke
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 24.09.2020
    Hallo Peter, der frühestmögliche Rentenstart ohne Abschlag hängt von Ihrem Geburtsjahr ab. Da Sie die 45 Versicherungsjahre komplett haben, können Sie Altersrente für besonders langjährig Versicherte in Anspruch nehmen. Siehe hier: https://www.sovd-sh.de/2019/12/05/welche-abschlaege-gelten-bei-der-rente-mit-63/
  • Knaak
    Knaak
    am 19.10.2020
    Hallo, wenn ich das alles lese welche Sorgen alle haben bin ich entsetzt. In diesem reichen Land wo unsere Politiker Pensionen bekommen die keiner mit normaler Arbeit erreichen kann ist es traurig welche Sorgen sich alle machen müssen. Was für Sorgen haben erst die, die wenig verdient haben und in die Altersarmut stürzen. Schafft endlich die hohen Pensionen für Politiker und Beamte ab. ich war 12 Jahre Soldat und wurde für meine Dienstzeit nachversichert, dass sollte auch für Pensionen gelten. Bei der Rente gibt es eine Obergrenze, die muss es auch für Pensionen geben. Jeder sollte doch für eine Zusatzrente was zur Seite legen, warum nicht unsere Politiker? Wofür brauchen wir so viele Beamte und Politiker? Also liebe Pensionsempfänger wie Politiker, denkt mal drüber nach ob ihr unser Rentenalter immer weiter nach oben setzen wollt oder ihr euch auch mal selbst um euer Auskommen im Alter kümmert.

    Gruß

    Andreas
  • Axel Preiß
    Axel Preiß
    am 28.10.2020
    Ich bin 64 (220456) Bekomme Geld vom Jobcenter.Die zwingt mich zur Zwangsverwaltung.Obwohl ich Rentne unter Hartz 4 Satz erhalten werde. Darf der Jobcenter das.
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 28.10.2020
    Hallo Axel, leider ja. Falls Sie insgesamt 35 Versicherungsjahre erfüllen, kann das Jobcenter Sie dazu auffordern, einen Rentenantrag zu stellen.
  • Gertrud Schütz
    Gertrud Schütz
    am 09.11.2020
    Guten Morgen,
    wieso schreiben Sie: "Sie innerhalb der nächsten drei Monate eine Rente ohne Abschläge in Anspruch nehmen könnten.", wenn in der Unbilligkeitsverordnung diesbezüglich in § 3 UnbilligkeitsVO "in nächster Zukunft" steht. Das ist ein unbestimmter Rechtsbegriff. Daher meine Frage: Woraus ergeben sich die 3 Monate ?; das ist doch mit Sicherheit eine Einzelfallentscheidung, oder nicht ?
    Mit freundlichen Grüßen
    Gertrud Schütz
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 09.11.2020
    Hallo Gertrud, das ist richtig. Von den drei Monaten ist in der Begründung des Gesetzes die Rede. Die Jobcenter orientieren sich in der Praxis an diesem Zeitraum - in Einzelfällen kann es aber auch anders laufen, zum Beispiel beim Rentenbeginn ohne Abschlag in vier Monaten.
  • Andreas
    Andreas
    am 02.01.2021
    Hallo ich bin 69 Jahre alt habe COPD 4.d Und einen Behinderungsgrad von 80
    Und Pflege Grad 1
    Und bin auf ihre Mobilität Hilfe angewiesen
    Bislang wurden meine Renten Anträge abgelehnt

    Erwerbsminderungsrente 508,14€
    Hartz 4 bekomme ich 760 EUR
    Davon sind 360,€ Plus Regelsatz

    Wenn ich in Erwerbsunfähigkeit rente gehenWürde ich weniger bekommenWürde ich weniger bekommen
    Es wären 258 EUR weniger als ich jetzt zur Verfügung habe
    Ich komm jetzt schon nicht klar mit dem Geld

    Obwohl ich mir nicht leisten wie soll das funktionieren
  • Jan Alexander „honeypot“ Beckmann Dipl.-Ing. + Promotion/ Uni in MUC
    Jan Alexander „honeypot“ Beckmann Dipl.-Ing. + Promotion/ Uni in MUC
    am 03.01.2021
    Hallo,
    ich wurde gerade zwangsverrentet. Hätte eigentlich noch zwanzig Jahre vor mir.
    Jetzt versuche ich parallel zu einer Erwerbsarbeit da raus zu kommen.
    Bitte helfen Sie mir, wenn das ginge.

    Die ganze CoViD Krise hindurch hätte ich aufstocken müssen (bin Dozent und Ingenieur).
    Das hieße dass meine Krankenkassenbeiträge vom Jobcenter Starnberg eigentlich freundlicherweise übernommen würden, gemäß SGB-2.
    Nicht bekomme ich - auch keine Antwort. Der Chef hat meine Mutter gekloppt, am 29.05.2019. Das geschah vor den Augen einer Rechtsmedizinierin der Goethe Uni FFM und etwa 13 weiteren Kunden und Angestellten des Hauses Schindler.
    Habe nicht eingegriffen, denn der ist ja immerhin eine Art Chef. Danach bat ich ihn aber sofort, Damen auch wie Damen zu behandeln.

    Bloß weil ich ihn nicht zurück umgestoßen habe (zur Verteidigung) soll ich jetzt (auch zur Vertuschung) angbl. geistesgestört geschrieben werden. Aber AUCH DAZU wäre doch eine Begutachtung nötig oder medizinische Unterlagen. Herrn SChindlers Freund droht mir immer damit, mich in die Waldpsychiatrie Gauting zu sperren- ohne mich aber zu etwas konkretem damit zu ermahnen.
    Habe mal die Tür geknallt, als die Nachbarin uns 20-30 Mal die Polizei in die WOhnung geschickt hat (wir sind Zugereiste, Frau Heumann von der LMU MÜnchen könnte Interesse an unserer Wohnung gehabt haben, wie es im Nachhinein denkbar wäre).
    Die Frage ist gestellt: wie komme ich da jetzt wieder heraus?
    Im Ihre-Vorsorge DRV Forum werde ich immer mit nicht wiederholbaren Schimpfwörtern beleidigt. Ich würde aber gerne irgendwie Informationen zur Selbsthilfe sammeln. IN MUC gibt es eine Vereinigung nea-ev, in der sich Akiademiker gegenseitig helfen.
    Wenn Jemand einen Anwalt kennt, geben Sie ihm bitte meine E-Mailadresse:
    info bei jan minus beckmann do calm.
    (com)
    Danke an unsere Soldaten, dass wir hier keine Bomben auf den Kopf bekommen und nur Papierkrieg (Und immer mal 4 Mann-Zugriffe bei uns zuhause- das macht mein Feind im Dorf) haben, peinlich genug für ganz Deutschland. IN Bayern ist eben alles möglich! ;ein Finger wurde im Rahmen eines Überfalls auch gebrochen und die Polizei (wo mein Feind auch arbeiten würde im Dorf) nimmt die Anzeige einfach nicht entgegen. Schmerztabletten sind teuer und ich bitte um Hilfe, wie ich aus der Verrentung und in eine Aufstocken beim Jobcenter kommen könnte. Danke und gutes Neues Jahr! Gott sei Dank habe ich Unterstützer und ein Dach nebst Essen auf dem Tisch!

    Freundlicher Gruß, B., Dipl.-Ing. (Unis)
  • U. Kleefeld
    U. Kleefeld
    am 04.01.2021
    Guten Tag. Auch ich habe eine dringende Frage: Ich bekomme noch bis zum 16.2.2021 ALG I .
    Zum 1.5.2021 kann ich abschlagsfrei in Rente gehen. Könnte ich für diesen Übergang ( 2,5 Monate ) noch ALG II beantragen? Würde mir das noch zustehen?
    Sage schonmal Danke für eine Antwort....
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 05.01.2021
      Hallo, theoretisch geht das. Ob Sie Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben, können wir hier allerdings nicht beantworten. Da geht es um Ihre sonstigen Einkünfte - und die des Lebenspartners. Außerdem darf auch nur ein gewisses "Vermögen" vorhanden sein.
  • Jaric
    Jaric
    am 11.01.2021
    Ich bin 61 Jahr und beziehe 1 Jahr arbeitslosengeld 1noch 1 Jahr,dann werden Ich 62 Jahre. Ich bin aus ausland hergezogen so das Ich nur ca.27 Jahr in Rentenkasse bezahlt.
    Mit Gbd 30 und keine 35 Jahren Arbeit welche Möglichkeit habe ich auf Rente. Ich bin wegen gesundheitliche Probleme schwer vermittelbar so das ich keine Arbeit finden kann..
    Lg Jaric
  • Jörg Bombosch
    Jörg Bombosch
    am 01.02.2021
    Hallo , ich bin im Dez.2020 63 . geworden , nun meldet sich das Jobcenter und fordert eine Rentenauskunft mit Vers. verlauf , und dem hinweis das ich möglicherweise vorrangig Leistungen anderer Sozialträger in Anspruch nehmen muß . ich habe 40 Jahre eingezahlt , beziehe seit 2013 eine Erwerbsminderungsrente und aufstockend Harz IV ,kann das Jobcenter mich Zwangsverrenten oder greift in meinem Fall die Unbilligkeitsverordnung ?
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 01.02.2021
      Hallo Jörg, wenn Ihre vorgezogene Altersrente so niedrig wäre, dass Sie Grundsicherung beantragen müssten - dann müsste das Jobcenter von der "Zwangsverrentung" absehen.
  • Jörg Bombosch
    Jörg Bombosch
    am 02.02.2021
    Hallo ,
    leider ist die vorgezogene Rente 54,00 Euro höher als meine Erwerbsminderungrente und die auftockende Harz IV Leistung .
    Zwangsverrentung mit Abschlag heißt jeden Monat 143,00 Euro Weniger auf Lebenszeit , muß ich das wirklich hinnehmen ? die Unbilligkeitsverordnung soll doch bei aufstockern greifen ?
    Das ist Staatlich verordnete Altersarmut , die , die wenig haben ,waren ,sind ,und bleiben die Dummen .
  • Steffen, Jürgen
    Steffen, Jürgen
    am 28.02.2021
    Hallo, ich werde am 23.05.2021 von der Krankenkasse ausgesteuert.
    Ich werde wohl darüber hinaus weiter krank sein.Im Juni werde ich 64 und bekomme dann 24 Monate ALG 1.Kann die Agentur für Arbeit dann sagen das ich auf Grund meiner Krankheit nicht vermittelt werden kann und mich dann zur Rente zwingen kann?
    Danke im voraus für die Antwort.
  • Herbert
    Herbert
    am 03.03.2021
    Wurde vom Jobcenter aufgefordert die Rente vorzeitig zu beantragen was ich auch getan habe , bin jetzt 64 und würde normal im Juni2022 in Rente gehen . Meine Rente wird aber nur cirka 500 Euro netto betragen . Bin also weiterhin auf eine verminderte Grundsicherung angewiesen . Wer ist jetzt für mich zuständig oder an wen muß ich mich jetzt wenden ?
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 03.03.2021
      Hallo Herbert, wenn die Altersrente so niedrig wäre, dass Sie mit Grundsicherung aufstocken müssten, ist so eine Zwangsverrentung eigentlich nicht in Ordnung - siehe oben im Beitrag.

      Für die Grundsicherung ist das gleichnamige Amt zuständig. Oder das Sozialamt, die Namen sind bundesweit nicht einheitlich.
  • Rainer
    Rainer
    am 05.03.2021
    Bin Jahrgang 52 und war als Freiberufler in dem berufsständischen Versorgungswerk seit 1983 rentenversichert und beziehe von dort eine monatl. Rente.
    Meine freiberufliche Tätigkeit war von 2004 bis 2010 wegen Insolvenz unterbrochen und ich bezog ALG 2. In den Jahren 2007 bis 2010 einschließlich zahlte das Jobcenter jeweils 2.460,- € auf mein Versicherungskonto an die Deutsche Rentenversicherung. Dieser Versicherungsverlauf wurde mir von dort diese Tage mitgeteilt.
    Steht mir auf Grund dieses Guthabens eine kleine Zusatzrente neben der des Versorgungswerks zu ?
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 08.03.2021
      Hallo Rainer, um eine reguläre Altersrente zu bekommen, reichen fünf Jahre Versicherungszeit. Vermutlich wären die bei Ihnen dann nicht erfüllt. Aber Sie sollten trotzdem einmal bei der Rentenversicherung nachfragen.
  • Stefan
    Stefan
    am 10.03.2021
    Ich beziehe ALG1 2 Jahre lang und mir fehlen dann 13 Monate zum Rentenbeginn als besonders langjähriger Einzahler (63 Regelung). Wird dann pro Monat 0,3% wäre 3,9% abgezogen oder 11% ?

    MFG
    Stefan
  • Marion Huhn
    Marion Huhn
    am 11.03.2021
    Hallo,
    Ich werde im Juli 60 und arbeitslos, dann bekomme ich ja zwei Jahre ALG 1
    Sollte ich in dieser Zeit keinen neuen Job finden was passiert dann ?(bin dann 62)
    Durch die Zahlung einer Abfindung bei meiner Kündigung steht mir ja nichts zu
    Damit wäre ich aber dann auch nicht mehr kranken und Rentenversichert
    Was für Möglichkeiten habe ich
  • Thomas Schmidt
    Thomas Schmidt
    am 13.03.2021
    Guten Tag, ich bin in der passiven Phase der Altersteilzeit, die genau zu meinem Renteneintritt mit 63 Jahren passt (35 Jahre Beschäftigung, mit Abschlag). Kann ich mich mit 63 Jahren im Rahmen ALG 1 erstmalig arbeitssuchend melden und die entsprechenden Leistungen beziehen und somit später in Rente gehen, z.B. mit 64, wenn es mit einem Job nicht klappt ? Konkret gefragt, könnte mich das Arbeitsamt zwingen, die Frührente zu beantragen ?
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 15.03.2021
      Hallo Thomas, grundsätzlich ist das möglich. Eine "Zwangsverrentung" gibt es nur beim Bezug von ALG II.
  • Jennifer Krug
    Jennifer Krug
    am 15.03.2021
    Guten Tag Herr Schultz,
    mein Vater (Harz IV-Empfänger) ist 1956 geboren (in dem Fall 08/2022 offiziell Rentner) und das Arbeitsamt will ihn jetzt in die Zwangsverrentung schicken.
    Allerdings geht mein Vater einer Arbeit nach, welche pro Monat ca. 450,00EUR einbringen. Durchschnittlich arbeitet er ca. 42 Stunden. Kann das Arbeitsamt dies trotzdem entscheiden oder sollte man Widerspruch einlegen? Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 15.03.2021
      Hallo Jennifer, eine "Zwangsverrentung" durch das Jobcenter ist tatsächlich erlaubt. Ausnahmen gelten nur, wenn Ihr Vater zusätzlich Arbeitslosengeld I erhalten würde - oder wenn die zu erwartende Rente so klein wäre, dass er Anspruch auf Grundsicherung im Alter hätte.
  • Walter Hanisch
    Walter Hanisch
    am 16.03.2021
    Guten Tag

    Ich 62 Jahre und 2 Monate alt und habe eine Schwerbehinderung GB 50

    Meine Frage

    Ich bin seit 35 Jahren Selbstständig ,und habe immer in die Freiwillige Arbeitslosenversicherung eingezahlt ,durch
    Corona muss ich leider Schließen.

    Ich habe 24 Monate Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 .

    Kann mich das Arbeitsamt bei Anspruch auf ALG 1 mit 63 Jahren Zwangsverrenten .

    Mit freundlichen Grüßen
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 16.03.2021
      Hallo Walter, solange Sie Arbeitslosengeld I erhalten, kann Sie niemand in die "Zwangsrente" schicken.
  • Horst
    Horst
    am 05.05.2021
    Guten Tag,

    ich bin 1960 geboren und jetzt 61 Jahre alt. Jetzt habe ich eine Kündigung zum 31.08.21 erhalten. Ab 01.09.24 könnte ich mit 45 Versicherungsjahren in die abschlagsfreie Rente gehen.

    Ab 01.09.21 würde ich für 24 Monate ALG 1 bekommen. Dann würden mir noch 12 Monate bis zur Rente fehlen. Wenn ich keine Teilzeitarbeit bis nach dem ALG 1-Bezug bekomme, würde ich dann zur Zwangsrente mit Abschlag (12%) gezwungen werden?

    Da ich gesundheitlich angeschlagen bin stellt sich mir noch folgende Frage:
    Angenommen ich werde während des ALG 1 für länger als 1 Jahr krank. Würde dann das ALG 1 solange ruhen und anschließend weitergezahlt mit den noch verbleibenden Monaten von den nicht in Anspruch genommen ALG 1. Bei einer solchen Verlängerung könnte ich dann regulär ohne Abschlag in Rente gehen. Oder könnte ich auch dann zur Zwangsverrentung gezwungen werden?

    Besten Dank im Voraus für Ihre Antwort.

    Mit freundlichen Grüßen
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 05.05.2021
      Hallo Horst, erst einmal das Wichtigste: Beim Bezug von Arbeitslosengeld können Sie NIEMALS in die Rente gezwungen werden. Das ist nur unter bestimmten Bedingungen beim Bezug von Arbeitslosengeld II möglich.

      Und wenn Sie während des Arbeitslosengeldes länger als sechs Wochen erkranken, sollte es ab diesem Zeitpunkt Krankengeld geben.

      Noch ein Hinweis. Stellen Sie sicher, dass die 45 Versicherungsjahre schon vor Beginn der Arbeitslosigkeit erfüllt sind. Sonst gibt es vielleicht ein Problem: https://www.sovd-sh.de/aktuelles/meldung/mit-63-in-die-rente-aber-vorher-arbeitslos
  • Horst
    Horst
    am 05.05.2021
    Hallo Herr Schulz,

    besten Dank für Ihre Antwort.

    Ich denke nicht das bis zum 01.09.21 die 45 Jahre komplett erfüllt werden. Daher ist wahrscheinlich nur die Rente mit 35 Jahre möglich. Diese kann ich dann frühestens zum 01.05.23 mit 12 % in Anspruch nehmen. Oder wenn ich zum 01.09.24 beantragen würde hätte ich einen Abschlag von 7,2 %.

    Oder gilt für die Rente mit 35 Jahre auch die Regelung das die letzten 2 Jahre nicht zählen?

    Nochmal zum ersten Beitrag. Wenn eine Krankheit länger als 1 Jahr das ALG 1 ruhen lässt. Wird dann das ALG 1 die Restzeit von den 2 Jahren angehängt oder vermindert die Krankenzeit dieses?

    Besten Dank im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 05.05.2021
      Die 45-jährige Wartezeit können Sie notfalls auch über einen Minijob neben dem Arbeitslosengeld "voll machen". Mehr dazu in dem oben verlinkten Beitrag. Bei den 35 Jahren zählt ALG I immer mit, diese Wartezeit haben Sie mit Sicherheit längst erfüllt.

      Während dem Bezug von Krankengeld ruht das ALG, Ihren restlichen Anspruch könnten Sie also - zumindest theoretisch - im Anschluss beziehen.
    • Horst
      Horst
      am 05.05.2021
      Besten Dank Herr Schulz,

      ich würde anstatt einem Minijob dann lieber selbst weitere Rentenbeiträge zahlen. Wenn das geht?

      Wahrscheinlich aus gesundheitlichen Gründen würde ich dann keinen weiteren Job mehr machen. Selbst meine bisherige Teilzeitarbeit war schon wegen meiner Gesundheit schwierig zu bewältigen und mit diesen Einschränkungen wird es schwierig werden eine machbare Arbeit zu finden. Aber für eine Erwerbsmindrungsrente liegen die Anforderungen wahrscheinlich zu hoch. Daher wahrscheinlich keine Alternative. Aber zunächst werde ich wohl eine Reha beantragen und dann auf Besserung hoffen.

      Mit freundlichen Grüßen
  • Doris Z.
    Doris Z.
    am 30.05.2021
    Hallo H.Schulz. Ich bin 64J m.50%Schwerb. und bekomm Hartz4.Ich soll jetzt Rentenantrag machen von Jobcenter aus.Würde aber nur laut RA eine Rente von netto 630€ bekommen und müsste dann Grundsicherung beantragen dazu.Darf das Jobcenter mich dazu zwingen? Ab 1.6.21 nehm ich auch einen neuen Minijob ca.400€ auf.mfg.D.Z.
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 31.05.2021
      Hallo Doris, wenn die Rente so niedrig ausfällt, dass Grundsicherung droht, müssen Sie diese nicht schon jetzt beantragen.
  • Wladimir Krämer
    Wladimir Krämer
    am 30.05.2021
    Moin Herr Schultz, im August 2020 bin ich 65 geworden und ab Juni 2021 (+9 Monate) sollte meine Regelaltersrente bekommen. Aber da ich einen Anspruch auf ALG 1, mit Anspruchsdauer 541 Tage ab Anspruchsbeginn 01.01.2021 habe, wollte ich meine ALG 1 voll genniesen und erst am Ende Des Anspruchs zu Rente gehen. Ich habe meine AV freiwillig als Solounternehmer bezahlt, leider wegen Corona-Kriese sollte ich meine Selbständigkeit aufgeben. Nach meiner Schätzung ist meine ALG 1 etwa höher, als meine zukünftige Rente seien sollte und wer weist, vielleicht könnte ich noch als Arbeitnehmer einen Job finden. Leider Agentur für Arbeit sieht es anders und haben zum Erreichen meiner Regelaltersrente einen Aufhebungsbescheid zu ALG 1, nach Rechtsgrundlage $ 136 Abs.2 des SGB III und § 48 Abs. 1 S. 2 des SGB X i.V.m. § 330 ABS 3 SGB III, geschickt. Habe ich eine gewisse Schanze diesen Aufhebungsbescheid mit Erfolg widersprächen. Danke im voraus. Mit freundlichen Grüßen, Wladimir Krämer.
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 31.05.2021
      Hallo Wladimir, Arbeitslosengeld I wird immer nur höchstens bis zur Regelaltersgrenze gezahlt, da kann man leider nichts machen.
  • Andreas Herrmann
    Andreas Herrmann
    am 08.06.2021
    Hallo Herr Schultz
    Mein Jahrgang 1958, seit 9/1974
    im Berufsleben.
    Laut RV-Bescheid wurde meine
    Wartezeit von 45 Jahren 540 Monate am 10/ 2020 erfüllt.

    Bin seit 2016 in einem Alterszeitvertrag der auf der Basis
    3 Jahren aktiv u. 3 Jahren passiv
    abgeschlossen wurde.
    Dieser endet am 31.12.2021

    Bei einer rechtseitigen Arbeitslosen
    Meldung. August bzw. Sept 2021

    Steht mir ab dem 01.01.2022
    ALG 1 für 12 Monate zu. ??
    Oder würde mir eine Zwangverrentung bevorstehen.

    Im voraus besten Dank für Ihre Antwort. Mfg Andreas Herrmann
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 08.06.2021
      Hallo Andreas, normalerweise müssten Sie in Ihrem Alter Anspruch auf maximal 24 Monate Arbeitslosengeld I haben. Allerdings bin ich mir unsicher, wie es sich mit der Altersteilzeit verhält, da sollten Sie nochmal beim Arbeitsamt nachfragen.

      Auf jeden Fall kann ich Ihnen sagen, dass Sie während des Bezugs von ALG I nicht zur Rente gezwungen werden können. So etwas gibt es nur im Jobcenter, also bei "Hartz IV".
  • Toprak
    Toprak
    am 14.06.2021
    Hallo,
    bei mir sieht so aus: geb. 27.05.1959, Hartz4 Empfänger, 50 GdB, Pflegemann von meiner
    Frau, Rentenbeiträge von der Krankenkasse zu Rentenkasse,
    ich kann abschlagfrei 01.08.2023 ins Rente gehen.

    Arge fordert von mir RentenInformationen.

    Meine Frage: Zwangsverrentung durch Arge unter 63, ab 63 oder Ende 63 ?
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 14.06.2021
      Hallo Toprak, theoretisch kann das Jobcenter eine Rente ab 63 erzwingen. Unter den oben genannten Voraussetzungen.
  • Toprak
    Toprak
    am 14.06.2021
    Hallo Schultz,

    obwohl man Pflegerperson ist d.h. Rentenbeitrag zahlt und warum zählt Pflege nicht als
    Arbeit ?
    so dass man zum 01.08.2023 abschlagfrei ins Rente gehen kann?

    MfG, vielen Dank.
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 14.06.2021
      Siehe oben. Das Jobcenter kann Sie ab 63 in Rente schicken, die Ausnahmen stehen in der "Unbilligkeitsverordnung".
  • Bärbel
    Bärbel
    am 13.07.2021
    Hallo Herr Schulz, ich bin gerade 60 geworden,werde im Dezember ausgesteuert,muss dann Arbeitslosengeld 1 beantragen,am 01.08.21 habe ich meine 45 Jahre erfüllt, bin gesundheitlich nicht mehr in der Lage zu arbeiten. Wie geht’s jetzt weiter? War das letzte Mal vor 24 Jahren arbeitslos.
  • Elisabeth
    Elisabeth
    am 15.07.2021
    Hallo, ich bin 64 Jahre alt. Durch den Verkauf des Unternehmens endete mein Arbeitsverhältnis zum 30.6.2021. Mein Antrag auf Arbeitlosengeld I wurde gerade abgelehnt mit dem Argument, dass ich Rente beantragen kann. Mein Eintritt in die Regelaltersrente wäre allerdings der 1.3.2023 - habe allerdings meine erforderlichen Beitragsjahre (46) voll. Frage: kann mich das Arbeitsamt zwingen Rente zu beantragen?
    MFG
  • Sabine
    Sabine
    am 23.07.2021
    Mir droht ab März 2022, wenn das ALG1 ausläuft, eine Zwangsverrentung, da ich aufstockend ALG2 beziehe.
    Abschlagsfreies Rentenalter erreiche ich erst mit mit 66, am 30.11.2024
    Gleichzeitig liegt mir ein Antrag auf Rentenzahlung der Krankenkasse vor, da ich meinen behinderten Sohn mit den mindest notwendigen 10 Stunden/Woche pflege.
    Lohnt es sich für mich diesen Antrag auf Rentenzahlung durch die Krankenkasse zu stellen?
    Verringert sich dadurch mein Rentenverlust, da ja weiter, wenn auch minimal, eingezahlt wird?
    Danke für Ihre Mühe und liebe Grüße!
  • Renate
    Renate
    am 04.08.2021
    Thema zwangsverrentung laut Paragraph 6 Hilfbedürftigkeit in alter heißt es "unbillig ist die Inanspruchnahme, wenn leistungsberechtigte hilfebedürftig in Sinne der grunsicherung in alter... " hier gibt es jetzt eine 70% regel (70% der zu erwarteten rente darf nicht über den jetzigen arbeitslosen geld 2 Betrag liegen) was wäre aber wenn man diesen Betrag überschreitet aber durch die grunderente und den damit verbundenen Freibetrag in der grunsicherung zu 100% eine grundsicherung erhalten würde.

    Nach gesetzt müsste doch in Prinzip zählen ob man eine grundsicherung beantragen müsste und dies wäre ja dann wieder gegeben!

    Beispiel
    Harz4 Anspruch 550 Euro
    Rente die ohne Abschlag erwartet wird 900

    70% vom 900 = 630 Betrag liegt darüber
    Grundsicherungsberechtigt nein.

    Grundrentenberechtigt ja
    Freibetrag der grundrente 221 Euro
    Sprich Anspruch auf Grundsicherung bis
    771 Euro ( heutiger bedarf +freibetrag)

    Rente 630 liegt unter 771 Euro.
    Also grundsicherungsberechtigt!

    Auch geht leider nicht richtig hervor ob in gesetzt vom brutto oder netto Rente geredet wird. Die zu erwartete Rente ist ja netto kleiner oder wird dies mit den 30% Abzug abgegolden.

    Vielen Dank für Ihre Antworten sie Würdenträger damit sehr helfen.
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 04.08.2021
      Hallo Renate, das kann ich leider noch nicht beantworten. Bei der Grundrente und deren Folgen für andere Leistungen gibt es einige Punkte, die sich erst noch herausstellen werden. In Zukunft werden wir sicherlich darüber berichten.
    • Renate
      Renate
      am 04.08.2021
      Vielen Dank für Ihre super schnelle Rückmeldung. Könnte mir hier die sovd auch helfen ?

      Falls eine zwangsverrentung bevor steht und man so einen Wiederspruch agumentieren würde.
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 04.08.2021
      Ja, grundsätzlich schon - den SoVD gibt es in jedem Bundesland. Allerdings ist die Dichte an Beratungszentren in Norddeutschland deutlich höher als im Süden.
  • Thomas
    Thomas
    am 21.08.2021
    Guten Morgen Herr Schulz . Meine Frage zu diesem Thema wäre , ich beziehe seit November 2018 Alg II . Ich bin Jahrgang 1965 und somit 55 Jahre . Seit 1 1/2 Jahren bin ich nun Krankgeschrieben . Bei einem Beratungstelefonat sagte mir meine Sachbearbeiterin das es angebracht wäre eine Rente zu beantragen , da Alg II nur den Menschen zusteht die mindestens 3 Stunden täglich Arbeiten können . Nun schreiben Sie ja daß das Amt ab 63 Jahren einen Verrentung gegen den Willen des Empfängers durchsetzten dürfen . Also wäre es bei mir doch eine unerlaubte Handlung , oder irre ich mich da ? Wäre dann Sozialhilfe , die ja soviel ich weiß die selbe höhe hat wie Alg II , dann nicht die angebrachtere Lösung ? Grüße , Thomas .
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 23.08.2021
      Hallo Thomas, in Ihrem Fall meint die Sachbearbeiterin im Jobcenter keine Alters-, sondern eine Erwerbsminderungsrente. Mehr dazu hier: https://www.sovd-sh.de/aktuelles/meldung/erwerbsminderungsrente-antrag-und-voraussetzungen-volle-und-teilweise-rente-hinzuverdienst-und-versteuern

      Es könnte also sein, dass Sie demnächst vom Ärztlichen Dienst der Arbeitsagentur eingeladen werden, um Ihre Arbeitskraft zu überprüfen. Nur wenn Sie weniger als 3 Stunden am Tag in irgendeinem Job arbeiten können, kommt eine EM-Rente in Frage. Und dann wären Sie beim Jobcenter auch nicht mehr richtig. Finanziell würde sich für Sie aber ziemlich sicher nichts ändern.
    • Thomas
      Thomas
      am 24.08.2021
      Guten Morgen Herr Schultz . Danke für Ihre rasche Antwort . Dann harre ich mal der Dinge die da kommen werden .
  • Reginald
    Reginald
    am 02.09.2021
    Guten Tag habe mir Alles durchgelesen und trotzdem noch Fragen. Bin 1960 Jahrgang und könnte mit 66, 6 Monate in Rente gehen.
    Ich habe 35 Jahre gearbeitet, davon 5 JahreMi minnijob durchgehend.
    Zählen trotzdem die 35 Jahre und ich kann in zwei Jahre Zwangsverrentet werden?
    Die Abschläge die ich hätte, bleiben die für den Rest des Lebens? Ist doch ziehmlich ungerecht, wenn man vorher nicht in Rente möchte. Danke im Voraus
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 02.09.2021
      Hallo Reginald, ob die Jahre im Minijob als Wartezeit zählen, hängt davon ab, ob Rentenbeiträge gezahlt wurden. Besorgen Sie sich am besten eine Rentenauskunft, darin steht, wie es um Ihre Wartezeit bestellt ist.

      Solange Sie Arbeitslosengeld I beziehen, kann man Sie nicht in die Altersrente zwingen. Und - ja, die Abschläge bleiben bis zum Lebensende.
    • Reginald
      Reginald
      am 05.09.2021
      Vielen Dank für Ihre Antwort, die mir sehr weiter hilft.
      Grüße Reginald
  • Kiki
    Kiki
    am 13.09.2021
    Hallo.
    Wenn man als ALG 2 Empfänger mit 63 für langjährig Versicherte mit Abschlag in Rente geht, diese aber niedriger als der Bedarf ist. Wer ist zuständig für das Aufstocken!? Das Jobcenter oder das Sozialamt
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 13.09.2021
      Grundsicherung im Alter bekommen Sie auf jeden Fall noch nicht, die gibt es erst ab der Regelaltersgrenze. Ob man in diesem speziellen Fall aber noch ALG II aufstockend bekommt, weiß ich tatsächlich nicht. Gute Frage, der werde ich mal nachgehen.
  • Bettina Siegel
    Bettina Siegel
    vor 2 Wochen
    Hallo
    Habe alle Komentare hier mal gelesen.
    Ich finde es schon sehr fies und empörend,dass das Jobcenter Menschen in Zwangsrente schicken kann und auch tut.
    In meinem Fall habe ich jetzt auch etwas Angst,da das Jobcenter jetzt von mir eine Rentenauskunft verlangt.
    Ich bin 1959 geboren,habe eine Teilzeitarbeit (seit 2015)bei der ich über 450,00 Euro monatlich verdiene und bekomme zur Zeit 397,24 Euro noch zusätzlich jeden Monat vom Jobcenter,da mein Lohn zum Leben nicht ausreicht.
    Kann und darf das Jobcenter mich in Rente schicken?
    Meine Regelaltersgrenze wäre am 01.04.2025 .
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      vor 1 Woche
      Hallo Bettina, die Auflagen, in welchem Fall Sie "zwangsverrentet" werden dürfen, sind ja relativ hoch. Wie es in Ihrem Fall genau wäre, kann ich nicht sagen. Bleiben Sie aber erst einmal entspannt - im Zweifel holen Sie sich Hilfe, zum Beispiel bei meinen Kollegen: https://www.sovd-sh.de/beratung/sozialberatung/informationen
  • Romi
    Romi
    vor 2 Wochen
    Bekomme z. T. Grundsicherung n. SGBXII und Unterhalt. Im 01/2022 werde ich 63. Jetzt wurde mir eine Zwangsvorverrentung angetragen. Der Unterhalt wird nicht für ewig gezahlt. Kann das Amt diese Massnahme verlangen? 35 Arbeitsjahre, aber die letzten 5 Jahre keine Rente mehr eingezahlt. Danke für die Antwort.
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      vor 1 Woche
      Hallo Romi, wie das im SGB XII ist, weiß ich leider gerade nicht. Bei der 35-jährigen Wartezeit für eine vorgezogene Altersrente spielt es keine Rolle, ob in den letzten fünf Jahren Rentenbeiträge abgeführt wurden. Das ist nur bei der Erwerbsminderungsrente relevant.
  • Stephan Klöcker
    Stephan Klöcker
    vor 6 Tagen
    Ich werde demnächst arbeitslos. Wenn ich nach 2 Jahren weder Arbeitslosengeld I, noch II bekomme, kann man mich doch nicht zwangsverrenten?
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      vor 6 Tagen
      Hallo Stephan, natürlich nicht. Wenn Sie keine Leistungen beziehen, kann Ihnen auch niemand in Ihre Rentenplanung hereinreden.
  • Robert Schmidt
    Robert Schmidt
    vor 5 Tagen
    Hallo,
    ich bin Jahrgang 11/1959 und seit dem 01.10.2021 Arbeitslos.
    Nach 24 Monaten Arbeitslosigkeit, 30.09.2023 fehlen mir 4 Monate bis zu dem Zeitpunkt, 01.02.2024, zu dem ich als besonders lanjährig Versicherter abschlagsfrei in Rente gehen könnte.
    Die Wartezeit von 45 Jahren ist mit Stand 31.12.2020 laut Rentenauskunft der DRV erfüllt.
    Kann man mich Zwangsverrenten und was kann ich tun um diese 4 Monate zu überbrücken.
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      vor 12 Stunden
      Hallo Robert, die Arbeitsagentur darf Sie nicht in die Rente zwingen. Das geht unter bestimmten Umständen nur im Jobcenter. Ob Sie nach Auslaufen des ALG I überhaupt Anspruch auf "Hartz IV" hätten, müsste man aber prüfen.

      Alles andere sollten Sie in einem persönlichen Gespräch klären: https://www.sovd-sh.de/beratung/sozialberatung/informationen

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