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Früher in die Rente – so geht’s ohne Abzüge

Behinderung Armut Über uns

Möglichst früh in Rente gehen, und das am besten ohne Abschläge. So sieht der Wunsch von vielen Menschen in Deutschland aus. Da das Niveau der gesetzlichen Rentenversicherung in den letzten Jahren massiv zusammengekürzt wurde, wird es für die meisten Bürgerinnen und Bürger allerdings immer schwieriger, dieses Ziel zu erreichen. Pro Monat, den Sie vor der Regelaltersgrenze in Ruhestand gehen, kostet Sie ein Leben lang 0,3 Prozent Ihrer Rente. Bei einem Jahr kommt so bereits ein Minus von 3,6 Prozent zusammen.

Anleitung zum früheren Renteneinstieg

Wer sich jedoch ein bisschen im Sozialrecht auskennt und sich über seine Optionen informiert, kann möglicherweise doch zu einem früheren Renteneintritt kommen. Und das ganz ohne Abzüge. Um Sie in diesem komplexen Thema zu unterstützen, haben wir eine Anleitung in fünf Punkten für Sie zusammengestellt.

Noch ein Hinweis in eigener Sache: Diese Anleitung ist nicht dafür gedacht, das System der deutschen Sozialversicherung vorsätzlich auszunutzen. Der Sozialverband setzt sich seit jeher für eine Stärkung von gesetzlicher Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung ein. In unserer Sozialberatung erleben wir aber leider täglich hilfesuchende Menschen, die unverschuldet zwischen die Mühlen der einzelnen Sozialleistungsträger geraten sind. Menschen, die erkrankt sind und aufgrund von Unkenntnis auf viel Geld verzichten müssen. Unsere „Anleitung zum früheren Renteneinstieg“ ist also vor allem für Bürgerinnen und Bürger gedacht, die aufgrund von Krankheit und Behinderung nicht bis zur Regelaltersgrenze arbeiten können.

Strategie zum Ausstieg aus der Rente – in fünf Schritten

1) Renteneintrittsdatum ermitteln

Verschaffen Sie sich Klarheit über Ihre persönliche Situation. Dafür müssen Sie drei wichtige Fragen beantworten.

  • In welchem Jahr sind Sie geboren?
  • Liegt eine amtlich festgestellte Schwerbehinderung vor?
  • Wie viele Versicherungsjahre werden Sie beim Renteneintritt hinter sich haben?

Ihr Geburtsjahr ist wichtig, da einige Arten der Altersrente durch den Gesetzgeber nur befristet etabliert worden sind. Ein Beispiel ist die Rente für besonders langjährig Versicherte, die spätere Generationen nicht mehr in Anspruch nehmen können. Unsere Grafik (siehe oben) zeigt die wichtigsten Fakten auf. Wenden Sie sich bei detaillierten Fragen bitte an die Deutsche Rentenversicherung oder eine unserer Sozialberatungsstellen.

Wenn Sie schwerbehindert sind, können Sie zwei Jahre vor der Regelaltersrente in den Ruhestand gehen. Ganz einfach, ohne Abzüge. Eine Schwerbehinderung zählt hier allerdings nur ab einem Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50. Gleichgestellte Arbeitnehmer profitieren hiervon nicht!

Die kniffligste Frage wird sein, Ihre individuellen Beitragszeiten zu ermitteln. Haben Sie ohne Unterbrechung immer im Angestelltenverhältnis gearbeitet, ist es einfach. Komplexer wird es, wenn Zeiten der Arbeitslosigkeit, ein Studium oder krankheitsbedingte Fehlzeiten berücksichtigt werden müssen. Eine genaue Übersicht, welche Zeiten im Rentenrecht wie angerechnet werden, finden Sie auf den Seiten der gesetzlichen Rentenversicherung.

Falls Sie Schwierigkeiten bei der Klärung dieser Punkte haben, wenden Sie sich kostenlos an die gesetzliche Rentenversicherung. Als Mitglied des SoVD können Sie natürlich gern unsere Sozialberatung in Anspruch nehmen.

2. Drei Jahre rückwärts rechnen

Wenn Sie gesundheitliche Probleme haben, kann folgendes Szenario eine Möglichkeit sein: Bis zum zuvor berechneten Renteneintritt sind es noch einige Jahre? Schon jetzt fallen Sie auf der Arbeit häufig aus, weil Ihre Gesundheit immer häufiger Probleme macht?

Rechnen Sie noch einmal drei Jahre zurück. Beispiel: Ihr frühester Einstieg in die Rente wäre der 01.01.2024. Gehen Sie drei Jahre zurück, kommen Sie auf den 01.01.2021. Warum? Das erfahren Sie im nächsten Schritt.

3. Arbeitssuchend melden

Wie bitte? Kündigen? Doch, Sie haben richtig gelesen. Wenn Sie ein Arrangement mit Ihrem Arbeitgeber finden und Ihr Beschäftigungsverhältnis einvernehmlich auflösen, haben Sie ab einem Alter von 58 maximal zwei Jahre lang Anspruch auf Arbeitslosengeld. Auf diese Weise können Sie das Arbeitsleben noch einmal zwei Jahre früher beenden – und zwar ohne Abschläge auf die Rente. Selbstverständlich leben Sie in dieser Zeit auf kleinerem finanziellem Budget, da das Arbeitslosengeld nur zwischen 60 und 67 Prozent Ihres letzten Nettogehalts beträgt. Genaue Informationen hierzu finden Sie bei der Agentur für Arbeit.

Achten Sie genau auf die Fristen, ansonsten können Sie auf dem Weg in die Rente viel Geld verlieren.

Dieser Weg ist allerdings mit einigen Stolpersteinen gepflastert. Kündigen Sie selbst, wird Ihnen das Arbeitslosengeld mehrere Monate lang gesperrt. Auch bei einer einvernehmlichen Regelung mit Ihrem Chef, müssen Sie aufpassen. Spätestens drei Monate vor Vertragsende müssen Sie sich bei der Arbeitsagentur arbeitsuchend melden. Sonst droht auch hier eine Sperre.

4. Arbeitslosigkeit und Krankengeld

Wie bereits oben geschildert: Unsere Hinweise richten sich in erster Linie an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die aufgrund von gesundheitlichen Problemen so früh wie möglich in die Rente gehen möchten. Schließlich wollen Sie von Ihrem wohlverdienten Ruhestand noch ein paar Jahre etwas haben. Geschichten von Nachbarn, Angehörigen oder Bekannten, die kurz nach dem Renteneintritt unheilbar erkrankten oder sogar starben, haben wir wohl alle schon einmal gehört.

Das soll Ihnen nicht passieren! Vielleicht fragen Sie sich immer noch, warum Sie vom errechneten Rentenbeginn ohne Abschläge drei Jahre zurückrechnen sollen. Mit dem Arbeitslosengeld können Sie schließlich maximal 24 Monate überbrücken.

Arbeitslosen- und Krankengeld können miteinander kombiniert werden.

Die Lösung liegt in der Kombination aus Kranken- und Arbeitslosengeld. Als Angestellter erhalten Sie im Krankheitsfall zunächst sechs Wochen Lohnfortzahlung. Sind Sie im Anschluss weiter krank geschrieben, muss der Arbeitgeber Ihnen kein Gehalt mehr zahlen, die Krankenkasse springt ein. Höchstens 72 Wochen gibt es in diesem Fall nun noch Krankengeld, in Höhe von rund 70 Prozent des Brutto-Einkommens.

Liegt also tatsächlich eine Erkrankung vor, sollte das Krankengeld in Ihrem Interesse vor dem Arbeitslosengeld beantragt werden. Im umgekehrten Fall – erst Arbeitslosigkeit, anschließend Krankengeld – müssten Sie deutliche finanzielle Abstriche machen. Denn dann würde die Kasse das Krankengeld nach Ihrem letzten Einkommen, dem Arbeitslosengeld, berechnen.

Achten Sie auch hier wieder unbedingt auf Fristen. Spätestens drei Monate vor Auslaufen des Krankengeldes muss die Meldung bei der Agentur für Arbeit erfolgen, sonst droht die Sperrzeit ohne Einkommen.

Durch die Kombination von Kranken- und Arbeitslosengeld können Sie also rund drei Jahre vor dem Erreichen Ihrer individuellen Altersgrenze aus dem Job aussteigen. Ohne Abschläge. Ganz legal. Aber Vorsicht: Einige Fallen stehen zwischen Ihnen und der Rente. Zum Beispiel gelten Zeiten der Arbeitslosigkeit in den letzten beiden Jahren vor dem Einstieg in die Rente nur in ganz bestimmten Ausnahmefällen als Beitragszeiten – etwa bei Insolvenz des Betriebs. Bevor Sie etwas in die Wege leiten, sollten Sie in jedem Fall mit einem Experten sprechen, zum Beispiel in unserer Sozialberatung.

5. Rente beantrage und das Leben genießen

Sie haben alle Informationen zusammen? Sie haben alle Details noch einmal von einem Fachmann checken lassen? Dann vergessen Sie nicht, spätestens drei Monate vor dem anvisierten Rentenbeginn einen Antrag bei der Deutschen Rentenversicherung zu stellen. Egal ob Sie in dieser Zeit noch berufstätig sind, Kranken- oder Arbeitslosengeld erhalten. Für Ihren Lebensabend wünschen wir Ihnen alles Gute!

Genießen Sie Ihren Ruhestand.

  • Was sind die größten Probleme, die kurz vor der Rente noch auf Sie warten können?
  • Was ist beim Wechsel von der Erwerbsminderungs- in die Altersrente zu beachten?
  • Wo Sie bei der Altersrente für besonders langjährig Versicherte unbedingt aufpassen müssen

Das und vieles mehr erfahren Sie in meinem kompakten Ratgeber „Früher in Rente – ohne Abschläge. Wie Sie schon deutlich vor 63 Ihren Ruhestand antreten können

Kommentare (27)

  • Andrea Susanto
    Andrea Susanto
    am 30.10.2018
    Liebes Team vom SoVD,
    ich freue mich sehr über die vielen wichtigen Informationen, die ich durch Ihren Newsletter erhalten kann! Vielen Dank für die großartige Unterstützung!!!
  • Holger Steinborn
    Holger Steinborn
    am 03.02.2019
    Liebes Team vom SoVD . Ich bin bei Ihnen Mitglied und hätte nun mal ne Frage ? Ich bin durch lange Krankheit bei der Krankenkasse ausgesteuert .Ich war schon bei Ihnen in Pinneberg und mir wurde auch geholfen . Ich habe Berentung eingereicht und auch einen Schwerbehindertenausweis .Nun bekomme ich Arbeitslosengeld.Ich bin immer noch krankgeschrieben und das dauert sicher auch noch einige Zeit . In meiner Firma bin ich immer noch angestellt . Nun reicht das Geld vom Arbeitsamt vorn und hinten nicht. Ich bekomme 710€ vom Amt und meine Lebensgefährtin bekommt 650€ Rente . Unsere monatlichen Unkosten für Wohnung inclusive Strom , Telefon,Schmutzwasser und natürlich Miete beträgt 1010 € . Das bedeutet 350€ zum Leben. Das ist für 2 Personen sehr wenig. Was muss ich tun um eine Aufstockung zu bekommen.eine Antwort währe sehr hilfreich. Mit freundlichen Grüßen Holger steinborn
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 04.02.2019
    Hallo Herr Steinborn, bitte posten Sie zu Ihrem eigenen Schutz keine individuellen Daten in unserem öffentlichen Blog. Ob Sie eine Aufstockung erhalten können, müsste im Jobcenter geprüft werden. Vermögen und Einkommen Ihrer Lebensgefährtin würde hier allerdings auch einfließen. Wir empfehlen Ihnen, sich individuell in unserer Geschäftsstelle beraten zu lassen. Als Mitglied entstehen für Sie dadurch keine zusätzlichen Kosten.
  • Mayer, E.
    Mayer, E.
    am 14.07.2019
    Hallo Team vom SoVD.
    Eine Frage: Gelten die hier aufgeführten Beispiele nur für Schleswig-Hostein ?
    Ich wohne in BaWÜ. Wo kann ich den versprochenen Ratgeber bekommen ?
    Fragen über Fragen.
    MfG e.m.
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 15.07.2019
    Hallo, da es sich bei der gesetzlichen Rente um Bundesrecht handelt, gelten unsere Hinweise für ganz Deutschland. Welchen Ratgeber meinen Sie?
  • AlterNomade
    AlterNomade
    am 10.10.2019
    Folgendes scheint mir nicht korrekt "Denn dann würde die Kasse das Krankengeld nach Ihrem letzten Einkommen, dem Arbeitslosengeld, berechnen." Nach § 47b Abs. 1 SGB V wird das Krankengeld für Bezieher von Arbeitslosengeld I in Höhe des Betrages des Arbeitslosengeldes gewährt, den der Versicherte zum Zeitpunkt der Arbeitsunfähigkeit bezogen hat. M.E. ist dieses KG nach ALG ist zwar wohl immer noch weniger als vor ALG, aber mehr als wenn es auf Basis des ALG berechnet würde.
    • Anja Ludwig
      Anja Ludwig
      am 29.12.2020
      Ja - genau das ist mir beim Lesen auch aufgefallen und es ist definitiv so, dass man bei Krankheit nach Arbeitslosigkeit das Krankengeld in Höhe des Arbeitslosengeldes weiter erhält - bei mir ist es im Jahr 2017 genau so der Fall gewesen.
  • Roswitha Wolff
    Roswitha Wolff
    am 10.11.2019
    Mit 63 Jahren kann ich im Dez.20 ohne Abschläge in Rente gehen. Seit 5 Monaten bin ich Krank geschrieben, jetzt hat mir die KK zur Auflage gemacht, eine Reha zu beantragen, oder Erwerbsminderungs Rente zu beantragen. Im Frühjahr 2019 war ich schon zu Reha, mit geminderter Arbeitsfähigkeit aber Arbeitsfähig entlassen. Vor hatte ich, mich vor Ablauf des Krankengeldes, als Arbeitslos zu melden, mit Antrag bei der BFA für die Rente im Dez.20. Nun weiß ich nicht, was ich machen soll? Was wäre richtig?
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 11.11.2019
    Hallo Roswitha, wie sich die Arbeitslosigkeit auf Ihre geplante vorgezogene Rente auswirken würde, hängt von der Art der Altersrente ab. Das sollten Sie unbedingt in einem persönlichen Beratungsgespräch klären lassen, zum Beispiel in unserer Sozialberatung: https://www.sovd-sh.de/sozialberatung/
  • Paluska Christian
    Paluska Christian
    am 25.03.2020
    Seit 18 11 2019 bin ich krankgeschrieben, bis 10 02 2020 war ich in der Reha und als arbeitsunfähig entlassen...
    Ich bin schon 63 Jahre alt und über 45 Jahre arbeite ich schon. Am 01 09 2020 kann ich one abziege in Ruhestand gehen.
    Darf ch bis dahin krankgeschrieben werden???
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 26.03.2020
    Hallo Christian, die Krankschreibung hat keine unmittelbare Auswirkung auf die geplante Rente. Fraglich ist eher, ob Sie bis zum September noch Krankengeld erhalten. Falls Sie anschließend ins Arbeitslosengeld "rutschen", sollten Sie vorher diesen Beitrag lesen: https://www.sovd-sh.de/2018/11/22/mit-63-in-die-rente-aber-vorher-arbeitslos/
  • Ernst Faschian
    Ernst Faschian
    am 30.08.2020
    Hallo.Ich habe eine anerkannte Berufskrankheit Copd.Ich bekomme von der BGB.Wuppertal 78 Wochen Verletztengeld und nun fehlt mir genau ein Jahr bis ich abschlagsfrei in Rente gehen kann. Ich bin noch in der Firma gemeldet,darf aber mein Beruf nicht mehr ausüben.was steht mir für Leistung zu und von wem. Mir wurde von der BG.eine 20% Rente zugesichert Genaues sagt man mir nich wie soll ich mich verhalten? Mit freundlichen Grüßen aus Sondershausen Ernst Faschian
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 31.08.2020
    Hallo Ernst, man müsste sich Ihren Fall im Detail ansehen. Es kann gut sein, dass Sie nach dem Auslaufen des Verletztengeldes noch Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. Auch bei einem bestehenden, aber ruhenden Arbeitsvertrag. Ich empfehle Ihnen, sich persönlich beraten lassen.
  • Annegret Walder
    Annegret Walder
    am 29.09.2020
    Hallo, ich suche Hilfe.
    Seit dem 8.4.19 war ich krankgeschrieben. Mit der Diagnose F32.2.G. Da ich die Befürchtung hatte das die Krankenkasse nicht mehr zählt. Habe ich bei meinem Arbeitgeber gesund gemeldet und meinen Jahresurlaub genommen, der läuft am 22.10. aus. Wie kann ich die Zeit bis zum 1.5.21 zur Rente überbrücken. Nervlich schaffe ich den Stress nicht mehr.
  • Christian Schultz
    Christian Schultz
    am 29.09.2020
    Hallo Annegret, solch ein Frage kann man leider nicht allgemein beantworten. Da Sie nach wie vor gesundheitliche Schwierigkeiten haben, wäre nach wie vor das Krankengeld eine Option. Wenn Sie es sich finanziell leisten können, könnte eine Kündigung und der anschließende Bezug von Arbeitslosengeld eine Alternative sein. Aber man müsste sich Ihren Fall im Detail anschauen, um eine seriöse Empfehlung abgeben zu können.
  • Reiner Herrmann
    Reiner Herrmann
    am 27.12.2020
    Konnte die Rente mit 63 für langjährig Versicherte am 01.01 2021 in Anspruch nehmen, hatte mich dazu entschieden noch weiter zu arbeiten. Bin krank geworden Morgen am 28.12.20 werden es sechs Wochen und ein Ende ist noch nicht abzusehen, bin immer noch im festen Arbeitsverhältnis.
    Kann ich noch bis 31.12.2020 in die Rente zum 01.01.2021 eintreten
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 04.01.2021
      Hallo Rainer, ehrlich gesagt verstehe ich Ihre Frage nicht.
  • Sigrid Wagner
    Sigrid Wagner
    am 29.12.2020
    Hallo, ich werde im Mai nächsten Jahres 65 und müsste noch bis einschließlich Februar 2022 arbeiten. Ich habe gesundheitliche Probleme und mir wurde jetzt auch eine Kur verordnet. Da ich einige Jahre auf 450,--€-Basis gearbeitet habe, komme ich einschließlich Kindererziehung auf 40 Jahre Versicherungseinzahlung. Könnte ich ohne Abzüge evtl. auch krankheitsbedingt schon ab Mai 2021 in Rente gehen? Vielen Dank für ihre Antwort. MFG Sigrid.
  • Achim
    Achim
    am 09.01.2021
    Ich bin 1960 geboren und habe einen Aufhebungsvertrag auf anraten meines Arztes unterschrieben. Ab Februar 2021 bin ich eigentlich ALG1. Bis zur Rente mit 63 fehlen dann immer noch einige Monate.
    Angenommen ich werde noch vor Beendigung des Arbeitsverhältnis krank geschrieben, muß der Arbeitgeber noch nach der offiziellen Beendigung, also ab 01.02.2021 Krankengeld bezahlen?
    Aus meiner Sicht habe ich mit 12% Abschlägen zu rechnen, da ich normalerweise erst mit 64 und 4 Monate abschlagsfrei in Rente gehen kann.
    Mir fehlen noch 8Monate, dass ich die 45 voll bekomme.
    Gibt es eine Möglichkeit auch mit 63 abschlagsfrei zu gehen?
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 11.01.2021
      Hi Achim, mit 63 kommen Sie nicht mehr abschlagsfrei in die Rente, das ging nur für frühere Jahrgänge. Krankengeld zahlt nicht der Arbeitgeber, sondern die Krankenkasse. Ob das bei Ihnen der Fall wäre, müsste man sich individuell anschauen.
  • Ulrich Schimpf
    Ulrich Schimpf
    am 26.01.2021
    Hallo, gehe im April 2023 als langjährig Versicherter in Rente.
    Wie wirkt sich eine eine vorherige zweijährige Arbeitslosigkeit finanziell auf die Rentenhoehe aus?
    Mit der Bitte um Rückmeldung und freundlichen Grüßen
  • Georg Vorderegger
    Georg Vorderegger
    am 23.02.2021
    Mir ist bekannt, dass ich, als längjährig Versicherter (bin jetzt 64) Abzug habe. Im Zeitraum von einem Jahr habe ich bereits vier Wochen Krankheit vorzuweisen. Nun möchte ich mich, da ich den Belastungen am Arbeitsplatz nicht mehr gewachsen bin, weitere sechs Wochen krank schreiben lassen. Bis zum Rentenbeginn würden dann noch ein paar Wochen fehlen (die Antragstellung dauerte ja ca. drei Monate). Wie könnte ich diese Zeit überbrücken, um nicht mehr zum Arbeitsplatz zurück kehren zu müssen? Vielen Dank!
  • Andre Schobert
    Andre Schobert
    am 07.03.2021
    Möchte eine Auszeit von 2- 3 Monaten haben (unbezahlt) .Wirkt sich das auf meine Rente bzw. Renteneintritt aus? Danke
    • Christian Schultz
      Christian Schultz
      am 08.03.2021
      Hallo Andre, selbstverständlich hat das Auswirkungen. Denn diese Zeit zählt weder zur Wartezeit für eine vorgezogene Rente, noch werden Beiträge entrichtet.

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