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Krankengeld läuft aus: Wie verhalte ich mich richtig?

 

Marco O. aus Wedel traf es ohne Vorwarnung. Ein Schlaganfall setzte den 43-Jährigen von einem auf den anderen Tag außer Gefecht. Für den Maler und Lackierer ein Schock. Sechs Wochen lang zahlte der Arbeitgeber ihm sein Gehalt weiter, die sogenannte Lohnfortzahlung. Danach musste die Krankenversicherung ran – mit dem Krankengeld.

 

Nach sechs Wochen Lohnfortzahlung kommt das Krankengeld

Gesetzliche Krankenkassen in Deutschland zahlen für eine Erkrankung bis zu 78 Wochen Krankengeld. Gemessen am Bruttoeinkommen entspricht das Krankengeld 70 Prozent des letzten Verdienstes – allerdings höchstens 90 Prozent vom Nettoeinkommen. Es handelt sich also um einen finanziellen Einschnitt, der sich über viele Monate hinziehen kann. Noch schwieriger wird es jedoch, wenn die 78 Wochen auslaufen, die Krankheit aber noch anhält.

 

Infografik Krankengeld

 

Marco O. konnte auch nach Ablauf der 78 Wochen seine Arbeit nicht wieder aufnehmen. Wenige Wochen vor dem Auslaufen des Krankengeldes erschien er in der Kreisgeschäftsstelle des SoVD in Pinneberg.

 

Darauf müssen Sie achten, wenn das Krankengeld ausläuft

 

Erstens: Prüfen Sie Ansprüche bei der Agentur für Arbeit!

Wenn Sie vor Ihrer Erkrankung wenigstens 12 Monate versicherungspflichtig angestellt waren, haben Sie einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Das Arbeitslosengeld beträgt im Regelfall 60 Prozent Ihres Nettoentgelts. Sind Kinder im Haushalt, erhalten Sie 67 Prozent.

 

Das Problem: Wenn Sie Arbeitslosengeld beantragen, müssen Sie sich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen. Was heißt das aber für Sie, wenn Ihr Krankengeld gerade ausgelaufen ist, Sie aber noch nicht wieder gesund sind. Dann stellen Sie sich dem Arbeitsmarkt „im Rahmen Ihrer Möglichkeiten zur Verfügung“. Andernfalls wird die Agentur für Arbeit nicht zahlen. Es klingt paradox – wenn Sie finanziell jedoch nach Auslaufen des Krankengeldes auf die Leistungen des Arbeitsamts angewiesen sind, ist dies der einzige Weg, an Ihr Geld zu kommen. Übrigens auch, wenn Sie eigentlich noch einen gültigen Arbeitsvertrag haben.

 

Wenn Sie keinen Anspruch  auf Arbeitslosengeld haben, gilt:

 

Zweitens: Melden Sie sich beim Jobcenter!

Mit allem, was dazu gehört. Beantragen Sie Arbeitslosengeld II, müssen Sie sich einer Bedürftigkeitsprüfung unterziehen. Das heißt: Sie geben Auskunft über Ihr regelmäßiges Einkommen sowie über Ihr Vermögen. Nur wer tatsächlich bedürftig ist, erhält Arbeitslosengeld II. Das kann dazu führen, dass mitunter Lebensversicherungen aufgelöst oder Ersparnisse aufgebraucht werden müssen.

 

 

Drittens: Haben Sie eine Erwerbsminderungsrente beantragt?

Wenn innerhalb der 78 Wochen, in denen Sie Krankengeld erhalten, absehbar ist, dass Sie nicht wieder arbeiten können, kann ein Antrag auf Erwerbsminderungsrente sinnvoll sein. Die gesetzliche Rentenversicherung kann Ihnen Ihre Ansprüche kostenlos ausrechnen.

 

Viertens: Vorsicht beim Hamburger Modell!

Sollten Sie mit dem Gedanken spielen, an Ihren Arbeitsplatz zurückzukommen, ist Weitsicht gefragt. Viele Angestellte kehren nach längerer Krankheit in kleinen Schritten zurück, beispielsweise über das sogenannte Hamburger Modell.

 

Was vielen Betroffenen nicht bewusst ist: Selbst wenn Sie im Rahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) bereits wieder einige Stunden arbeiten, bekommen Sie in dieser Zeit kein Geld des Arbeitgebers. Sie sind weiterhin im Krankengeldbezug. Mit anderen Worten: Wenn Sie zum Beispiel das Hamburger Modell nutzen möchten, muss dies zu einem Zeitpunkt erfolgen, zu dem noch Anspruch auf Krankengeld besteht. Läuft das Krankengeld aus, ist es zu spät!

 

Fünftens: Lassen Sie sich nach Ablauf des Krankengeldes nicht in jedem Fall krankschreiben!

Auch das klingt erst einmal widersprüchlich. Hintergrund ist die sogenannte Blockfrist. Innerhalb von drei Jahren zahlt die Versicherung für eine Erkrankung maximal die oben angesprochenen 78 Wochen Krankengeld. Erst wenn diese dreijährige Blockfrist abgelaufen ist, ist es möglich, dass eine erneute Blockfrist beginnt. In dieser kann abermals höchstens 78 Wochen lang Krankengeld fließen.

 

Damit dies der Fall ist, müssen allerdings drei Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Es muss eine erneute Arbeitsunfähigkeit vorliegen – und zwar für dieselbe Erkrankung
  • Es müssen mindestens sechs Monate lang Beiträge zur Krankenversicherung gezahlt worden sein. Entweder durch Erwerbstätigkeit oder durch den Bezug von Arbeitslosengeld
  • Mindestens sechs Monate lang darf keine Arbeitsunfähigkeit wegen dieser Erkrankung vorgelegen haben

 

Der letzte Punkt erklärt, warum es in diesem Fall wichtig ist, sich nach Auslauf des Krankengeldes nicht lückenlos krankschreiben zu lassen. Und das obwohl sonst stets dazu geraten wird, genau darauf zu achten!

 

Am Ende von Krankengeld - Cover

  • Wie verhalte ich mich, wenn die Kasse Druck macht?
  • Muss ich meinen Job kündigen, wenn mich meine Krankenkasse dazu auffordert?
  • Führt eine neue Erkrankung zu einem neuen Anspruch auf Krankengeld?

 

Weitere wertvolle Tipps finden Sie in meinem kompakten Ratgeber „Am Ende vom Krankengeld – Wenn es zwischen Krankengeld, Rente und Arbeitsagentur um die Existenz geht“. Damit Sie während und nach dem Bezug von Krankengeld keine bösen Überraschungen erleben.

 

 

Bei Marco O. lief es am Ende auf eine Erwerbsminderungsrente hinaus. Der Wedeler musste sich im Laufe seiner Leidenszeit zudem mit mehreren unangebrachten Anrufen seiner Krankenversicherung herumschlagen.

 

Der Sozialverband Schleswig-Holstein hilft in sozialen Fragen. Wir vertreten unsere Mitglieder bis zum Sozialgericht, zum Beispiel bei Problemen mit der Erwerbsminderungsrente oder dem Behindertenausweis.

 

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82 Gedanken zu „Krankengeld läuft aus: Wie verhalte ich mich richtig?

    1. Seit 1.Mai 2018 erhalte ich Krankengeld ( 72 Wochen ) von meiner Krankenkasse. Dieses Krankengeld ist meine einzige Einnahmequelle insofern muss ich mich nach Auslaufen des KG noch Arbeitslos melden. Ich bin Jahrgang 1956 und habe 45 Pflichtbeitragsjahre lt. Rentenauskunft somit kann ich am 1.4.2020 in Rente gehen.
      Ich kann leider nicht zuordnen in welchem Monat 2019 der Bezug des KG endet. Gibt es hierzu einen Umrechnungsfaktor ( Wochen in Monate).
      Wann muss ich mich der Agentur für Arbeit zur Verfügung stellen ?
      Für eine kurze Erklärung danke ich.

      1. Hallo Alfred, wie lange Ihr Krankengeld noch gezahlt würde, können Sie direkt bei Ihrer Krankenkasse erfragen. Bei der Arbeitsagentur sollten Sie sich spätestens drei Monate vor dem finalen Auslaufen des Krankengeldes melden. Wird das Krankengeld früher eingestellt, melden Sie sich direkt bei der Agentur für Arbeit. Wie oben beschrieben, im „Rahmen Ihrer Möglichkeiten“.

      2. Hallo ! Bekomme von der gesetzlichen Krankenversicherung 72 Wochen Krankentagegeld und auch von der Zusatzversicherung das Krankentagegeld , nach 78 Wochen melde ich mich rechtzeitig drei Monate vorher beim Jobcenter! Habe ich noch Anspruch auf Krankentagegeld aus der privaten Zusatz-Versicherung ( Hallesche)?
        Mit freundlichen Grüßen

      3. Hallo, ich wurde nach 5 Monate Arbeitslosigkeit krank, während dem Arbeitslosengeld Bezug. Nach dem ich ca. 72 Wochen Krankengeld erhalten habe und eine Reha durchgemacht habe möchte ich mich wieder dem Arbeitsamt zur Verfügung stellen. Bekomme ich dabei wieder das Arbeitslosengeld in der Höhe wie auch zuvor? Ist insofern für mich sehr wichtig da ich in der Reha einen Antrag auf Umschulung gestellt habe und keine finanziellen einbüßen erzielen kann. Da der Betrag eh nicht genug ist. Aber ich durch meine Krankheit meine alte Arbeit nicht mehr ausrichten kann.

        Für eine Info,
        Danke im Voraus.

        Gruss

          1. Hallo
            Mein Krankengeld ist ausgelaufen, Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt, Antrag auf Nahtlosigkeitsgeld abgegeben.
            Ich bekam 1100 Krankengeld, nun kam der Bescheid vom Arbeitsamt
            Höhe vom Arbeitslosengeld 230 Euro im Monat
            Ich kann von dem Geld nicht leben.
            Seit Dez. 2018 verheiratet , und ich zahle alleine meinem dritten Sohn 170 Euro Unterhalt , da er noch in der Ausbildung ist.
            Wieso bekomme ich so wenig Geld ?

  1. Hallo mein Kranken Geld laüft nochmal erst am 23.10.2018 aus. Da aber jetzt am 1. 11. 2018 ich Erwerbsrente beginnt hat meine Kranken Kasse ab Sofort mein Kranken Geld gestoppt. Was ist jetzt mit den Tagen dazwischen bist zum 1. 11.2018 bin ich in diesem Zeitraum Kranken Versichert..

  2. In meiner Arbeitslosigkeit erkrankte ich! Das Arbeitslosengeld lieg aus und ich bekam Krankengeld ! Jedoch bin ich weiterhin krank, chronisch, nicht terapierbar!! Muss ich jetzt Hartz 4 beantragen, allerdings steht da, nur wenn man erwerbsfähig ist kann man das beantragen?

    1. Hallo Simone, wenn Sie keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Krankengeld haben, sollten Sie Arbeitslosengeld II („Hartz IV“) beantragen. Falls Sie nicht erwerbsfähig sind, wird das Jobcenter Sie vermutlich einer Gesundheitsprüfung unterziehen. Aber erst einmal erhalten Sie dann wieder Geld.

  3. Ich habe 78 Wochen Krankengeld bekommen und anschließend ALG2, nun wurde mir schriftlich mit geteilt ,dass ab 9.1. die Leistungen eingestellt werden.(Ehemann Verdienst ) Ich bin nach wie vor arbeitsunfähig ,seit 1 Jahr läuft ein Antrag auf Erwerbsminderungsrente. die nach 2maliger Ablehnung jetzt im KlageVerfahren befindet.
    Kann ich nun aufgrund einer anderen chronischen Erkrankung e rneut Krankengeld beziehen? Bis zur Entscheidung über Rentenbezug?

  4. Hallo mein krankengeld von de Berufsgenossenschaft läuft im april 2019 aus. Da ich aber immer noch krank bin wegen starken knieschmerzen und man ein künstliches kniegelenk reinmachen muss aber ich erst 25 jahre alt jung bin ist dies nicht sinnvoll. Was mach ich wenn mein krankengeld ausläuft? Kann ich erwerbsminderung beantragen?
    Ich bitte um rückmeldung

    1. Hallo, natürlich können Sie einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen. Vorher sollten Sie klären, ob die „rentenrechtlichen Voraussetzungen“ erfüllt sind, siehe Link. Ob Ihre gesundheitlichen Einschränkungen für die Rente ausreichen, kann ich von hier nicht beantworten, das ginge nur in unserer Sozialberatung. Link zur Rentenversicherung: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/2_Rente_Reha/01_rente/01_grundwissen/03_rentenarten_und_leistungen/08_erwerbsminderungsrente.html#doc189700bodyText2

  5. Hallo, ich bin seit Oktober 2017 krankgeschrieben, erhalte seit Ende Dezember 2017 Krankengeld.Antrag auf Erwerbsminderungsrente würde Mitte Januar 2018 gestellt und im März 2018 abgelehnt. Seitdem läuft der Widerspruch. Nun habe ich jetzt, Mitte Januar 2019 einen Bescheid bekommen, dass ich Anfang oder bis Mitte März 2019 einen Termin zur ca. 6 wöchigen Reha antreten soll. Das fällt genau in die Zeit, wenn mein Krankengeld ausläuft und ich mich nicht Vorort um Amtsgeschäfte kümmern kann. Was kann ich schon vorher erledigen, damit ich nicht ohne finanzielle Lücken dastehe.

    1. Hallo Bernadette, wer ist denn der Träger Ihrer Reha? Die Rentenversicherung oder die Krankenkasse? In der Regel ist es kein Problem, wenn Sie sich zu diesem Zeitpunkt noch in einer Reha befinden – rufen Sie Ihre Krankenkasse am besten umgehend an und fragen Sie nach, ob Sie bereits vorher etwas machen müssen. Wenn Sie sicher gehen möchten, stellen Sie das Telefon auf laut und führen Sie das Telefonat mit einem Zeugen. Das müssen Sie dem Mitarbeiter der Versicherung aber am Anfang des Gesprächs mitteilen.

  6. Gestern bin ich auf Ihren interessanten Bericht über die sogenannte Blockfrist innerhalb von drei Jahren (78 Wochen Krankengeld ) gestoßen.
    Auf Ihre Seite steht folgendes:
    „….Es müssen mindestens sechs Monate lang Beiträge zur Krankenversicherung gezahlt worden sein. Entweder durch Erwerbstätigkeit oder durch den Bezug von Arbeitslosengeld.
    Mindestens sechs Monate lang darf keine Arbeitsunfähigkeit wegen dieser Erkrankung vorgelegen haben …“
    Hier stellt sich für mich die Frage: müssen diese Fristen (6 Monate) sich nahtlos an die neue Beantragung von Krankengeld anschließen?

    Aufgrund meiner chronischen Krankheit bin ich in einer schwierigen Situation.
    Ich habe ab 8. 11. 2016 bis zum 31.01.2019 fast 78 Wochen Krankengeld bezogen. Es sind mir nur 3 Tage Krankengeld bis zur nächsten Blockfrist, Beginn am 8.11.2019 geblieben.
    Ich bin seit 01.02.2019 arbeitslos (AGL 1) gemeldet und somit werden die Krankenversicherung-Beiträge vom Arbeitsamt an die Krankenkasse bezahlt. Ich habe Anspruch auf 1,5 Jahre ALG 1.
    Da ich chronisch krank bin, kann ich nicht ausschließen, dass ich vor dem Beginn der nächsten Blockfrist (vor dem 8.11.2019) ich einen Rückfall wieder bekomme. Bekomme ich dann ab 08.11. 2019 Krankengeld, wenn beispielsweise ab 1.2.2019 sechs Monate lang Beiträge zur Krankenversicherung entrichtet wurden?

  7. Hallo,
    Bekomme noch bis 02.03.2019 (78 Wochen vorbei)Krankengeld, habe ein Antrag bei der Rentenkasse für eine Reha gestellt (Anfang Dezember),immer noch kein Bescheid. Beim Arbeitsamt war ich schon, zahlen nicht weil ich nicht vermittelbar bin. Jobcenter stellt sich auch quer. Wo bekomme ich jetzt Geld her???

    1. Hallo Karsten, wie oben beschrieben: Wenn Sie noch Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben, sollten Sie sich bei der Arbeitsagentur „im Rahmen Ihrer Möglichkeiten“ zur Verfügung stellen. Wie Sie richtig schreiben, zahlt die Agentur nur, wenn Sie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Deswegen stellen Sie sich – rein formell – zur Verfügung. Wichtig ist, dass Sie Ihr Geld bekommen.

  8. Hallo bin seit 21.3.17 wegen Depressionen krankgeschrieben.
    Wenn nach 1.5 Jahren mein Krankengeld ausläuft und ich noch immer nicht arbeitsfähig bin kann mich mein behandelter Arzt weiter krankschreiben? Und bleibt der Arbeitsplatz erhalten? Wenn ich selbst zum Ablauf des Krankengeldes meinen Arbeitsplatz kündige weil ich nicht mehr zurück möchte kann ich mich dann selbst krankenversichern ? Muss ich mich arbeitslos melden auch wenn ich kein Geld beziehen möchte von Arbeitsamt oder job Center?

    1. Hallo Frank, wie oben im Beitrag beschrieben: Prüfen Sie zunächst, ob Sie noch Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben. Das können Sie gemäß dem Prinzip der Nahtlosigkeit unmittelbar nach dem Auslaufen des Krankengeldes beziehen – Ihren Job sollten Sie nicht selbst kündigen! Bei weiteren Fragen empfehlen wir Ihnen unsere Sozialberatung: https://www.sovd-sh.de/sozialberatung/

  9. Ich bin seit dem 2.10.2017 krank geschrieben.ich habe von der krankenkasse schreiben bekommen das meine krankengeld am 31.03.2019 auslauft kann ich wegen andere krankheit mich krank schreiben lassen was muss ich drauf achten mfg

    1. Hallo Konrad, grundsätzlich ist es möglich, dass für eine neue Erkrankung wieder Krankengeld gezahlt wird. Allerdings nur, wenn diese erst nach Beendigung der vorherigen Krankheit festgestellt wird. Es sind außerdem noch weitere Faktoren wichtig. Sie sollten sich auf jeden Fall beraten lassen: https://www.sovd-sh.de/sozialberatung/

  10. Meine 78 Wochen Krankengeld wegen Hirnblutung laufen Ende Oktober aus. Kann ich mit einer neuen Krankschreibung nach anstehender OP des Sprunggelenkes erneut Krankengeld beziehen, obwohl ich deswegen früher (vor 3-4 Jahren) schon einmal krankgeschrieben war?

    1. Bin freiwillig in der GKV bin 60Jahre alt hatte einen augeninfakt sehe auf dem rechten Auge noch 50% habe kein Anspruch auf Krankengeld kann ich ein antrag auf eu Rente stellen lg Uwe

  11. Nach 11 Monaten in einer unbefristeten Stelle wurde ich krank und bin immer noch, nach 2 Monaten, im Krankenhaus. Inzwischen wurde mir gekündigt. Habe ich Anrecht auf Arbeitslosengeld sobald ich wieder gesund bin?

    1. Hallo Susie, es klingt zumindest danach, dass Sie lange genug eingezahlt haben, um einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I erworben zu haben. Am besten rufen Sie einfach bei der Agentur für Arbeit an, dort erhalten Sie binnen Sekunden die richtige Auskunft.

  12. Hallo,
    ich bin schon lange krank geschrieben und am 24.4. ist Aussteuerung. Erwerbsminderungsrente ist beantragt und mündlich gesagt, dass es gut aussieht mit der Rente, schriftlich allerdings noch nicht. Habe über 44 Jahre eingezahlt. Was ist, wenn die Rente erst nach Aussteuerung greift? Muss ich mich arbeitslos melden (Arbeitsverhältnis besteht noch)?
    Vielen Dank für eine Antwort

  13. Hallo Zusammen. Ich bin arbeitslos gemeldet – momentan in einer Ruhezeit (keine Sperrzeit) wegen einer Abfindung – habe also noch für 24 Monte Anspruch auf ALG1. Nun fängt die Auszahlung am 1.Juni an. Allerdings bin ich aktuell krankgeschrieben und das schon seit 3 Monaten. A) Habe ich aktuell Anspruch auf Krankengeld für diesen Zeitraum (wahrscheinlich nicht, da ich noch kein ALG bekommen habe?)?
    B) Wenn ich nun am 1.Juni immer noch krank bin, habe ich dann Anspruch auf Krankengeld?
    C) Falls die Antwort für B) Nein ist, wäre es eine Möglichkeit sich am 1. Juni im Rahmen meiner Möglichkeiten wieder dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen und falls ich wieder erkranke bzw. eine andere Erkrankung habe würde ich dann Krankengeld bekommen?
    Danke sehr.
    Petra

  14. Guten Tag, ich hatte vor 8 Monaten einen Arbeitsunfall woraufhin vor 6 Monaten mein Knie Operiert worden ist.Nach der OP wurde der Arbeistunfall in normalen Verschleiss umgewandelt also keine BG Leistung mehr.Ich bin leider immer noch auf Krücken unterwegs und bin mir unsicher ob ich meinen Beruf weiter ausführen kann.Wie lange bekomme ich nach den 18 Monaten Krankenkassenleistung noch Geld bevor es an meine Ersparnisse geht? Bleibt mein Arbeitsvertrag gültig und kann man auch noch nach 2bis 3 Jahren, natürlich mit einer Wiedereingliederung in seinem alten Beruf Arbeiten? Sollte ich einen Rechtsanwalt einschalten weil die BG den Arbeitsunfall nicht akzeptiert?MfG

    1. Hallo Christian, wenn es sich tatsächlich um einen Arbeitsunfall handelte, sollten Sie sich einen Rechtsbeistand suchen. Anwalt oder unsere Sozialberatung: https://www.sovd-sh.de/sozialberatung/
      Nach maximal 78 Wochen Krankengeld besteht noch die Möglichkeit, Arbeitslosengeld zu beantragen (mehr dazu oben im Beitrag). Wie lang das läuft, hängt von Ihrem Alter ab. Ihr Arbeitsverhältnis ruht in dieser Zeit. Unterschreiben Sie keinen Aufhebungsvertrag, wenn Sie noch eine Chance sehen, in den Job zurückzukehren. Erst nach Auslaufen des Arbeitslosengeldes müssen Sie sich Gedanken über Ihre Ersparnisse machen. Dann stehen Sie vor der Entscheidung „Erwerbsminderungsrente oder Hartz IV“.

  15. Hallo Herr Schultz, besten Dank für Ihren Beitrag und bisherigen Ergänzungen.

    Das Krankengeld meiner Mutter läuft jetzt aus, das Arbeitsamt sagt, dass noch kein Ergebnis der Auswertung der eingereichten medizinischen Berichte vorliegt und sie solange nicht Krankenversichert sei bzw familienpflichtversichert über die Krankenversicherung (KKH) meines Vaters. In 2 Tagen, nach Ende des Krankengeldbezug, steht die nächste Chemotherapie an. Müssen wir befürchten, die Kosten hierfür selbst zahlen zu müssen? Auf was müssen /sollten wir achten?
    Herzlichen Dank vorab!

    1. Hallo Inga, aus der Ferne betrachtet, kann ich mir nicht vorstellen, dass der Versicherungsschutz erlischt. Das Krankengeld wird nach maximal 78 Wochen erstmal nicht weiter gezahlt, das ist richtig. Fragen Sie bitte direkt bei der Krankenversicherung nach. Wenn alle Stricke reißen, empfehle ich Ihnen unsere Sozialberatung: https://www.sovd-sh.de/sozialberatung/

  16. Hallo, ich bin seit 28.5.2018 bis dato Krankgeschrieben wegen Bandscheibenvorfall LWS und HWS . Ich wurde an der HWS operiert. Am 11.11.2019 läuft mein Krankengeld aus. Wann muss ich zum Amt oder wie geht es weiter wenn ich länger krank bin. Ich war vor der Krankheit 5 Jahre in der Pflege. Antrag auf Berufskrankheit bei BG läuft schon.

    1. Hallo, wenn Sie vor dem Start Ihrer Erkrankung in der Pflege gearbeitet haben, besteht sicherlich noch ein Anspruch auf Arbeitslosengeld von mindestens 12 Monaten. Bei der Arbeitsagentur sollten Sie sich drei Monate vor dem Auslaufen des Krankengeldes melden – das geht zunächst auch telefonisch.

  17. Hallo zusammen 🙂 ich kann auch eine „tolle“ Erfahrung beisteuern, nämlich wie man zwischen Arbeitgeber; Krankenkasse und Arbeitsamt aufgerieben wird. Nachdem ich aus der Lohnfortzahlung „raus“ war und mein Krankengeldanspruch wegen Vorerkrankungen erschöpft ist, hat meine Krankenkasse meinem Arbeitgeber mit 2-monatiger Verspätung viel zu spät mitgeteilt, dass ich keinen Anspruch mehr auf Krankengeld habe.
    Mein Arbeitgeber fordert nun für zwei Monate das gezahlte Gehalt zurück, zeitgleich möchte die Krankenkasse für die beiden Monate die vollen Krankenkassenbeiträge. Das alles zusammen sind ca. 8.000 Euro. Wegen des auch mir erst durch die Krankenkasse am 28.05.19 mitgeteilten Auslaufs des Krankengeldanspruchs konnte ich deshalb erst am 08.06.19 beim Arbeitsamt vorstellig werden, wo die Sachbearbeiterin nur noch den Kopf mitleidig schütteln konnte, da Arbeitslosengeld erst dann gezahlt werden kann ab dem Tag, wo man dort vorstellig wurde. Hätte meine Krankenkasse nicht rechtzeitig (zwei Wochen vorher) mitteilen müssen, dass ich aus dem Krankengeldanspruch „raus“ bin, um mich dann sofort und rechtzeitig beim Arbeitsamt melden zu können!? *Grummel*

  18. Ich bin seit dem 22.4.2018 wegen eines Bandscheibenvorfalls und anschließender OP krank geschrieben. Nach der OP wurde mir mitgeteilt das ich meinen Beruf als Servicetechniker nicht mehr ausführen kann. 5 kg Schein. Bin seitdem zusätzlich wegen Panikattacke und Depressionen krank geschrieben. Auch in psychologischer Behandlung.!Das Krankengeld läuft im Oktober 2019 aus. Ich habe wegen meiner zusätzlichen Krebserkrankung eine GdB von 60% die auch im Oktober ausläuft. Neufestellung ist im Mai 2019 beantragt worden. Erwerbsminderungsrente ist im Juli 2018 nach der Bandscheibenoperation beantragt worden. Wurde abgelehnt! Habe Widerspruch erhoben und war im März 2019 beim Gutachter ( von Rentenversicherungstrager beauftragt). Leider bisher nichts gehört.
    Was muss ich als nächstes tun?
    Ich bin 59 Jahre und müsste bis zum 65 Jahr arbeiten.

      1. Widerspruch der Erwerbsminderungsrente ist aktuell immer noch in Bearbeitung. Aussteuerung( Krankengeld) bis 17.10.19 .
        am 1.10.19 Termin beim Arbeitsamt Antrag ALG 1 gestellt. Alle Unterlagen abgegeben. Es wurde mir auch die Höhe des Bezuges ALG 1 sofort ausgerechnet.Frage? Wurde am 27.9. bis zum 28.10 von meinem Arzt weiter krank geschrieben . Die AU wollte das AA nicht in Kopie haben. Wie läuft es jetzt ab, muss mich mein Doc nach dem 28.10. weiter krank schreiben? Wer bekommt dann die AU?Berichte usw musste ich dem med. Dienst Arbeitsamt bereits im September zur Überprüfung einreichen, oder muss ich jetzt einfach abwarten bis sich das AA ( med Dienst) meldet.
        Wann muss ich meinem Arbeitgeber weitere Informationen geben?

  19. Das Krankengeld meines Ehepartners (55) läuft Anfang August aus. Die Rente wurde einmal abgelehnt, Widerspruch eingereicht. Reha nach Widerspruch genehmigt. Leider hat die Rehaklinik erst im September wieder einen freien Platz. Jetzt müssen wir zur Arbeitsagentur. Ihm stehen noch ein Jahr Arbeitslosengeld zu. Allerdings ist das paradox, auf die Krankschreibung zu verzichten, da er ja lt. seinen Ärzten unbedingt Rente braucht. Wer bezahlt die Rentenversicherung (Beiträge), denn er darf ja keine Lücke im Versicherungslauf haben, falls er lt. AG kein Geld bekommt und Arbeitslosengeld II nicht greift, weil ich Rücklagen (selber krank, in Rente wegen MS) habe? Vielen Dank.

      1. Hallo,

        Ich habe noch Anspruch auf Krankengeld bis Ende des Jahres. Die Krankenkasse will allerdings dass ich eine Reha-Antrag stelle, die, wenn ich nicht zur Reha-Klinik gehe, ein Rente-Antrag wird. Ich bin aber in einer Genesungsphase nach einer OP und ich möchte Arbeitslosgeld 1 beantragen aber die Krankasse mahnt, dass wenn ich diesen Reha-Antrag bis mitte August nicht stelle, bekomme ich kein Krangeld mehr und ich muss wieder Beiträge zahlen. Wie soll ich mit dieser Situation umgehen, damit ich mein Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 verwirkliche?

          1. Hallo Christian,

            vielen Dank für Deine Rückmeldung.
            Ich habe mich bei einer Anwältin beraten lassen aber Ihre Meinung dazu hat mich überrascht. Also die Krankenkasse hat jetzt die Entscheidung getroffen, dass ich diese Reha-Antrag stellen muss und wenn mein Arzt das nicht genehmigt dann wird diese Antrag ein Rente-Antrag werden. Sie haben mir das Recht auf Wiederspruch gegeben. Ich möchte einen einlegen, da die MDK nicht alle medizinischen Informationen zur Verfügung hatten, als Sie diese Entscheidung getroffen haben. Ich habe auch einen Brief von meinem Arzt bekommen, der die weiteren Behandlungsmaßnahmen, die inzwischen getroffen wurden, beschreibt und auch Seine Erwartung für die Genesungszeit beinhaltet. Zudem schreibt Er, dass Er eine Rehamaßnahme nicht für sinnvoll hält. Meine Anwältin glaubt, dass diesen Wiederspruch einzulegen keinen Sinn macht, da ich auch, bevor ich Arbeitslosgeld beantrage, erstmal eine Rente-Antrag stellen muss und nur wenn das abgelehnt wird, habe ich auf Arbeitslosgeld Anspruch. Das wiederspricht, was oben als Schritte, wenn das Krankengeld ausläuft, beschrieben sind.

            Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen
            Elena

          2. Hallo Christian,

            ich habe mich beraten lassen und ich möchte jetzt einen Wiederspruch einlegen, da die MDK nicht Behandlungsmaßnahmen, die kurz nach Ihre Entscheidung, getroffen wurden, berücksichtigt hat. Ich habe einen Brief von meinem Arzt bekommen, der das bestätigt und zudem sagt, dass der Arzt eine Reha nicht für sinnvoll hält. Trotzdem hält meine Anwältin einen Wiederspruch nicht für sinvoll, da Sie sagt, dass auch die Arbeitsagentur mich anfordern würden einen Reha-Antrag innerhalb eines Monats von dem Datum der Anmeldung zu stellen. Stimmt das, weil ich von der oben beschriebenen Schritte nicht das verstanden habe.

            Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen
            Elena

  20. Hallo ich bin schon seit längeremarbeitsunfähig geschrieben aufgrund einer psychischen Erkrankung mein Krankengeld ist schon komplett ausgeschöpft und ich musste mich arbeitslos melden und somit auch ein ärztliches Gutachten machen lassen von der Agentur für Arbeit da ich meinen jetzigen Arbeitsvertrag nicht kündigen darf bzw auch kein aufhebungsvertrag unterschreiben darf laut Agentur ruht der Vertrag nun ist jetzt auch das Ergebnis des Gutachtens da das besagt dass bei mir eine Regelung der nahtlosigkeit nicht der Fall ist und ich muss jetzt auch Freitag zu meinem Berater zur Agentur für Arbeit wo alles besprochen wird meine Frage ist jetzt ich stehe ich jetzt finanziell da habe ich jetzt trotzdem noch Anrecht auf Arbeitslosengeld 1 ich habe jetzt schon viel darüber gelesen und es steht vieles verständlich da aber vieles auch wieder nicht so dass ich halt einfach nicht weiß woran ich bin und mich macht das einfach fertig ich möchte einfach nur wissen ob ich trotzdem ein Anrecht habe auch wenn mein Arbeitsvertrag ruht vielleicht kann mir einer eine konkrete Antwort geben danke im voraus

    1. Hallo Carina, grundsätzlich ist es wie oben beschrieben: Stellen Sie sich bei der Arbeitsagentur „im Rahmen Ihrer Möglichkeiten“ dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, sollte die Behörde auch Arbeitslosengeld zahlen. Eine weitergehende sozialrechtliche Beratung können wir auf unserem Blog leider nicht durchführen, bitte wenden Sie sich hierfür an unsere Sozialberatung: https://www.sovd-sh.de/sozialberatung/

    2. Hallo Elena, nach Auslaufen des Krankengeldes haben Sie natürlich die Option, Ihr restliches Arbeitslosengeld zu beantragen – auch wenn noch kein Rentenantrag erfolgt ist. Richtig ist, dass die Arbeitsagentur in vielen Fällen selbst auf einen Reha-Antrag drängt. Ob ein Widerspruch in Ihrem Fall sinnvoll ist, können und dürfen wir natürlich ohne Kenntnis der Akten nicht beurteilen.

      1. Hallo Christian,

        vielen Dank für die Rückmeldung. Ich habe noch eine Frage. Wenn ich die Vorausetzungen für Arbeitslosgeld I erfülle, wird das nur 6 Wochen bezahlt auch wenn ich nach diesen 6 Wochen keine Entscheidung bzgl. der Rente noch nicht bekommen habe?

        Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen
        Elena

        1. Hallo Elena, die Dauer des Bezugs würde sich nach Ihrem Anspruch berechnen. Wenn Sie vor der Erkrankung mehrere Jahre eingezahlt haben, würde das einen Anspruch auf Arbeitslosengeld von mindestens einem Jahr bedeuten.

  21. Hallo, mein Krankengeld läuft noch bis zum 15.9.2019. Dann ist das ausgeschöpft. Einen Job habe ich nicht mehr. Nach dem Kündigungserhalt habe ich noch 1 Woche gearbeitet, dann wurde ich krank. Frage 1: Wenn ich das Aussteuerungsschreiben der Krankenkasse erhalte, wie schnell muss ich mich dann bei der Agentur für Arbeit melden? Ich möchte Alg 1 nach Nahtlosigkeitsregelung beantragen. Frage 2: Kann ich einen im März 2019 gebuchten 2 wöchigen Urlaub für 11.2019 gleich bei der persönlichen Erstmeldung im Arbeitsamt bekanntgeben und kann ich mir diesen schriftlich genehmigen lassen? Ich habe gehört das man auch bei AlG 1 Bezug ein Recht auf 3 Wochen Urlaub pa hat. Ich brauche dringend diesen Erholungsurlaub und würde ihn ungern stornieren. Freue mich auf Ihre Antwort- Danke.

    1. Hallo Ingrid, melden Sie sich unmittelbar nach Erhalt des Schreibens Ihrer Krankenkasse bei der Arbeitsagentur. Das mit dem Urlaub kann ich nicht beantworten. Sprechen Sie die Sache bei Ihrem Sachbearbeiter an und argumentieren Sie, dass der Urlaub Ihrer Gesundheit dient.

  22. Sehr geehrte Damen und Herren,
    können Sie mir bitte sagen wie es sich verhält wenn ich nach 78 Wochen wieder gesund bin und dann in kurzer Zeit anders krank werde? Läuft dann nach sechs Wochen das Krankengeld neu? Also wenn ich eine andere Krankheit habe? Viele Grüße

  23. Hallo!
    Mit eine monate vor das meine Arbeitsvertrag ausläuft, ich var krank
    Und jetz ich beziehe krankengeld.
    Ich habe jetz , nach 7 Monaten krankengeld, brif von Aok gekrigt, mit Ende der Arbeitsunfähigkeit
    Was sol ich machen, für weitere krankengeld,wen ich nicht besser bin.
    Danke

  24. Hallo,
    werde in Kürze nach OP (neues Kniegelenk) 78 Wochen krank sein. Davor habe ich ALG 2 bezogen, also keine Pflichtbeiträge gezahlt. Bekomme ich nach 78 Wochen weiter ALG 2 oder kommt doch eine Rente in Frage? Vielen Dank

  25. Ich werde zum 30.09.19 arbeitslos, bin aber seit dem 05.08.19 krankgeschrieben und dann ab dem 15.10.19 im Mutterschutz. Nun bekomme ich bis dahin Krankengeld, danach ja Mutterschutzgeld. Was passiert wenn der Mutterschutz 8 Wochen nach der Geburt ausläuft? Greift dann ALG 1? Wie bin ich krankenversichert? Mein Mann ist selbstständig und privat versichert.

  26. Hallo,

    ich wurde auf Ihren Beitrag
    aufmerksam gemacht. Dabei bin ich auch auf Ihren Hinweis zur „Blockzeit“ gestoßen.

    Habe ich es richtig verstanden, dass nach Ablauf der 78 Wochen Zahlung des Verletzengeldes eine Sperre von 3 Jahren (und nicht, wie ich von verschiedenen Seiten gehört hatte, von nur 4 Wochen) vorliegt, bevor erneut 78 Wochen bei derselben Erkrankung gezahlt werden?

    Wie ist es dann in meinem konkreten Fall? Ich hatte am 06.09.2017 auf dem Heimweg einen sehr schweren Unfall.

    Gezahlt wurde mein Verletzengeld sogar (auf Wunsch und Anweisung meiner sehr engagierten BG) nicht nur bis zum 05.03.2019, sondern bis zum 16.04.2019, weil ich mich während dieser Zeit für zehn Wochen in der Reha befand.

    Seit dem 12.8.2019 bin ich wieder im Klinikum. Geplant waren zwei Wochen zur Heilverlaufskontrolle.

    Dabei stellte sich heraus, dass die Schwächung meines Körpers aufgrund einer ganz anderen Krankheit erfolgt, bei der der Zusammenhang mit dem Unfall zumindest fraglich ist. (Die BG möchte sich weiterhin mit 30 % beteiligen, was wirklich sehr toll ist).

    Nun also meine Frage: Habe ich nunmehr sofort, ohne Blockzeit, aufgrund einer völlig anderen Krankheit, Anspruch auf eine neue Zahlung von Krankengeld für 78 Wochen? Gilt das dann ab dem Zeitpunkt der Feststellung, dem 24.08.2019?

    Ich freue mich auf eine schnelle Antwort und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

    Ines

    1. Hallo Ines, die Blockfrist für eine Erkrankung läuft ab dem ersten Tag der festgestellten Krankmeldung genau drei Jahren. In diesen drei Jahren wird maximal für 78 Wochen für diese Erkrankung Krankengeld überwiesen. Erst wenn die drei Jahre um sind und einige weitere Voraussetzungen erfüllt sind, kann für diese Erkrankung wieder Krankengeld gezahlt werden. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihre individuelle Anfrage nicht im Blog klären können. Sie haben die Möglichkeit, unsere Sozialberatung zu kontaktieren: https://www.sovd-sh.de/sozialberatung/

  27. Hallo, koennt ihr mir weiter helfen? War lange im Ausland, UK, seit Ende 2016 zurueck, hat ewig gedauert bis ich mit meinem Lebenslauf ein Job fand, wurde gleich gekuendigt und habe Anfang 2018 einen neuen Job angefangen, wo mir waehrend der Prozeit auch gekundigt wurde. War damals schon krank geschrieben (Depression etc) und mein Krankengeld laeuft zum 25. September aus. Habe auch eine Reha gemacht (Mai / Juni) und musste da einen Antrag auf LTA stellen, hier habe ich bis dato noch keine Antwort erhalten. Mir wurde aber gesagt, dass ich sehr wahrscheinlich fuer eine Umschulung zu ueberqualifiziert sei mit meinem BWL-Studium und inzwischen bin ich wieder dabei mich international zu bewerben (mit Aerztin besprochen, da ich mich wieder fit fuehle). Musste mich bereits beim AA melden und mir wurde geraten nachwievor anzugeben, dass ich noch nicht arbeitsfaehig bin (auch keine 15 Stunden). Bin jetzt noch bis zum 2. Oktober krank geschrieben und der medizinische Dienst des AA prueft derzeitig wie fit / unfit ich bin. Frage: habe ich richtig gehandelt? Mein Plan ist ja demnaechst eine Stelle aufzunehmen, was mache ich allerdings, falls der MDK des AA mich nachwievor krank einstuft? Oder ich doch zwischenzeitlich die LTA genehmigt bekomme und ich an Eignungstests etc. teilnehmen muss obwohl ich das nicht beabsichtige? Ich habe scheinbar nach dem 25. September (hier werde ich von der KK ausgesteuert) noch Anspruch auf ALG I, danach weiss ich auch nicht wie oder woher ich mein Geld bekomme. ALG II kommt meines Wissens nicht infrage aufgrund meiner Ersparnisse. Koennt ihr mir bitte weiterhelfen? Muss ich mich evtl. doch gesund schreiben lassen obwohl ich heute meinen Gesundheitsbogen fuer den MDK des AA abgegeben habe? Danke und LG, Agathe

    1. Hallo Agathe, wir können im Rahmen dieses Blogs leider keine verbindliche Sozialberatung anbieten. Grundsätzlich gilt aber: Wenn Sie nach dem Auslaufen des Krankengeldes Arbeitslosengeld I beziehen möchten, ist es notwendig, dass Sie sich dem Arbeitsmarkt „im Rahmen Ihrer Möglichkeiten“ zur Verfügung stellen. Alles Weitere können wir nur persönlich in unserer Sozialberatung klären: https://www.sovd-sh.de/sozialberatung/

  28. Guten Tag, ich bin seit meiner OP im Juni 2018 bis zum heutigen Tag krank geschrieben, wurde nach dieser OP noch mehrfach operiert und war anschl. zur Reha. Vorher hatte ich bereits 6 Monate Arbeitslosengeld 1 erhalten. Nun bekam ich von meiner Krankenkasse einen Brief das der Höchstanspruch Mitte Dezember 2019 ausläuft. Meine Frage, erfolgt diese Berechnung der Krankenkasse ab dem Tag der 1. Krankschrift oder erst ab dem Zeitpunkt als das Arbeitsamt seine Zahlung nach den 6 Wochen an mich eingestellt hatte?, und habe ich Anspruch auf die noch übrigen 6 Monate Arbeitslosengeld, obwohl ich noch immer arbeitsunfähig bin? Vielen Dank im voraus, Mfg. Karsten

      1. Hallo, und vielen Dank für die schnelle Antwort.
        Eine Frage habe ich noch, wird bei der Berechnung des Krankengeldes ( 78 Wochen ) eine 5 wöchige stationäre Reha Maßnahme mit einbezogen?, oder habe ich noch Anspruch auf die 5 Wochen Krankengeld…da ich ja wärend der Reha Geld von der Rentenstelle und nicht von der Krankenkasse erhalten habe.
        Vielen Dank im voraus, Karsten

  29. Hallo,
    nach 78 Wochen Wochen Bezug von Krankengekd bin ich nun ausgesteuert zum 8.10.2019. Mein Arzt macht es als Endbescheinigung auf Krankmekdung.
    Bekomme dann Alo1.
    Bin jedoch noch krank und stehe Arbeirsmarkt nicht zur Verfügung. Die sagen dann zahlen sie auch nicht.
    Frage: was heisst im Rahmen meiner Möglichkeiten?
    Soll mich der Arzt weiterhin krankschreiben? Oder ist besser ohne Krankmeldung.
    (Bin auf das Geld als Single angewiesen)
    Und macht es Sinn einen Antrag auf Erwerbsminderunstente stellen zu parallel?
    Besten Dank für Info.
    Gruß Andrea

    1. Hallo Andrea, in Ihrer Situation gibt es nicht den einen Weg, den Sie gehen müssen. Vielmehr hängt das, was nun passieren soll, vor allem von Ihrer Gesundheit, dem Alter und Ihren Aussichten auf die kommenden Jahre zusammen. Bitte lassen Sie sich von einem Fachmann beraten, zum Beispiel in unserer Sozialberatung: https://www.sovd-sh.de/sozialberatung/

  30. Hallo,
    Ich bin seit Mitte Dezember 2018 krankgeschrieben und bekomme seit Anfang des Jahres 2019 Krankengeld. Mein Arbeitgeber hat mich nicht gekündigt. Ich möchte keinesfalls mehr dort arbeiten und überlege selbst zu kündigen. Meine Frage ist: wenn ich selbst kündige, besteht der Anspruch immer noch Krankengeld zu bekommen oder Arbeitslosengeld? Krankgeschrieben bin ich wegen schwere Depressionen, falls das relevant ist. Und wie hoch wäre der Anspruch auf Arbeitslosengeld NACH Krankengeld?
    Danke im voraus

    1. Hallo Lara, ich kann Ihnen nicht empfehlen, Ihr Arbeitsverhältnis zu kündigen – damit erlischt Ihr Anspruch auf Krankengeld. Sie müssten dann Arbeitslosengeld I beantragen, das gibt es dann maximal 12 Monate (es sei denn, Sie sind älter als 50). Wie hoch diese Lohnersatzleistung genau wäre, kann Ihnen die Agentur für Arbeit ausrechnen. Besprechen Sie Ihre Situation lieber noch einmal mit unserer Sozialberatung: https://www.sovd-sh.de/sozialberatung/

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